News 18.12.2013, 13:51 Uhr

Facebook will mehr Bewegung

Facebook bringt Bewegung in die Newsfeeds. Automatisch abspielende Werbung macht den Anfang, die Akquisition eines Live-Datenverarbeiters wird wohl die Nachfolge bilden.
Facebook sucht nach neuen Methoden, um mit Werbung Geld zu verdienen. Eines der meistbesprochenen Features, automatisch abspielende Videos, hält schon bald Einzug im sozialen Netzwerk. Nachdem Videos von Nutzern bereits seit November stellenweise automatisch abgespielt werden, bringt Facebook diese Funktion auch für Werbung.
Um den Nutzer nicht allzu sehr zu stören, werden die Videos ohne Ton abgespielt. Scrollt der Nutzer am Video vorbei, stoppt es wieder. Ton wird nur aktiviert, wenn der Nutzer aktiv eingreift und auf das Video klickt. Facebook verspricht, bei mobilen Geräten keine Videos über das Mobilnetz zu laden. Nur bei einer WLAN-Verbindung werden Videos abgespielt. Möglicherweise legt sich die Facebook-App dazu einen Zwischenspeicher an, der bei einer aktiven WLAN-Verbindung gefüllt wird.
Die Funktion ist, wie bei grösseren Facebook-Updates üblich, erst ein limitierter Test. Zu Beginn wird nur ein einziger Clip einer begrenzten Anzahl von Nutzern gezeigt. Automatisch abspielende Videos dürften für Facebook nicht leicht zu verkaufen werden. Sowohl auf der Nutzerseite als auch gegenüber Werbern. Für viele Nutzer sind automatisch abspielende Medien ein Störfaktor. Werber dürften dafür von der fragwürdigen Reichweite enttäuscht werden. Verglichen mit TV-Werbung oder den Video-Vorspannwerbungen auf YouTube wirkt das System geradezu harmlos.

Datenverwalter aufgekauft

Neben der Video-Werbung hat sich Facebook ein weiteres Standbein für mehr Bewegung im Newsfeed geangelt. Mit SportStream haben sich die Kalifornier einen Spezialisten für Datenverarbeitung in Echtzeit gekauft. Das Start-Up aus San Francisco hatte sich auf Sportdaten spezialisiert.
Laut eigenen Angaben ist SportStream jedoch nicht nur im Sportbereich stark. Sie sollen über patentierte Technologien verfügen, mit denen sie qualitativ hochwertige Tweets und Instagram-Bilder hervorheben können. Daher auch das Interesse durch Facebook.
Wie sich die Akquisition im Detail auf Facebook auswirken wird ist noch unklar. SportStream wird seinen Betrieb vorerst weiterführen. Lediglich das Büro wird in den Facebook-Campus nach Menlo Park verlegt. SportStream erhofft sich durch die Zusammenarbeit mit Facebook Zugriff auf bessere Ressourcen.


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