News 15.08.2014, 10:21 Uhr

Erste Eindrücke vom Samsung Galaxy Alpha

Gerade kurz vor der iPhone-Ankündigung kommt Samsung etwas überraschend mit dem Galaxy Alpha. PCtipp konnte sich bereits einen Ersteindruck verschaffen.
Chic verpackt in einem Alurahmen: das neue Samsung Galaxy Alpha
Samsung kündigte mit dem Galaxy Alpha ein neues Flaggschiff an. PCtipp hatte bereits die Möglichkeit, das Gerät bei Samsung auszuprobieren. Ist man sich ein Smartphone wie das HTC One oder das Galaxy S5 gewohnt, fühlt sich Samsungs Galaxy Alpha wirklich sehr leicht an. Zum Vergleich: Das Galaxy S5 bringt 145 Gramm auf die Waagschale, das Galaxy Alpha nur 114 Gramm.
Der metallene Alurahmen verleiht dem Handy optisch eine durchaus edle Gehäuseumrandung. Einmal umgedreht, offenbart die Kunststoffrückseite mit seiner ledrigen Textur ein wesentlich feineres Muster. Das sieht nicht nur optisch besser als beim S5 aus – es verleiht dem Smartphone auch eine bessere Griffigkeit, die man vom S5 ein bisschen vermisst.
Die im Vergleich zum S5 feiner texturierte Kunststoffrückseite verleiht dem Galaxy Alpha mehr Griffigkeit
Abgesehen von diesen beiden neuen Design-Elementen bleibt jedoch alles beim Alten. Dafür, dass das Gerät inzwischen offiziell zu einem UVP von Fr. 749.- angekündigt wurde (dies wurde nach der Ankündigung von der Samsung-Pressestelle noch korrigiert), ist Samsungs neuster Design-Wurf nicht gerade günstig. Selbst Top-Smartphones wie das kürzlich lancierte LG G3 unterschritten bei der Ankündigung diesen Preis.

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Die Lautsprecher sind unten eingelassen. Die Bedienelemente im unteren Bildschirmbereich nehmen verhältnismässig nicht mehr Bildfläche als beim S5 in Anspruch.

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Bildschirm, Tempo, Kamera

Eingeschaltet, überrascht ein heller, gut ausgeleuchteter Bildschirm mit guten Weisswerten. Die brillante Leuchtstärke des Super-Amoled-Touchscreens kompensiert in gewisser Weise die Nicht-Full-HD-Auflösung. Effektiv löst das Galaxy Alpha nur in 720p (mit 1280 x 720 Pixeln) auf. Schaut man sich Fotos auf einem in Full HD auflösenden HTC One an, bemerkt man den Unterschied kaum, abgesehen von dem etwas dunkleren HTC-Display. Als alltagstaugliches Kompaktgerät nimmt das 4,7-Zoll-Smartphone daher wenig Abstriche in Kauf. Wer viel und gerne mit Multimedia-Inhalten jongiert und kein Tablet sein Eigen nennt, dürfte ohnehin eher einem Smartphone mit grosser Bildschirmdiagonale zugeneigt sein.
Voraussichtlich wird das Galaxy Alpha zum Start in diesen Farben erhältlich sein
Der Achtkernprozessor macht sich beim Surfen bemerkbar. Seiten mit vielen Elementen werden blitzschnell angesurft. Gespannt sind wir noch, wie sich der Samsung-eigene Exynos-Prozessor auf den Akku auswirkt. Mit nur 1860 mAh ist dieser eigentlich wesentlich leistungsswächer als der Akku des S5 (mit 2800 mAh). Apropos: Wer in Bern oder in Biel wohnt und ein Swisscom-Kunde ist, kann mit dem Galaxy Alpha bereits auf dem neusten Mobilfunkstandard LTE Advanced surfen. 
Die Kamera konnten wir nur kurz testen: Fotos bei schlechtem Nachmittagslicht gehen in Ordnung. Startet man eine 4K-Aufnahme, dauerts ein paar Sekunden, bis die Aufnahme startet. 4K kann die Kamera mit maximal 30 fps aufzeichnen. Ruckler beim Abspielen von 4K-Videos nimmt man kaum wahr. Mehr Aufschluss über die Kamera würden ausführliche Direktvergleiche mit anderen Handy-Kameras geben.
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Software, Touchscreen, Speicher, Fazit

Von der Software her gabs noch nichts Neues zu sehen. Vorinstalliert war das neuste Android 4.4.4 KitKat. Beim Samsung TouchWiz, Samsungs angepasster Bedienoberfläche, waren im Vergleich zum Galaxy S5 noch keine neuen Funktionen und Design-Aspekte auszumachen.
Das Samsung TouchWiz und Android 4.4.4 liessen bei dem frühen Testgerät noch keine neuen Funktionen erahnen
Quelle: Samsung
Den im Touchscreen integrierten Fingerabdruckscanner richtet man wie beim Galaxy S5 ein. Dazu muss man zur Ersterfassung mehrere Male mit der Fingerkuppe über das untere Home-Button-Anzeigeelement fahren. Anders als beim iPhone streicht man dann zur Entsperrung – ohne Druck – einfach den Daumen über das untere Touchscreen-Element.
Die Touch-Sensibilität allgemein ist gut. Buchstaben der Tastatur peilt man jedenfalls schnell an, auch im Hochkantformat.
Leider hat Samsung beim microSD-Slot gespart, dafür gibts immerhin 32 GB internen Speicher. Eigentlich schade, hat es doch eine abnehmbare Rückseite. Für die Inbetriebnahme muss man sich mit einem Nano-SIM-Kärtchen wappnen.
Fazit: Der Ersteindruck vom Galaxy Alpha gefällt. Bleibende Eindrücke hinterliessen das geringe Gewicht, die Griffigkeit, der gut ausgeleuchtete Bildschirm und der rasend schnelle Prozessor. Ob der hohe Preis gerechtfertigt ist, wird sich im ausführlichen Test zeigen. 

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Die Lautsprecher sind unten eingelassen. Die Bedienelemente im unteren Bildschirmbereich nehmen verhältnismässig nicht mehr Bildfläche als beim S5 in Anspruch.

Testen werden wir das Gerät voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen. In den Handel kommt das Samsung Galaxy Alpha voraussichtlich Anfang September.

Autor(in) Simon Gröflin



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