Threema für Desktop 28.10.2021, 08:47 Uhr

Threema lanciert Desktop-App

Ab sofort können Anwenderinnen und Anwender des Schweizer Hochsicherheits-Messengers Threema auch über eine dedizierte Desktop-Applikation kommunizieren.
Für Threema gibt es jetzt ein Desktop-Programm
(Quelle: Threema)
Wer bisher den Schweizer Messenger Threema am Desktop nutzen wollte, musste etwas mühsam im Browser seiner Wahl Threema Web einrichten. Nun haben die Entwickler eine eigene, auf Threema Web aufbauende Applikation für Windows, MacOS und Linux (Deb- und RPM-Pakete) lanciert.
Wie beim Web-Client muss auch mit dem dedizierten Desktop-Programm eine Verbindung zum Mobilgerät und der dort bereits eingerichteten Threema-App hergestellt werden, bevor vom PC oder Mac aus gechattet werden kann. Threema verspricht, dass in Sachen Sicherheit der neue Desktop-Client den Standard der Web-Lösung übertreffe. «Denn einerseits besteht keine Möglichkeit, dass Browser-Plugins Schwachstellen einführen, und andererseits wäre es für Angreifer noch schwieriger, den App-Code zu manipulieren, da er nicht bei jeder Sitzung von einem Server abgerufen, sondern lokal beim Nutzer gespeichert wird», heisst es in einem Blog-Beitrag auf der Threema-Webseite.

«Befreite» Desktop-App in der Pipeline

Wie schon erwähnt, bleibt leider auch die neue Desktop-App wie der Web-Client am Gängelband der iOS- oder Android-App auf dem Smartphone. Doch eigenen Angaben zufolge arbeitet man an einem «Threema 2.0» für den Desktop, mit welcher der zwingende Kontakt zu Threema auf dem Smartphone entfällt. Diese Version soll nämlich «auf einer völlig neuen Architektur beruhen», wird versprochen. Dank einer sogenannten Multi-Device-Funktionalität wird dann keine aktive Verbindung mit dem Mobilgerät mehr nötig sein. Mit dem 2.0-Update lasse sich somit die App selbst bei ausgeschaltetem Handy nutzen, heisst es.
Wann diese «befreite» Version lanciert werden kann, steht noch in den Sternen. «Die Entwicklung der Multi-Device-Technologie läuft auf Hochtouren, erweist sich jedoch als zeitaufwendiger als vorhergesehen», wird auf der Threema-Seite berichtet.



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