Google Chrome – der Unterschied

Seit gestern 21 Uhr steht Google Chrome zum Download bereit. Laut Suchmaschinenbetreiber soll sein neuer Browser die Produktivität der Anwender unterstützen und nicht bremsen wie Internet Explorer und Co. Welche entscheidende Vorteile bietet Ihnen Chrome?

von Mark Schröder 03.09.2008
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Google Chrome zielt auf Internetnutzer, die keine Software mehr auf der Festplatte installiert haben. Dafür geht Google beim Tabs-Konzept einen Schritt weiter als der Markt führende Internet Explorer und der Open-Source-Konkurrent Firefox: Ein Tab ist eine «Sandbox», der Prozess läuft damit unabhängig vom eigentlichen Browser und den übrigen Tabs. Der Vorteil ist, dass einerseits eine überlastete Webanwendung wie die Textverarbeitung Google Docs den kompletten Browser nicht zum Absturz bringt, andererseits die eingegebenen Daten auf den übrigen Tabs nicht verloren gehen. Wie unter Windows beendet der Nutzer mithilfe des Task-Managers von Chrome den abgestützten Tab. Auf den anderen Registerkarten kann er weiterarbeiten.

Jede Registerkarte im Chrome-Browser hat eine eigene Adressleiste Jede Registerkarte im Chrome-Browser hat eine eigene Adressleiste Zoom Eine Spezialfunktion ist der Inkognito-Tab. Ihn öffnet der Anwender zum Beispiel auf dem Rechner eines Arbeitskollegen, auf dem er keine Daten hinterlassen will oder darf. Alle Eingaben, Suchanfragen, Cookies oder Lesezeichen in dem Inkognito-Tab löscht der Chrome-Browser automatisch, sobald der Tab geschlossen wird. Damit sind alle Spuren beseitigt. Laut Produktmanager Christoph Oehler von Google Schweiz kann der Browser aber nicht komplett inkognito geschaltet werden. Chrome liefere nicht mehr Daten an Google als die anderen Browser an ihre Hersteller. Lediglich für die Omnibox sei mehr Kommunikation erforderlich, sagte Oehler. Die Adressleiste Omnibox schlägt dem Nutzer ähnlich wie Google Suggest schon während des Eintippens eines Begriffs Wörter, Webadressen oder zum Beispiel Wikipedia-Einträge vor.

Mehr Produktivität verspricht der Suchmaschinengigant den Benutzern seiner Onlinesoftware: Google Text & Tabellen, Google Mail und etwa Google Kalender sollen dank der eigens entwickelten JavaScript-Engine V8 reibungsloser laufen. Die Webapplikationen nutzen JavaScript, um dem Anwender Funktionen wie in einem lokal installierten Programm bereitzustellen.

    Zoom Den quelloffenen Chrome-Browser können Anwender derzeit in einer deutschsprachigen Beta-Version herunterladen. Der Suchmaschinenhersteller plant, das Programm auch für die Mac- und Linux-Plattform kostenlos anzubieten.

Download: Google Chrome Beta (Deutsch)


    Kommentare

    • iRoniPod 03.09.2008, 11.37 Uhr

      Vorteile hat das Teil... aber leider (zu) ---------------- Now playing: Army Of Me - Thinking It Over via FoxyTunesviele nachteile :/

    • renelutzbern 03.09.2008, 15.17 Uhr

      Läuft ohne Probleme Vista und XP pro! Scheint mir definitiv schneller als IE7 und auch Firefox.

    • BlackIceDefender 03.09.2008, 15.45 Uhr

      mein Ge-Hirn ist wohl auch von der orwellianischen Waesche erweicht: Google Chrome werd ich mir wohl anschauen.

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