News 08.09.2006, 12:00 Uhr

Windows Vista: in Europa erst später?

Der XP-Nachfolger wird in Europa vielleicht später als Anfang 2007 auf den Markt kommen. Der Grund sind die Rechtsstreitigkeiten mit den EU-Wettbewerbsbehörden.
Microsoft hat am Donnerstag mitgeteilt, dass der Europa-Start von Windows Vista von den Kartellrechtsansprüchen der Europäischen Kommission abhänge. Das Softwarehaus habe den Wettbewerbsbehörden konkrete Vorschläge gemacht, da sich diese über bestimmte Funktionen von Vista besorgt zeigten. "Wenn wir die Antwort der Kommission erhalten, dann wissen wir, ob sie Änderungen am Produkt verlangt. Dies würde zu einer Verspätung in Europa führen", so der Windows-Konzern.
Die Europäische Kommission wehrt sich dagegen, an einer allfälligen Verzögerung Schuld zu haben: "Es ist irreführend zu unterstellen, dass die Kommission der Grund für einen verspätetem Europa-Launch von Vista sein könnte." Es liege nicht an ihr, Microsoft für die Markteinführung grünes Licht zu geben. Das Unternehmen müsse seine Verantwortung als Quasi-Monopolist akzeptieren und umsetzen.
EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hat im Juli Microsoft-Chef Steve Ballmer persönlich darauf hingewiesen, dass die Kommission an Vista die gleichen Massstäbe anlegen wird wie an Windows XP. Das Unternehmen solle aufpassen, dass die beanstandeten Punkte, vor allem die mögliche Einbeziehung der Software anderer Anbieter in Windows, nicht auch im neuen System stecken.


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