News 10.04.2013, 11:03 Uhr

Mehr IT-Lehrlinge in der Schweiz

Während die Zahl der Schulabgänger in der Schweiz insgesamt rückläufig ist, wollen immer mehr junge Leute eine Lehre als Informatiker beginnen.
Seit 2009 ist die Anzahl Schulabgänger rückläufig, sagt die Studie «Berufsbildung in der Schweiz 2013» (PDF). Dieser Trend soll gemäss dem Bundesamt für Statistik fortgesetzt werden, 2018 soll es noch einmal sieben Prozent weniger Schulabgänger geben als im letzten Jahr, in dem 82'000 junge Menschen ihre Grundausbildung abgeschlossen haben.
Obwohl damit absolut gesehen immer weniger potentielle Lehranfänger zur Verfügung stehen, gewinnt die IT an Nachwuchskräften. 1740 junge Menschen begannen 2011 eine Lehre als Informatiker/in EFZ, das sind leicht mehr als noch im Jahr zuvor (1689 begonnene Informatik-Lehrverhältnisse).
Damit ist die Informatik auf Rang sieben der beliebtesten gewählten beruflichen Grundbildungen. Weitere vorne platziert sind Kaufmann* EFZ, Detailhandelsfachmann EFZ, Fachmann Gesundheit EFZ, Fachmann Betreuung EFZ, Elektronistallateur EFZ und Koch EFZ.
Allerdings muss sich die Informatik wohl eher nach hinten orientieren, denn «für Anbieter von Ausbildungsplätzen in beruflichen Grundbildungen mit hohen Anforderungsprofilen gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwieriger», schreibt das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Zu dieser Kategorie gehört die Informatik.
Dem setzt die Branche eine Reform der IT-Lehre entgegen. Durch eine schweizweite Vereinheitlichung der IT-Ausbildung sollen Informatik-Lernende für Unternehmen attraktiver werden, wie Jörg Aebischer, eine der treibenden Kräfte der Reform, im Interview mit unserer Schwesterzeitschrift Computerworld erzählte.
*Bei den Berufsbezeichnungen wird offiziell auch die weibliche Form genannt. Der Übersicht wegen wurde darauf verzichtet.

Fabian Vogt
Autor(in) Fabian Vogt


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