Oft gelesen und geteilt 16.06.2011, 12:45 Uhr

Facebook als Karrieresprungbrett

Jeder vierte Schweizer Stellensuchende nutzt Social-Media-Plattformen, um Jobangebote ausfindig zu machen. Lässt sich mittels Twitter, Facebook & Co. die eigene Karriere vorantreiben?
Facebook als Sprungbrett? (Bild: sassi/pixelio.de, Bearbeitung: IDG)
So viel vorweg: Bisher haben lediglich 2 Prozent der Schweizer mittels Social-Media-Plattformen einen neuen Arbeitgeber gefunden. Dennoch setzt fast ein Viertel bei der Stellensuche auf Facebook, Twitter, LinkedIn & Co. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Personaldienstleisters Kelly Services.
Mehr Männer als Frauen
Nur 2 Prozent haben hierzulande ihren aktuellen Job über Social-Media-Dienste gefunden (Grafik: Kelly Services)schliessen
Hierzulande nutzen deutlich mehr Männer (27 Prozent) als Frauen (20 Prozent) Social-Media-Plattformen für die Jobsuche. Setzen also vor allem Männer auf Facebook und Twitter? Was auf den ersten Blick vielleicht überrrascht, deckt sich zum Teil mit den Ergebnissen einer umfangreichen Untersuchung zu Twitter. Allein beim Mikroblogging-Dienst stammen fast zwei Drittel der Tweets von Männern.
Fast ein Viertel der helvetischen Arbeitnehmenden setzt bei der Jobsuche auf Social Media. Damit befindet sich die Schweiz im europäischen Mittelfeld (Grafik: Kelly Services)
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Zensur ist gang und gäbe

Zensur ist gang und gäbe
Fotos von rauschenden Festen können der Karriere schaden (Bild: Alexander Hauk/bayern-nachrichten.de/pixelio.de)
Gemäss Kelly Services ist sich rund ein Drittel der Befragten bewusst, dass Social-Media-Aktivitäten die Karriere beinflussen können - und zwar sowohl positiv als auch negativ. Über 30 Prozent sind der Meinung, dass sich ein gepflegtes Onlineprofil positiv auf die Karriere auswirken kann. Ebenso viele haben aber auch Angst davor, dass die Inhalte der Profilseiten dem Berufsweg schaden. Daher werden fragwürdige Inhalte häufig verändert oder gelöscht. Auffällig: Der Studie zufolge zensurieren mehr Frauen (35 Prozent) als Männer (30 Prozent) ihre Inhalte für eine «saubere» Onlinereputation.
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Laissez-faire in Unternehmen.

Laissez-faire in Unternehmen
Schweizer Unternehmen haben laut den Umfrageergebnissen kaum Vorschriften zur Verwendung von Social Media am Arbeitsplatz: 37 Prozent der Befragten gaben an, dass es keine Restriktionen zum Social-Media-Einsatz am Arbeitsplatz gibt. 28 Prozent wissen gar nicht, ob ihre Firma überhaupt eine Social Media Policy hat. Nur 35 Prozent kennen entsprechende Unternehmensrichtlinien.
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Eine halbe Stunde täglich

Eine halbe Stunde täglich
Etwa die Hälfte der Befragten ist täglich bis zu 30 Minuten auf Social-Media-Plattformen anzutreffen. 18 Prozent verwenden Twitter & Co täglich bis zu einer Stunde, bei den 18- bis 29-Jährigen tun dies sogar Dreiviertel.
Kelly Services hat für seinen Global Workforce Index 97'000 Personen in 30 Ländern befragt, davon rund 750 aus der Schweiz.



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