Studie 15.12.2021, 07:24 Uhr

Home Office: Mitarbeiter-Überwachung fatal

Eine Studie von VMware aus Deutschland zeigt: Werden Mitarbeitende im Home Office zu sehr überwacht, suchen sie sich nach einem anderen Job um.
Überwachung: Mitarbeiter kündigen schneller
(Quelle: Tumisu/Pixabay)
Die von vielen Unternehmen forcierte Implementierung von Remote-Monitoring-Massnahmen gefährdet laut einer Studie des Multi-Cloud-Service-Anbieters VMware das Vertrauen der im Home Office tätigen Mitarbeitenden und erhöht deren Fluktuation. 60 Prozent der befragten deutschen Unternehmen haben seit der Umstellung auf hybride Arbeitsformen demnach Massnahmen zur Kontrolle der Mitarbeiter-Produktivität entweder bereits eingeführt oder planen, diese einzuführen.

Heimliche Bespitzelungen

Das Monitoring von E-Mails (41 Prozent), Collaboration Tools (41 Prozent) und Web-Browsing (30 Prozent), sowie Videoüberwachung (30 Prozent), Webcams (25 Prozent) und Keylogger-Software (25 Prozent) sind oft an der Tagesordnung. 34 Prozent der Unternehmen, die das Monitoring von Geräten bereits eingeführt haben und 45 Prozent derer, die dies gerade tun, stellen jedoch eine erhöhte oder sogar drastisch erhöhte Fluktuation ihrer Mitarbeitenden fest, heisst es.
Überwachung wird oft nicht transparent kommuniziert, zeigt die Studie. Ein Zehntel der Mitarbeitenden (30 Prozent) weiss nicht, ob ihr Unternehmen Systeme zur Überwachung der Produktivität auf ihren Geräten eingeführt hat.
«Ein Mangel an Transparenz, heimliche Messungen und versteckte Kontrolle können das Vertrauen der Mitarbeiter schnell untergraben und dazu führen, dass talentierte und motivierte Mitarbeiter in einem hart umkämpften und herausfordernden Qualifikationsmarkt lieber kündigen», kommentiert Ralf Gegg, Head of Sales, End-User Computing Division bei VMware, die Studienergebnisse abschliessend.

Autor(in) Florian Fügemann, pte



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