News 13.04.2016, 11:03 Uhr

Billigkabel: USB Typ C wird sicherer

Ein neues Authentifizierungsprotokoll für USB-Typ-C-Geräte und Ladekabel soll beim Anschluss automatisch die Kompatibilität der Geräte prüfen.
Die USB 3.0 Promoter Group hat ein Authentifizierungsprotokoll für USB Typ C angekündigt. Das Protokoll erlaubt Geräten, automatisch beim Anschluss die verwendeten Kabel und Ladegeräte auf Kompatibilität zu prüfen, um so mögliche Manipulationen oder schadhafte Kabel zu erkennen. Da die Überprüfung noch vor der Daten- oder Energieübertragung geschieht, können dadurch Schäden oder Hackerangriffe bereits im Vorfeld abgewendet werden.
In der Vergangenheit haben zumeist billig hergestellte USB-C-Kabel für Schäden an Geräten gesorgt. So soll beispielsweise ein Billigkabel das Pixel C des Google-Entwicklers Benson Leung zerstört haben. Eine ähnliche Erfahrung machte auch der Journalist Dieter Bohn des US-Tech-Magazins «The Verge». Bohn wollte sein Nexus-6P-Smartphone über ein USB-C-Kabel am USB-Typ-A-Port seines MacBook Air aufladen. Das Kabel verlangte diesem allerdings zu viel Strom ab. Die USB-Anschlüsse funktionierten daraufhin nur noch sporadisch. Dank des neuen Authentifizierungsprotokolls sollen solche Vorfälle nun aber der Vergangenheit angehören.
Zu den grossen Vorteilen von USB Typ C gegenüber den Vorgängersteckern zählen neben den maximal unterstützten Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung (bis zu 10 Gbit/s) und den hohen Ladeströmen von bis zu 100 Watt mit Sicherheit auch der verdrehsichere Anschluss selbst.
Allerdings ist USB Typ C nicht immer gleich USB Typ C, denn der Steckertyp allein sagt noch lange nichts über die Geschwindigkeit oder den Ladestrom aus. So kann ein modernes USB-C-Kabel etwa auch über den langsamen USB-2.0-Standard verfügen. Was Sie alles beim Kauf und der Nutzung von Geräten mit USB Typ C beachten sollten, lesen Sie in unserem Artikel «USB-C: Worauf Sie beim Gerätekauf achten sollten».

Hüter des Standards

Die USB 3.0 Promoter Group setzt sich aus den Herstellern Hewlett-Packard, Intel, Microsoft, Renesas Electronics, STMicroelectronics und Texas Instruments zusammen, die 2008 die Spezifikationen für den USB-3.0-Standard entworfen haben und diesen seither pflegen.


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