News 13.03.2015, 10:20 Uhr

Staatliche Hilfe für Schweizer Game-Entwickler?

Eine parteiübergreifende Gruppe hat in Bundesbern ein Postulat eingereicht: Der Bundesrat soll Fördergelder für die Schweizer Game-Industrie prüfen.
Ein guter Tag für die Schweizer Game-Entwicklungsszene: Der Bundesrat soll Stellung nehmen zur Frage, warum die Schweizer Game-Entwicklerszene im internationalen Vergleich kaum Fördergelder bekommt. Eine parteiübergreifende Gruppe um Nationalrätin Jacqueline Fehr hat dazu in Bundesbern ein Postulat eingereicht. Positiv an dem Unterfangen: Die Swiss Game Developers Association (SGDA) kann laut der Medienmitteilung schon auf breite politische Unterstützung zählen.

Analysebericht zur Branche gefordert

Die Gruppe, der unter anderem Balthasar Glättli (Grüne), Ruedi Noser (FDP) und Cédric Wermuth (SP) angehören, fordern von den Bundesräten einen Bericht, der die Lage der Branche beschreibt: Daraus soll hervorgehen, welch wissenschaftliches und wirtschaftliches Potenzial brach liegt, und warum die Schweizer Spieleindustrie im Vergleich zu den nordischen Ländern, mit Ausnahme der Pro Helvetia, kaum staatliche Fördergelder erhält. 

Erstmals breite politische Unterstützung

Die SGDA zeigt sich erfreut über den Vorstoss von Nationalrätin Jacqueline Fehr. Die Schweizer Game-­Industrie schaffe bereits Arbeitsplätze sowie Kultur­- und Exportgüter. Nun ginge es um die optimalen Rahmenbedingungen, um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten und die Schweiz zu einem Standortvorteil zu machen. «Wir erwarten natürlich, dass auf diesen Vorstoss bald konkrete politische Massnahmen folgen werden», meint Matthias Sala, Präsident der SGDA, auf Anfrage. Konkret geht es darum, in der Schweiz optimale Rahmenbedingungen für Games zu schaffen», hält Sala fest. «Investoren sollen in erster Linie wegen den guten Games hier investieren und dann noch Anreize haben, sich eher für ein Schweizer Game zu entscheiden. Die Firmen entscheiden sich dann auch nicht, ins Ausland abzuwandern.» 

Autor(in) Simon Gröflin


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