Testcenter 01.06.2021, 10:00 Uhr

Sennheiser IE900 im Test

Die Edel-Kopfhörer für Audiophile. Ob sich es lohnt, einen vierstelligen Betrag für In-Ear-Kopfhörer auszugeben, erfahren Sie in diesem Test.
(Quelle: Sennheiser)
Der neue In-Ear-Kopfhörer IE 900 von Sennheiser hat ein sehr spezielles, eigenes Design, dessen Materialien und Fertigung für die bestmögliche Klangqualität sorgen sollen. Das ist auch nötig, denn das Gerät schlägt mit 1499 Franken zu Buche. Die kabelgebundenen In-Ears haben einen einzelnen Treiber (7 Millimeter) in jedem Ohrstück, ein speziell geformtes Alu-Gehäuse beherbergt diesen und soll zudem für mehr Resonanz sorgen.
Hochwertige kabelgebundene In-Ears sind mittlerweile fast selten geworden, was hinsichtlich der ebenfalls abnehmenden Tendenz von Klinkenbuchsen bei Mobilgeräten Sinn ergibt – und auch, weil bei In-Ears schon immer eher die platzsparende Tragbarkeit und Konnektivität Priorität hatte. Dazu kamen später Technologien wie Geräuschunterdrückung und App-Steuerung, was früher eher grossen Over-Ears vorbehalten war. Bei diesem Gerät ist es anders: Soundqualität steht über allem, weshalb ein Kabel die logische Wahl ist.

Verarbeitung und Komfort

Hochwertige In-Ears – mit entsprechendem Preis – leiden immer etwas darunter, dass sie aufgrund ihrer Bauform etwas geringgeschätzt werden. Deswegen dürfte dem ein oder anderen User kurz die Luft wegbleiben, wenn er das Preisschild des IE 900 anschaut. Sennheiser hat seinerseits das beste getan, um die Plugs auch optisch hochwertig aussehen zu lassen.
Der IE 900 ist in einer hübschen Schachtel verpackt und wird mit sechs Paar Ohrstöpseln geliefert, die wiederum in einer Schaumgummi-Schablone sicher untergebracht sind – und nicht etwa in einem der üblichen Einweg-Plastiksäckchen die, einmal aufgerissen, den todsicheren Verlust des ein oder andern Ohrstöpsels bedeuten. Es gibt drei 1,2 m lange Kabel; eines hat einen Standard-3,5-mm-Stecker und zwei sind mit 2,5-mm- bzw. 4,4-mm-Enden versehen. Schade: Eine Fernbedienung am Kabel sucht man vergebens – so bleibt die Steuerung der Musik dem Zuspieler überlassen.
Im Inneren zeigt sich die Arbeit von Sennheiser am deutlichsten. Die Ingenieure haben sich für einen einzelnen Treiber entschieden (7 mm) und nicht für den verbreiteten Ansatz mit mehreren Einheiten. Die einzelnen Chassis vermeiden die Verzerrungen, die eine Schaltung mit mehreren Chassis brächte und sorgen für ein Optimum an Synchronität.
Die Ohrhörer sind angenehm zu tragen, allerdings wird zu Beginn eine gewisse Angewöhnungszeit benötigt. Zudem muss man in der Praxis bemängeln, dass das Kabel, beispielsweise bei Reibung an Kleidung, störende Nebengeräusche produziert.



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