News 30.10.2013, 12:32 Uhr

Projekt Ara: Motorola nimmt sich Phonebloks an

Google-Tochter Motorola hat das Projekt Ara vorgestellt. Das Projekt soll modulare Smartphones nach der Designstudie von Phonebloks Realität werden lassen.
Motorolas Projekt Ara bringt Phonebloks in Reichweite
Mit dem Projekt Ara will Motorola an die Designstudie Phonebloks des niederländischen Designers Dave Hakkens anknüpfen. Die Google-Tochter plant die Open-Source-Initiative mit Phonebloks zusammen und versucht in Zukunft «für Hardware das gleiche zu erreichen, wie Android für Software».
Dabei soll das neue Ökosystem Ara für alle Hersteller offen sein. So werden Baupläne und andere Informationen frei zugänglich sein. Dritthersteller wie Samsung, Sony oder andere könnten also problemlos eigene Module für Ara herstellen. Ein Grundgerüst soll die Basis für die einzelnen Komponenten darstellen. Darauf aufbauend sollen Display, Prozessoren, Speicher und andere Bauteile problemlos aufgerüstet werden können.
So könnte ein schmales Ara-Smartphone aussehen
Motorola hat nach eigenen Angaben bereits seit über einem Jahr an einem ähnlichen Projekt gearbeitet. In Zusammenarbeit mit Dave Hakkens wurde das Projekt Ara weiterentwickelt und soll bereits in naher Zukunft erste Resultate zeigen. Eine erste Alpha-Veröffentlichung des Entwickler-Kits wird bereits im kommenden Winter erwartet. Neben den Entwickler-Kits sollen auch Community und Nutzerwünsche eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Ara spielen. Dafür startet Motorola ein Scouts-Programm. Scouts sind freiwillige Helfer, die grob gesagt Marktforschung für Motorola betreiben. Damit sollen die Wünsche potenzieller Nutzer so genau wie möglich analysiert werden.
Im Vergleich zu Phonebloks wirkt Ara etwas realistischer. Die Module sind nicht völlig frei verschiebbar und zeigen weiter entwickelte Verbindungen als die vier Pins von Phonebloks. Dennoch dürfte auch Projekt Ara unter einigen technischen Limitationen leiden.


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