Top 10 18.01.2023, 09:00 Uhr

Die dümmsten (und häufigsten) Passwörter von 2022 

Wie können schlechte Dinge unglaublich erfolgreich werden? Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht. Bei miesen Passwörtern liegt die Sache immerhin auf der Hand: schön leicht zu merken.
(Quelle: Alexey Laputin / Shutterstock.com)
«123456» hat es wieder einmal geschafft. Wie in den Vorjahren holt sich die Zahlenreihe den vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) vergebenen Titel des beliebtesten unsicheren Passwortes auch für 2022. Die nicht minder leichtsinnige Reihung «123456789» rückt im Vergleich zum Vorjahr sogar weiter nach vorn, vom vierten auf den zweiten Platz.
Eine Überraschung gibt es erst auf Platz drei: «1Qaz2wsx3edc» ist ein Neueinsteiger in die zweifelhafte Passwort-Top-Ten, mit der das HPI auf Basis einer Datenbank-Auswertung geleakter Zugangsdaten demonstriert, wie viele Menschen auf einfachsten Wörtern («passwort») oder simplen Tastatur-Mustern («qwertz») als Passwörtern vertrauen.

Auch Diagonalen sind Muster

Auch hinter dem kompliziert anmutenden «1Qaz2wsx3edc» verbirgt sich ein einfaches und deshalb gefährliches Muster: Tastatur-Diagonalen von oben nach unten. Das «z» im Passwort rührt vom englischen US-Standard-Tastaturlayout her. Beim deutschen Tastaturlayout steht an dessen Position das «y».
Für die aktuelle Auswertung wurden knapp 1,04 Millionen, im Jahr 2022 geleakte Zugangsdaten mit .de-Mail-Adressen herangezogen, mit dem das HPI seinen Identity Leak Checker füttert. Er basiert auf einer Datenbank mit Hunderten Millionen Online-Identitäten.
Die Datenbank lässt sich kostenlos abfragen. So können Nutzerinnen und Nutzer herausfinden, ob sie gehackt worden sind und Zugangsdaten von ihnen durchs Netz geistern. Eine ähnliche Datenbank, die diesem Zweck dient und gratis nutzbar ist, heisst «Have I been pwned?».
Simple Passwörter kommen Einladungen an Angreifer gleich, Konten zu übernehmen. Tabu ist alles, was im Wörterbuch steht, einem Tastaturmuster folgt, eine bekannte Zeichenfolge, Kombination oder schlicht zu kurz ist.

Autor(in) dpa




Kommentare
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Holzbock
18.01.2023
Danke für den Link zum Identity Leak Checker. Dort habe ich nun tatsächlich und erstmals eine meiner Mailadressen gefunden - und erst noch keine mit einem besonders dummen Passwort. :oops: PCtipp lesen lohnt sich. :cool: