News 03.02.2017, 08:41 Uhr

Kantonspolizei St. Gallen warnt vor fieser Facebook-Masche

Bei der Kantonspolizei St. Gallen gehen zurzeit Anzeigen zu Betrugsfällen mit gefälschten Profilen ein. Opfer werden über die Handy-Nummer per PayPal abgezockt.
Bei der Kantonspolizei St. Gallen gingen in den letzten Tagen mehrere Anzeigen zu einer nicht ganz neuen Facebook-Betrugsform ein. Die Masche macht immer wieder punktuell im deutschsprachigen Raum die Runde (PCtipp berichtete). Was geschieht? Die Täter laden Profil- und Titelbilder echter Facebook-Nutzer runter und versenden dann Freundschaftsanfragen an die Freunde des richtigen Profils. Meist folgt unmittelbar nach der Freundschaftsbesiegelung eine private Nachricht. Wir haben sogar schon die Erfahrung gemacht, dass die Täter mittlerweile auch in Schweizerdeutsch kommunizieren.
Die potentiellen Opfer werden dann nach der Handy-Nummer gefragt. Diese denken sich vielleicht zunächst nichts dabei. Vielleicht hat der Facebook-Kontakt, den man schon länger kennen sollte, bloss die Telefonnummer verloren. Doch bereits hier sollten die Alarmglocken schrillen. Opfer, die ihre Handy-Nummer herausgerückt haben, erhalten danach per SMS einen Zahlungscode zugeschickt. Diesen soll man an das Facebook-Profil zurückschicken. Mit dem Zahlencode werden PayPal-Konten eröffnet, mit denen die Abzocker die Telefonnummer der Geschädigten belasten.
Wie kann man sich vor dieser Betrugsform schützen? Die Polizei rät: 
  • Nie auf Facebook die Handy-Nummer bekannt geben.
  • Keine unbekannten SMS bestätigen.
  • Keine per SMS erhaltenen PIN-Codes weiterschicken.
Zu guter Letzt raten auch wir Ihnen, die Privatsphäre auf Facebook einzuschränken, die Freundesliste nicht öffentlich zu machen und die Handy-Nummer nicht öffentlich sichtbar zu machen (oder erst gar nicht im Profil zu hinterlegen). Gegenwärtig haben es Betrüger auch mit einer anderen Masche vor allem auf männliche Nutzer abgesehen. Dabei erhalten Nichtsahnende Anfragen von attraktiv aussehenden Frauen. In Wirklichkeit handelt es sich dabei aber um zusammengeklaute Profile, mit denen Cyberganoven Männer auf Chat-Portale locken, um sie dort abzuzocken.

Autor(in) Simon Gröflin


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