Tipps & Tricks 27.12.2011, 06:00 Uhr

iTunes Match: musikalische Frischzellenkur

Der neue Apple-Dienst iTunes Match bietet einiges: Lokal gesammelte Musik wird in der Cloud gespeichert und kann danach überall angezapft und sogar zwischen Geräten abgeglichen werden. Noch besser: Minderwertige Songs werden qualitativ auf ein neues Niveau gehoben. Legal, notabene.
Der Dienst in der Übersicht
iTunes Match wird innerhalb von iTunes abonniert und kostet 35 Franken pro Jahr. Beim ersten Kontakt prüft der Dienst, welche Songs in der lokalen Musiksammlung auch im iTunes Store erhältlich sind. Anschliessend werden nur jene Songs auf die Server geladen, die der Store nicht kennt. Allzu viele dürften das in den meisten Fällen nicht sein, denn immerhin umfasst der iTunes Store ein Repertoire von über 20 Millionen Liedern.
Die Anzahl der Songs, die in der Cloud gespeichert werden können, ist grosszügig limitiert. Insgesamt speichert iTunes Match maximal 25’000 Songs, die NICHT im iTunes Store gekauft wurden, während die Einkäufe diesem Limit nicht angerechnet werden. Dabei kümmert sich iTunes Match nicht um die Herkunft der Songs, im Gegenteil. Egal, ob die Dateien von einer CD übertragen oder aus einer dubiosen Tauschbörse gezogen wurden: Sie alle versammeln sich in der Wolke.
Dabei wird die Sammlung deutlich aufgewertet, denn alle bekannten Songs werden bei Bedarf mit besseren Cover-Abbildungen versehen. Mehr noch: Selbst popelige MP3-Dateien mit geringer Bitrate werden automatisch durch hochwertige AAC-Dateien mit beachtlichen 256 Kbit/s ersetzt! Die besseren Dateien sind jedoch nicht nur über die Cloud verfügbar, sondern werden auch auf dem Rechner des Benutzers abgespeichert. Allerdings ist die originale Musiksammlung diejenige, die zuletzt profitiert. Die Umwandlungen und Verbesserungen werden erst wirksam, wenn die Dateien aus der Cloud geladen werden. Deshalb: Sicherungskopie anlegen, den iTunes-Ordner löschen, iTunes neu starten und die ganze Bibliothek (am besten über Nacht) wieder herunterladen.
Bei so viel Service sollte erwähnt werden, dass schwarz kopierte Songs nicht legalisiert werden – Apple macht keinen Unterschied. Allerdings wäre das auch ziemlich schwierig, denn woher soll der Dienst wissen, ob eine Datei aus einer Tauschbörse stammt oder von einer regulär gekauften CD?
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Klaus Zellweger
Autor(in) Klaus Zellweger


Kommentare

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globix
30.04.2012
Wie kann man eine intelligente Wiedergabeliste machen, die nur Titel enthält, die auch in die Cloud hochgespielt wurden? Die Titel mit einer durchgestrichenen Wolke - wurden wohl nicht hochgespielt? Wenn man einfach alle löscht, damit man wieder herunterladen kann, dann wären diese Titel wohl verloren?