News 05.12.2013, 12:50 Uhr

Touchcast: Interaktive Apps in Videos

Das Start-up-Unternehmen Touchcast will Video zur Grundlage des Webs machen. Dafür haben sie einen Client entwickelt, der Interaktive Elemente in Videos einbaut.
Touchcast nimmt sich einem der grössten Probleme von Video-Inhalten im Web an. Das Unternehmen will Videos interaktiv machen und den Betrachter aktiv in das Geschehen auf dem Bildschirm mit einbeziehen. YouTube-Anmerkungen auf Steroiden, sozusagen.
Statt einfachen Texteinblendungen und überlagernde Links geht Touchcast einen Schritt weiter. Für die Touchcast-Plattform können vApps (Video-Apps) entwickelt werden, die verschiedene Inhalte direkt im Video platzieren können. Die Apps arbeiten in Echtzeit und können für Live-Streams verwendet werden. Öffnet man beispielsweise die Maps-App, erscheint ein interaktives Kartenelement auf dem Bildschirm. Dieses kann vom Video-Ersteller beliebig per Geste auf dem Bildschirm verschoben werden.
Doch auch der Betrachter des Videos kann ins Geschehen eingreifen. Das Kartenelement ist komplett steuerbar, wie man es sich von herkömmlichen Karten-Apps gewohnt ist. Weitere Möglichkeiten für solche Einbettungen sind andere Videos, Audio-Elemente, Fotos, Social Media oder ganze Webseiten. Alle diese Elemente können wie gewohnt bedient, und auf dem Bildschirm verschoben werden.
Touchcast ist bereits seit Juni auf dem iPad verfügbar und schafft jetzt den Sprung auf den PC. Eine Mac-Version soll später folgen. Touchcast verfügt über ein Grundset an Bearbeitungstools und anderen Hilfen, welche die Produktion von Videos vereinfachen soll. Laut den Gründern Erick Schonfeld und Edo Segal ist Touchcast zwar noch weit vom Mainstream entfernt, sei aber auch noch in den Kinderschuhen. «Noch nicht alle haben es begriffen, aber alles deutet darauf hin, dass Video die Leinwand des Internets wird», so Segal.
Touchcast für PC und iPad ist kostenlos und kann von der Entwicklerseite, respektive iTunes heruntergeladen werden.


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