News 22.10.2010, 09:37 Uhr

Spam, Phishing und goldene Zeiten

Im Rahmen des Phishing- und Spam-Reports 2010 fasst Symantec die sicherheitsrelevanten Themen des aktuellen Jahres zusammen. Das Spam-Aufkommen lässt massiv nach.
Die Banken waren gemäss Symantec im aktuellen Jahr nicht nur wegen der Krisenstimmung im Gespräch. In den USA sind Phishern wieder zahlreiche Bankkunden ins Netz gegangen. Die Betrüger ahmten die Webseite eines bekannten Finanzinstituts nach. Personen, die online auf ihr Konto zugreifen wollten, forderten sie darin auf, ein vermeintliches Software-Update herunterzuladen, das einen Virus enthielt. Zudem drängten die Cyberkriminellen die Kontoinhaber, ihre Zugangsdaten online zu aktualisieren und damit persönliche Daten preiszugeben. Die Seite versprach den Opfern, dadurch sicherer und bedienungsfreundlicher zu werden. Dieser Fall zeigt, dass Sicherheitsbetrug im Bereich Onlinebanking noch immer ein aktuelles Thema ist. Trotz grossem medialem Echo fallen noch immer viele Anwender auf alte Tricks und billige Maschen herein.
Porno und Spiele als Köder
Auch im Bereich Social Media waren die Phisher aktiv – und das alles andere als sozial. Kriminelle entlockten Opfern persönliche Daten mit verschiedenen Köderangeboten wie Applikationen für Onlinespiele oder Pornofilme.
Good News
Aber es gibt auch gute Nachrichten: Das Spam-Aufkommen minimiert sich gemäss Symantec seit Monaten spürbar und ist nun auf dem niedrigsten Stand seit der Stilllegung des Serviceproviders McColo im Jahr 2008. Mögliche Gründe dafür sind die Zerschlagung des Trojaners Zeus und die Abschaltung der Seite spamit.com. Eine spamfreie Welt gibt es dennoch nicht, so erschien in vielen Posteingängen am 9. September eine Mail mit dem dubiosen Betreff «Here you have». Der darin enthaltene Link zu einem vermeintlichen PDF-Dokument entfesselte einen Wurm, der unter anderem Netzlaufwerke und Wechselmedien angriff.
Aktueller Trend
Aktuell widmen sich Spammer wieder einem neuen Trend. Sie verlockten Interessenten in zahlreichen E-Mails zum Kauf vermeintlich günstiger Goldbarren.


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