Im Test: Sony WH1000XM5

Noise Cancelling

Die Geräuschunterdrückungstechnologie von Sony hat uns in den letzten Jahren immer wieder beeindruckt und auch beim WH-1000XM5 wird behauptet, dass sie die beste in der Branche sei. Sony war dieses Jahr bestrebt, die adaptive Geräuschunterdrückung zu verbessern und gewisse hochfrequente Geräusche auszublenden. Sony hat in diesem Zug den Prozessor V1 eingebaut, der erstmals in den TW-Kopfhörern WF-1000XM4 zum Einsatz kam (hier gehts zum Test). Zudem hat Sony die Anzahl der Mikrofone im WH-1000XM5 auf acht erhöht.
Neu optimiert der XM5-Kopfhörer die Geräuschunterdrückung automatisch, wenn man sich bewegt. Dies geschieht in Verbindung mit der Kopfhörer-App von Sony und der Funktion Adaptive Sound Control, die erfasst, wo der Kopfhörer getragen wird. Alternativ können Sie zwischen der Geräuschunterdrückung und dem Ambiance-Sound-Modus des Kopfhörers wechseln, indem Sie die entsprechende Taste am Rand der linken Hörmuschel drücken.
Flo mit dem XM5 vor einer Londoner U-Bahn-Station
Quelle: PCtipp.ch
Das ANC habe ich verschiedentlich getestet, unter anderem in einer Londoner U-Bahn zur Rushhour sowie im neuen Stadion der Tottenham Hotspurs (als passionierter West-Ham-Anhänger war mir gar nicht daran gelegen, deren Anfeuerungsrufe zu hören). Bei der Geräuschunterdrückung kann Sony also wieder einmal überzeugen. Sowohl schnell wechselnde Geräusche als auch statisches «Donnern» von der Tube kann der XM5 wegfiltern.

Sound

Beim Sound gibt es seit jeher – nebst dem eigentlichen Musikhören – die Kategorie Telefonieren. Und auch hier kommen die insgesamt acht verbauten Mikrofone zum Einsatz. Das war bis anhin die Schwäche der 1000X-Serie, aber der XM5 hat sich hier wesentlich nachgebessert. Vor allem für das Gegenüber. Während beim XM4 die Qualität für den Träger immer bestens war, hat das Gegenüber manchmal über viele Nebengeräusche geklagt. Dies hat sich nun weitestgehend erledigt.
Beim Musikhören selbst kann man definitiv (noch) mehr Klarheit und Offenheit feststellen. Beim Tiefton ist der XM5 ein gutes Stück präziser als sein Vorgänger. Generell hat man das Gefühl von mehr Separation zwischen den einzelnen Elementen und einem grösseren Detailreichtum. Und auch der Bass kommt nicht zu kurz. Das Ganze geht übrigens bis zu 40 Stunden ohne Noise Cancelling und 30 Stunden, wenn man die Aussenwelt abschalten will – zumindest akustisch.

App

Lohnt sich die App? Um es kurz zu machen: Ja. ANC-Optimierung, ein starker Equalizer, Steuerung editieren und nicht zuletzt: Firmware-Updates für den Kopfhörer.

Fazit

Manchmal wünsche ich mir, dass sich Sonys WH1000 XM5 zusammenklappen liesse. Das ist aber auch schon alles, was mir fehlt. Jetzt stellt sich die Frage, ob man sich den Kopfhörer zum stolzen Preis von 449 Franken kaufen soll. Nun: Wenn Sie einen XM4 besitzen und nicht gerade einen Dagobert-Duckschen Geldspeicher besitzen, können Sies vermutlich bleiben lassen. Ist Ihr Kopfhörer schon älter oder suchen Sie aus anderen Gründen gerade nach einem Over-Ear-Kopfhörer, dann sollten Sie den XM5 unbedingt in Betracht ziehen, es lohnt sich.

Testergebnis

Sound, ANC, Akku
Nicht mehr zusammenklappbar

Details:  Over-Ear-Bluetooth-Kopfhörer, acht integrierte Mikrofone, aktive Geräuschunterdrückung, NFC, LDAC, DSEE Extreme, High-Resolution Audio, Bluetooth 5.2, Betriebsdauer: 40 Stunden ohne ANC, 30 Stunden mit ANC

Preis:  Fr. 449.–

Infos: 
sony.ch



Kommentare
Es sind keine Kommentare vorhanden.