Das braucht der perfekte Game-PC

PC kaufen oder selber bauen?

PC kaufen oder selber bauen?

Ist die Ausstattung in Ordnung, spricht nichts dagegen, einen Fertig-PC zu kaufen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man spart eine Menge Zeit und kann bei Problemen den Garantieservice in Anspruch nehmen. Zudem kommt Sie ein Eigenbau-PC nicht mehr viel günstiger. Vor allem die Schweizer Händler Brack, Beck PC, Digitec und STEG computer & electronics sind stark bei Gaming-PCs zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Beck PC bietet zudem im Webshop einen Konfigurator an. Der Wunsch-PC wird anschliessend von Profis zusammengebaut. Bevor man sich für einen fertigen Game-PC entscheidet, sollte man zwei Dinge prüfen: zum einen den Preis, zum anderen die Aufrüstbarkeit. Für den Preisvergleich kann man sich exemplarisch einen Warenkorb mit den Wunschkomponenten zusammenstellen und nachrechnen, wie viel der PC im Eigenbau kosten würde. Ausserdem lohnt sich dazu auch ein kurzer Check auf Preisvergleichsportalen wie toppreise.ch. Achten Sie bei Fertig-PCs vor allem darauf, ob ein namhaftes Hersteller-Motherboard integriert ist, zu dem es eine Bedienungsanleitung gibt. Ist irgendein günstiges China-Brett verbaut, sind die Probleme meistens vorprogrammiert. Sie wissen beispielsweise nicht, ob es mit bestimmten RAM-Riegeln Kompatibilitätsprobleme gibt. Meist sind bei No-Name-Hauptplatinen auch die PCI-Express-Steckplätze ein wenig abgespeckt. Das kann zu einem Konflikt führen, wenn Sie später einmal weitere Adapterkarten oder gar eine zweite Grafikkarte nachrüsten möchten.
In einen Micro-Tower wie den Bitfenix Colossus passt sogar eine lange Grafikkarte rein
Weniger ein Problem ist das bei Eigen-PCs von Schweizer Händlern. Dort werden nur im Handel erhältliche Marken-Mainboards eingebaut. Bei der Betriebssysteminstallation müssen Sie abwägen, ob Ihnen der Zusatzservice einen Aufpreis von ca. 100 Franken wert ist oder ob Sie das selbst tun möchten. Kurz: Die Preisunterschiede zwischen Fertig- und Eigenbau-PCs sind heutzutage minim und man kann sich guten Gewissens einen Komplett-PC kaufen. Der Vorteil bei einem Eigenbau-PC ist die individuelle Konfiguration bis ins Detail und der Spass am Zusammenbauen. Wie das geht, erklärt unser Praxis-Workshop «PC selber bauen – Schritt für Schritt».
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Autor(in) Simon Gröflin



Kommentare
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schnauzerwilly
04.05.2016
schnauzerwilly Bin absolut einverstanden, dass nur PC von Profimarken verwendet werden, denn Dell, HP ect. haben ihre eigenen Betriebssysteme verwenden aber den Namen Windows.Es ist absolut nicht möglich diese Geräte in ein Profisystem zu integrieren. Habe einen Tag versucht ein Labor anzudoggen. Ausser Spesen nichts gewesen ausser Ärger und zuletzt doch meinen empfohlenen PC zu installieren . Dauerte nur eine Std.

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PC-John
04.05.2016
Jaja, ungefähr schon, aber ... Auch HP und Dell verwenden ein Original-OEM-Windows, aber sie haben eigene Ideen, was für den Anwender "gut" sein soll, und was er braucht, um glücklich zu sein mit der Kiste. Dabei hat das Marketing noch eigene (oder sonderbare) Ideen, was alles auf den Prospekt an Features mit drauf sein soll. Vor allem sind es die Treiber für die einzelnen Interface-Systeme, welche mit normal käuflicher Hardware nicht mehr funktionieren, hier ist vor allem Dell ein unakzeptabler Sünder. Und von HP weiss man kaum, wozu alle die Recovery-Partitionen sind, und wozu diese genau dienen. Alle Marken-Hersteller stopfen üblicherweise einen Haufen an (meist fremd-finanzierten) Tools hinein, welche man kaum jemals braucht, und nur das System belasten. Und eine richtig gute Windows-Installation habe ich noch bei keinem Marken-Hersteller gefunden, da diese meistens die Default-OEM-Installation ablaufen lassen. Der einzige Vorteil ist dabei, dass alle Treiber am Schlusse vorhanden sind, wenigstens das. Was nützt es, wenn im grossen Pannen-Fall die Original-Installation mit ein paar Tastenklicks wieder hergestellt werden kann? ALLE DATEN werden dabei überschrieben, und meistens auch die neu erstellten Partitionen, einfach alles, was du jemals an deine Bedürfnisse angepasst hast, ist weg. Zugegeben, was ich hier schreibe, ist für den Normal-User schon etwas schwierig zu verstehen, aber es ist leider so. Was Microsoft mit dem OEM-Windows vorgibt, ist für Professionals bestimmt, leider machen die wenigstens aber die Hausaufgaben. Nur in Gross-Firmen, welche tausende von Maschinen hüten müssen, macht die IT-Abteilung in der Regel gute Arbeit, aber auch nur, wenn sie darf, und die nötigen Resourcen dazu bekommt. PC-John