Tipps & Tricks 18.01.2012, 09:18 Uhr

Praxis: Mehr aus dem Drucker herausholen

Mit Ihrem Drucker können Sie weit mehr, als nur ein bisschen Farbe aufs Papier bringen: Alltagsgegenstände beschriften, spielen, eine Kleidungskollektion entwerfen und, und, und.
Wie wollen Sie davon überzeugen, dass Sie ein echtes Multifunktionsgerät zu Hause stehen haben, denn mit einem einfachen Tintenstrahldrucker können Sie die kuriosesten Dinge anstellen. Egal ob Sie sich gerade produktiv, spielfreudig oder kreativ fühlen: Ihr Drucker macht so ziemlich jede Laune mit.
Tipp 1: Drucken Sie Grosses - denn nur wahre Grösse zählt
Mit Posteriza können Sie bequem ein Poster ausdrucken
Sie müssen nicht zwingend in einem Musikladen vorbeischauen, um Poster Ihrer Lieblingsband abzustauben. Es gibt eine schnellere, günstigere und einfachere Möglichkeit. Suchen Sie einfach nach ein paar hochauflösenden Bildern bei Googles Bildersuche, verarbeiten Sie sie mit einem Poster-Programm und drucken die einzelnen Bildteile in Din A4 aus, um sie anschliessend zusammenzukleben. Manche Drucker haben sogar eine eigene Poster-Druck-Funktion, einfacher geht es aber mit Programmen wie PosterPrinter und Poster Designer (kostenpflichtig - Testversionen gibts hier). Die kostenlose Alternative heisst Posteriza. Diese Anwendungen teilen Bilder in druckfreundliche Schnipsel auf, die Sie später nur noch zusammenkleben müssen.
Besonders nützlich sind solche Programme für diejenigen, die nur ein schmales Budget für die Dekoration ihres Zimmers oder ihrer Wohnung mitbringen. Wers ordentlich haben will, sollte aber unbedingt auf Fotopapier zurückgreifen. Das verleiht kahlen Wänden dann auch gleich einen schönen Glanzschimmer. Und selbst mit hochwertigem Fotopapier dekorieren Sie Ihre Wände immer noch billiger, als mit den meisten fertig bedruckten Postern aus dem Laden. Und garantiert individueller.
Tipp 2: Entdecken Sie Ihren Sinn für Kreatives
Grand Theft aus Papier
Sie brauchen wirklich kein grosses Starterset oder teure Handwerksgegenstände, um mit dem Bauen von Modellen zu beginnen. Werfen Sie stattdessen mal einen Blick auf Paperkraft, eine Online-Modellbau-Community, die für ihre Werke ausschliesslich Drucker, Papier und Klebeband verwendet. Alles, was Sie tun müssen, ist eine Modellbau-Vorlage von der Webseite ausdrucken, ausschneiden und dann den Bastelanleitungen folgen. Die sind meistens auch noch recht einfach und mit wenigen Handgriffen erledigt. Was genau Sie bauen möchten, hängt von Ihnen ab. Die Modelle reichen von einfachen Kistchen bis hin zu komplexeren Nachbauten wie diesem IBM Thinkpad aus Papier. Der Clou: Auch das komplette Innenleben des Laptops wurde aus Papier akkurat nachgebaut.
Paperkraft.net ist wohl der beste Ort, um mit diesem neuen Hobby anzufangen. Der Blog wird regelmässig mit allen Arten von neuen Modellen aktualisiert. In der Sammlung von Anleitungen finden sich vor allem sehr viele Retro-Technik-Nachbildungen, aber auch Science-Fiction-Gegenstände und Videospiel-Replikate. Unsere Empfehlung: das offizielle Street Fighter II-Set.
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beschriften und spielen

Tipp 3: Beschriften Sie alles!
Egal ob Sie Heftordner beschriften müssen oder Namens-Etiketten auf Ihr persönliches Hab und Gut kleben möchten: Ihr Drucker erledigt diese Jobs mit Leichtigkeit.
Sie können jeden beliebigen Tintenstrahldrucker mit Etikettenpapier füllen und so auf Nummer sicher gehen, dass bald alles im Haus ordentlich beschriftet und gekennzeichnet ist. Mit der richtigen Dokumentvorlage spuckt Ihr Drucker von Adressaufklebern bis hin zu Namensschildchen so ziemlich alles aus. Einige Etikettenpapier-Hersteller bieten sogar passende Software mit ihrem Papier an, die sicherstellt, dass der Druck nachher an der richtigen Stelle auf der Etikette sitzt. Das spart den Frust beim Fehldrucken und gleichzeitig Geld.
Sie können aber auch noch einen Schritt weiter gehen und zum Beispiel endlich Ordnung in Ihre mit Textmarker beschrifteten, selbst gebrannten CDs und DVDs bringen. Allerdings nicht mit Etiketten, sondern mit bedruckbaren CD-Aufklebern. Wenn Sie einen halbwegs aktuellen Drucker von Epson oder HP besitzen, verfügt der mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar über ein spezielles Einzugsfach, das den Tintendruck direkt auf die CD-Oberfläche erlaubt.
Tipp 4: Ihr Drucker ist auch eine Spielkonsole
Dungeons & Dragons Character Builder
Ein Drucker ist natürlich keine ernst zu nehmende Konkurrenz für eine Xbox 360 oder PlayStation 3. Aber mit ein bisschen Vorstellungsvermögen kann er durchaus für Unterhaltung sorgen. Einfache, sogenannte Print-and-Play-Spiele wie Kreuzworträtsel gibt es bereits fertig zum Herunterladen bei Google. Es gibt ganze Webseiten, die sich auf das Thema Drucker-Spiele spezialisiert haben, oder zumindest eine eigene Kategorie dazu führen. Zum Beispiel BoardGameGeek.com. Hier gibt es die meisten Brettspiele zum kostenlosen Download und auch die Sektion Print and Play. Sie ist gut gefüllt.
Ihr Drucker kann Sie alternativ auch beim Spielen unterstützen, statt selbst für Unterhaltung zu sorgen. Wenn Sie zum Beispiel gern das PC-Rollenspiel Dungeons & Dragons spielen, können Sie den kostenlosen D & D Character Builder nutzen. Hier tragen Sie Charaktereigenschaften und Gegenstände im Inventar ein, um stets den Überblick zu behalten und drucken die Seiten anschliessend aus. Oder ist Ihnen mal wieder nach einer Partie Magic: The Gathering, Sie wollen aber kein Geld in neue Sammelkarten investieren? MagicCards.info stellt druckfähige Bilddateien der vielen Spielkarten jeder einzelnen Edition zur Verfügung.
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sparen und Karl Lagerfeld nachmachen

Tipp 5: Sparen und entscheiden Sie wie viel
Druck nur das, was Du willst: Printwhatyoulike
Mittlerweile verfügt nahezu jede Webseite über eine druckfreundliche Version ihrer Inhalte, insbesondere für Ausdrucke von Reservierungen, E-Tickets, Zeitungsartikel oder Stadtkarten. Manchmal ist diese Sparoptik aber alles andere als überragend. Wenn die Tinte gerade knapp ist, druckt die Seite trotzdem nicht ohne Bilder und oft ist das Format so schlecht gewählt, dass massenweise Papier verschwendet wird. Die Webseite PrintWhatYouLike.com hat sich dieses Problems angenommen. Einfach eine beliebige URL eingeben und PrintWhatYouLike wird eine Kopie davon öffnen, in der Sie über eine Sidebar die zu druckenden Textfelder, Bilder und andere Elemente selbst wählen. Sie können Sie sogar neu anordnen und so selbst bestimmen, wie die ausgedruckte Seite am Ende aussieht.
Tipp 6: Entwerfen Sie Ihre eigene Mode
T-Shirts zum Selbstgestalten gibt es bei Onlinehändlern ja zu Genüge. Der Kosten-Nutzen-Faktor geht allerdings ziemlich schnell in die Knie. Mit einem Drucker und einer Bügelfolie gehts jedenfalls deutlich billiger. Denn Bügelfolien gibt es sehr günstig.
Ihr individuelles Kleidungsstück. Auch Data Becker hat die nötigen Folien
Solche Do-it-yourself-Designs sind eine tolle Möglichkeit, selbst die langweiligsten T-Shirts aufzupeppen. Wenn Sie ein Motiv gefunden haben, das Ihnen besonders zusagt, können Sie damit sogar Ihre gesamte Kleidung kennzeichnen und so quasi ein eigenes Label entwerfen. Natürlich müssen Sie sich dabei nicht auf T-Shirts beschränken. Die meisten Bügelfolien funktionieren mit jeder Art von Textil, die zu mindestens 50 Prozent aus Baumwolle besteht. Sie müssen also auch vor Umhängetaschen, Kappen oder sogar Ihrer Unterwäsche nicht Halt machen.
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Partys und Makro-Fotos

Tipp 7: Schmeissen Sie eine Party - Ihr Drucker macht die Deko
Epsons Creative Zone
Eine Party kommt den meisten am allerwenigsten in den Sinn, wenn sie an Drucker denken. Dabei ist die Menge an druckfähigen Party-Dekorationen im Web immens. Ganz offiziell sind solche Druckvorlagen zum Beispiel in Epsons Creative Zone, HPs Creative Studio for Home oder Canons Creative Park zu finden. Hier finden Sie nahezu alles an Party-Zubehör, unterteilt in mehrere Themengebiete von Piraten-Partys bis hin zu Kung-Fu-Panda-Laternen. Auch sehr häufig zu finden: Diverse Deko-Kollektionen von Martha Stewart, in denen Girlanden, Einladungskarten, Tischkärtchen und Namensschilder enthalten sind: für Kinder und Erwachsene.
Tipp 8: Makro-Fotos dank Multifunktionsgerät
Wenn Sie einen Multifunktionsdrucker mit integriertem Scanner besitzen, haben wir hier eine Möglichkeit, diesen zu nutzen: weit ab vom langweiligen Dokumente-Scannen. Benutzen Sie ihn einfach, um Nahaufnahmen zu schiessen. Wie das? Sie legen das Objekt Ihrer Wahl einfach direkt auf die Scanner-Oberfläche und starten den Scan. Im Fachjargon nennt man das Scanographie - und die Ergebnisse können sowohl wunderschön als auch ziemlich bizarr sein.
Ein Beispiel einer erfolgreichen Scanopraphie
Scanner haben allerdings ein Problem beim Fotoschiessen: Sie verfügen über eine eher geringe Tiefenschärfe (meistens nicht mehr als 1,2 Zentimeter) und brauchen sehr viel länger, um ein Objekt zu erfassen als eine Digitalkamera. Die schärfsten Bilder entstehen also, wenn man flache Objekte scanographiert, zum Beispiel Blumen oder Blätter. Dafür ist das Ergebnis bei solchen Objekten um ein Vielfaches hochauflösender und klarer, als es bei einer Digitalkamera jemals sein könnte.
Die entstandenen Bilder können mittels Photoshop oder Paint.net noch effektvoll bearbeitet werden. Aber auch mit anderen Motiven können erstaunliche Bilder entstehen. Versuchen Sie doch mal, ein menschliches Gesicht zu scannen. Die geringe Tiefenschärfe wird den Grossteil des Gesichts in tiefe Schatten hüllen, was sogar einen gewissen künstlerischen Aspekt hat. Wenn sich das Objekt während des Scanvorgangs noch bewegt, entsteht Bewegungsunschärfe. Es gibt unzählige Mittel und Wege, beim Scanographieren kreativ zu sein.
Weiterführender Tipp
Artikel-Special: So können Sie Ihren Drucker aufpeppen
Dieser Artikel stammt von Patrick Miller von unserer Schwesterpublikation PC World.



Kommentare
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Elena.Müller
18.01.2012
Also auch wenn ich nicht vom Fach bin, bin ich mir sicher, dass ein mehrteilig ausgedrucktes Poster mit einigermassen akzeptabler Qualität mehr kostet als wenn man es sich bei einem Fotoonlinedienst gleich ausrucken lässt.

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vansbag
24.04.2012
Sie können versuchen diese WERBELINK ENTFERNT.