Testcenter 06.10.2021, 09:39 Uhr

Im Test: Sony WF-C500

Sony lanciert einen Budget-In-Ear-Kopfhörer. Was können die Stöpsel fürs schmale Portemonnaie? PCtipp testet.
(Quelle: Sony)
Sonys neuster Wurf heisst WF-C500 und spricht eine tendenziell jüngere Zielgruppe mit schmalem Budget an – reiht sich damit also ein bei Oppo mit dem Enco Free oder Huawei mit den FreeBuds 4i. Sony verspricht (natürlich) ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis, eine gute Akkuleistung und einen hohen Tragekomfort. Wir fragen uns: Wo werden Einsparungen gemacht? Die Kopfhörer sind den WF1000 XM4 zumindest in Sachen Formfaktor ähnlich, nämlich auch knopfartig geformt. Sie werden in einer kleinen Schale geliefert, samt einer Kurzanleitung auf der Innenseite und einer Anleitung zum Herunterladen von Sonys Connect-App. Zum Zubehör gehören ebenfalls ein kleines USB-C-auf-USB-A-Kabel und zwei zusätzliche Paare von Silikon-Ohrstöpseln in verschiedenen Grössen. Die App führt durch alle wichtigen Funktionen und den Kopplungsprozess der Hörer. Nach einmaligem Pairing sind sie dann automatisch bereit zum Koppeln, sobald man sie aus der Hülle nimmt.

Erster Eindruck

Mein erster Eindruck vom Gehäuse des WF-C500 war nicht der beste. Der Look und die Verarbeitung kamen mir etwas billig vor. Allerdings ist das häufiger der Fall bei Hörern dieser Preisklasse. Dennoch sieht die transparente Oberseite der Schale nicht schlecht aus.
Die abgerundeten Hörer sind leicht und verfügen über echte Steuertasten – also mit Druckknöpfen. Glücklicherweise lassen sie sich leicht drücken, sodass die Pods bei der Bedienung nicht zu sehr ins Ohr gedrückt werden – dennoch ist es nicht das angenehmste Gefühl. Insgesamt vermitteln die Hörer einen gut verarbeiteten Eindruck. Das ergonomische Design sorgt für einen festen Sitz, der das stundenlange Tragen erleichtert, und die IPX4-Wasserbeständigkeit bietet einen soliden Schutz vor den Elementen.
Beeindruckend ist die Akkulaufzeit, die sogar mit dem Flaggschiff WF1000 XM4 mithalten kann: Die WF-C500 liefen im Test 10 volle Stunden, ohne nachzuladen. Sony gibt an, dass die Laufzeit etwas kürzer sein kann, wenn man zusätzlich Features wie den EQ verwendet. 10 Minuten Ladezeit resultiert in einer zusätzlichen Stunde Musik.
Natürlich ist bei TW-Kopfhörern die Wiedergabezeit nur die halbe Miete. Auch die Ladeschale ist wichtig. Und hier kommt der «Spardruck» zum ersten Mal richtig zur Geltung: Das Gehäuse des C500 lädt nur einmal wieder auf. Man kommt also insgesamt im Idealfall auf 20 Stunden. Das ist weniger als bei vielen anderen Angeboten in ähnlicher Preislage.
Die Bedienelemente des WF-C500 sind relativ einfach. Durch Tippen auf die rechte Taste werden alle Wiedergabeoptionen (Wiedergabe/Pause, Überspringen von Titeln und Kontakte Anrufen) gesteuert, während ein Halten den Sprachassistenten aufruft. Die linke Taste dient der Lautstärkeregelung: tippen, um die Lautstärke zu erhöhen, gedrückt halten, um sie zu verringern. Allerdings ist es – wie bereits erwähnt – je nach Gehörgang etwas unangenehm, wenn man die Taste längere Zeit gedrückt hält.
Dennoch ist die integrierte Lautstärkeregelung eine der praktischsten Funktionen der kabellosen Ohrhörer – dafür sucht man vergeblich nach ANC oder Transparenz-Modus, was in diesem Preissegment aber auch überrascht hätte.



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