Frühlingsputz für Windows 10: So machen Sie Ihren PC fit

Windows 10 auffrischen

2. Windows 10 auffrischen

In Windows 10 gibt es die Option, das Betriebssystem neu zu installieren, ohne die gesamte Festplatte plattzumachen. Genau genommen sind es sogar zwei Optionen: Da wäre einerseits das klassische Zurücksetzen per Einstellungs-App und andererseits die Funktion «Sauberer Start» im Windows Defender Security Center. Beide funktionieren ähnlich: Windows wird neu installiert, die persönlichen Daten werden jedoch beibehalten. Es gibt aber auch einige Unterschiede.
Beim Zurücksetzen werden alle Anwendungen gelöscht
Das Zurücksetzen basiert auf einem lokalen Wiederherstellungssystem. Viele PCs haben eine Partition für Rücksetzungsdaten, meistens als Recovery oder ähnlich betitelt. Dort ist eine saubere Version von Windows gespeichert, die per Wiederherstellungsfunktion installiert werden kann. Ist keine solche Recovery-Partition vorhanden, braucht man einen USB-Stick mit einem bootfähigen Windows 10 (mehr auf go.pctipp.ch/1503).
«Sauberer Start» hingegen lädt eine bootfähige Version von Windows direkt aus dem Netz herunter und installiert diese ohne externe Medien oder eine Recovery-Partition. Dafür benötigt man eine Internetverbindung und Zeit sowie Platz für einen 3-GB-Download. Immerhin ist damit garantiert, dass Sie die neuste Version von Windows 10 haben, während die Neuinstallation mittels Recovery-Partition wahrscheinlich eine alte Version installiert, die Sie aktualisieren müssen.
Einen weiteren Unterschied gibt es bei den Applikationen und Einstellungen. Beim Zurücksetzen werden sämtliche Anwendungen (Desktop und Windows Store) entfernt und die Einstellungen des PCs zurückgesetzt. Der «Saubere Start» kann dagegen gewisse Apps und Einstellungen beibehalten. Da nicht ganz sicher ist, welche Einstellungen und Apps behalten werden, ist der «Saubere Start» in dieser Hinsicht nicht wirklich viel nützlicher. Der Unterschied liegt daher hauptsächlich im Wiederherstellungsmedium. Nachfolgend nochmals die Vor- und Nachteile kurz zusammengefasst.
Zurücksetzen
  • Kein Download nötig.
  • Klarheit, was entfernt wird und was nicht.
  • Funktioniert nicht bei allen Geräten.
  • Installiert nicht zwingend die neuste Windows-Version.
Sauberer Start
  • Installiert neuste Windows-Version.
  • Funktioniert bei jedem Gerät.
  • Unklarheit beim Entfernen von Apps und Einstellungen.
  • Benötigt eine Internetverbindung und einen 3-GB-Download.
Beide Varianten sind einfach durchzuführen. Wählen Sie fürs Zurücksetzen den folgenden Weg: Gehen Sie zu den Einstellungen (Windowstaste+i). Greifen Sie zu Update & Sicherheit/Wiederherstellung und danach unter Diesen PC zurücksetzen zur Schaltfläche Los geht's.
Greifen Sie in diesem Fenster zum ersten Punkt
Daraufhin erhalten Sie eine Auswahl, ob Sie Ihre Dateien behalten möchten oder den PC komplett plattmachen wollen. Wählen Sie den ersten Punkt. Ein weiterer Bildschirm zeigt Ihnen an, welche Apps durch den Vorgang entfernt werden. Es handelt sich dabei um sämtliche Desktop-Apps und Store-Apps, die nicht Teil von Windows selbst sind. Sie erhalten eine letzte Möglichkeit, den Vorgang abzubrechen, und eine Übersicht darüber, was alles beim Zurücksetzen entfernt wird.
Der Vorgang kann je nach Hardware eine Weile dauern. Nach dem Zurücksetzen müssen Sie diverse Windows-Einstellungen neu vornehmen und alle gewünschten Anwendungen neu installieren. «Sauberer Start» ist nicht viel komplizierter. Sie beginnen am gleichen Ort wie zuvor und wählen dieses Mal zuunterst den blauen Link Erfahren Sie, wie Sie mit einer Neuinstallation von Windows durchstarten.
Sauberer Start funktioniert genauso einfach wie das Zurücksetzen
Dies leitet Sie weiter in das Windows Defender Security Center. Sie erhalten eine kurze Erklärung und können den Vorgang mit einem Klick auf Erste Schritte starten. Nach einigen weiteren Informationen geht es los. Der Vorgang kann eine Weile dauern – je nach Hardware und Internetverbindung.
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