Tests 13.09.2019, 11:59 Uhr

Test: smarter Lautsprecher Ikea Symfonisk

Der Möbelhersteller Ikea lanciert mit Symfonisk eine Tischleuchte mit Lautsprecher-Box, die vom Soundspezialisten Sonos stammt. PCtipp hat die smarte Licht-Lautsprecher-Kombination getestet.
Ikeas Symfonisk braucht eine LED-Lampe (Sockel E14)
Quelle: Ikea
Zuerst ein Wort über Ikeas spannende (neue) Produktausrichtung: Der Möbelhersteller baut seine Smart-Home-Reihe ab sofort kontinuierlich aus und lanciert dazu mit der Produktreihe «Symfonisk» zwei unterschiedliche Lautsprecher-Systeme. Das günstigere, das – horizontal aufgebaut – als Regal verwendet werden kann, sowie die hier getestete Tischleuchte-Lautsprecher-Kombination.
Aufgebaut ist Ikeas Tischlampe Symfonisk (Preis: Fr. 199.–) ganz schnell: Im ersten Schritt wird die «untere» Einheit aufgestellt – sprich der Standfuss und die Lautsprecher-Box. Danach lässt sich das Leuchtmittel (E14) in die obere Öffnung der Lampe schrauben. Dieses nötige LED-Leuchtmittel muss allerdings dazugekauft werden, da es nicht zum Standardlieferumfang von Symfonisk gehört. Im letzten Schritt wird der Glasschirm direkt in die Oberseite der Box eingeklickt und die gesamte Lampe an einer Steckdose angeschlossen. Damit ist die Lampe schon aufgebaut und als Leuchtmittel betriebsbereit.
Lesen Sie auf der nächsten Seite: Design und Inbetriebnahme

Design und Inbetriebnahme

Design und Inbetriebnahme

Ikea Symfonisk: Der smarte Lautsprecher ist Teil der Lampe
Quelle: Ikea
Das Design der gesamten Tischleuchte ist Ikea-typisch als dezent oder auch unauffällig zu bezeichnen – wie man es eben sehen mag: Die Sonos-Box verbirgt sich hinter einem grauen, gespannten Leinenstoff. Knapp unterhalb der Mitte der Box befindet sich ein Drehregler, mit dem sich die Leuchte schlicht ein- und ausschalten lässt. Dimmen geht nicht in dieser Konstellation. Dafür wird das Haus-eigene Tradfri-System (inklusive der gleichnamigen App) benötigt. Wer allerdings ein Hue-Lampensystem des Herstellers Philips besitzt, kann die Symfonisk-Lampe daran mitbetreiben. Abgerundet wird die Ausstattung mit einem LAN-Anschluss, der dann wichtig wird, wenn die WLAN-Verbindung, über welche die Box verfügt, aufgrund der ungünstigen Funkverbindung nicht greift. Ausserdem können die Symfonisk-Lautsprecher auch über den Google Assistant oder auch Amazon Alexa sprachgesteuert betrieben werden.
Sonos-App: verschiedene Streamingdienste
Quelle: Ikea
Um nun über die integrierte Lautsprecher-Box auch Musik wiederzugeben, ist die Sonos-App notwendig, die kostenlos über die App-Stores von Apple (iOS-Version) oder Google (Android) auf das entsprechende Smartphone heruntergeladen werden kann. Auch hier verläuft die Installation einfach und ist schnell erledigt. Dabei agiert der am Netzwerk angeschlossene Router quasi als Vermittlungsstelle. Das Mini-Tool baut, nach der Registrierung des Anwenders (E-Mail und Passwort als Login sind nötig), über ihn eine Verbindung zum Lautsprecher per WLAN auf, um sich mit dem Klanggeber dauerhaft zu verbinden. Der gesamte Prozess wird von einem gelungenen Schritt-für-Schritt-Assistenten begleitet, der wirklich nur sehr wenig Spielraum für Falscheingaben lässt.
Im letzten Schritt der softwareseitigen Grundeinrichtung kann der Anwender nun aus einer Vielzahl an Streamingdiensten wählen, die dann zur Sonos-App hinzugefügt werden. Möglich sind u.a. Apple Music, Google Play Music, Deezer bis hin zu Spotify. Die komplette Auswahl an Musikdiensten lässt sich im Hauptmenü unter «Musikdienste hinzufügen» auswählen. Selbstverständlich können aber auch die auf dem Handy gespeicherten lokalen Songs über den Sonos-Player wiedergegeben werden. Unterstützt werden die Audio-Formate AAC, FLAC, M4A, MP3, MP4, OGG und WAV. Zum Schluss dieser Einrichtung kann der smarte 2-in-1-Lautsprecher noch mit einem (Raum-)Namen versehen werden, was in einer mehrstöckigen Wohnung oder in einem Haus durchaus hilfreich sein kann.
Lesen Sie auf der nächsten Seite: Soundqualität und Fazit

 Soundqualität und Fazit

Soundqualität

Da es sich zudem um ein Multiroom-Soundsystem handelt, lässt sich der Lautsprecher in einem entsprechenden Verbund separat oder auch gezielt in einer getrennten Gruppe ansteuern. Die Idee: Lautsprechergruppen, die räumlich voneinander getrennt stehen oder sich auf verschiedenen Etagen befinden, lassen sich so jeweils mit einem anderen Sound belegen. Aber auch das geht schnell von der Hand: Dazu wird unter dem Menüpunkt Räume die entsprechende Gruppe mit den Lautsprechern hinzugefügt, danach noch das abzuspielende Lied oder der Streamingdienst ausgewählt. Fertig.
Ikea Symfonisk: die drei Tasten zur Steuerung der Soundwiedergabe
Quelle: Ikea
Architektonisch verbaut Sonos in der Symfonisk-Lampe eine Kombination aus Hoch-, Mittel- und Tieftönern. An der Klangqualität gibt es, gerade in Anbetracht des günstigen Preises, nur wenig zu monieren. Die etwa 40 Zentimeter grosse Box mit einem Durchmesser von 18 Zentimetern verfügt gleichermassen über einen «gesunden» Bass wie auch präzise Höhen. Selbst wenn die Musik sehr leise wiedergegeben wird (einstellbar über die App oder auch direkt am Lautsprecherfuss über die «+»- und «-»-Taste), bleibt das Klangbild sauber. Apropos Tasten: Um das nächste anstehende Lied abzuspielen, muss die in der Mitte befindliche «Play»-Taste zweimal gedrückt werden. Drückt man sie hingegen dreimal schnell hintereinander, springt der Player wiederum auf Start zurück, was doch etwas umständlich ist. Ein Kritikpunkt ist dabei sicherlich der, dass es sich um Monosound handelt, der von der Box wiedergegeben wird. Um Stereosound zu bekommen, lassen sich immer nur zwei identische Lautsprecherpaare zusammenfassen. Auch einen Audio-Ausgang, mit dem sich die Box mit einer Soundanlage koppeln lassen würde, sucht man beim Symfonisk-Modell vergeblich.

Fazit

Ikeas Symfonisk ist eine prima funktionierende 2-in-1-Lautsprecher-Box. Sie lässt sich nicht nur schnell einrichten, auch an der Soundqualität – sieht man von den genannten, kleineren Defiziten ab – ist nur wenig auszusetzen.

Testergebnis

Preis, unauffälliges Design, App, Bedienung, Streamingdienste, Inbetriebnahme, Soundqualität
Leuchtmittel (E14, 7 Watt) muss dazugekauft werden, Mono-Sound, kein Audio-Ausgang

Details:  Smarte Tischlampe (Licht-Lautsprecher-Kombination), WLAN, LAN, Tasten für: «Play», «Lauter», «Leiser», Sonos-App, Sprachsteuerung, Multiroom-fähig, koppelbar mit Sonos-Lautsprechern, div. Streamingdienste, Podcasts, lokale Soundwiedergabe, 2 Jahre Garantie. (Unsere Bewertungsskala reicht von 1 bis 5. Die Bestnote ist 5.)

Preis:  Fr. 199.–

Infos: 
www.ikea.ch

Leserwertung

Jetzt abstimmen!
Was halten Sie vom Produkt?



Kommentare

Es sind keine Kommentare vorhanden.