Tests 15.06.2016, 09:45 Uhr

Test: Teufel Concept E 450 Digital

So einen Teufel lässt man gerne in die Wohnung.
Beim Auspacken der Teufel Concept E 450 Digital meint man zuerst, der Postbote habe aus Versehen das Cajón von Hafthór Björnsson zugeschickt bekommen. Der Subwoofer ist in echt deutlich grösser, als es auf den Bildern aussieht und wahrlich ein Prachtsexemplar. Für das 25-kg-Teil brauch man definitiv einen speziellen Platz in der Wohnung. Einfach schnell unter den Tisch schieben geht nicht. Ausser ein paar Logos auf der Oberseite, den Anschlüssen auf der Rückseite und der Steuerung auf der Front ist der Obisidianmonolith eher minimalistisch gehalten.
Das Steuerelement sieht speziell aus, wirkt aber leider etwas veraltet
Die Steuerung ist dann auch das auffälligste Merkmal, mal abgesehen von der Grösse. Die einzelnen «Tasten» sind auf eine glänzende Platte markiert, unter der sich Touch-Buttons befinden. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handle sich um eine Plastikfolie, unter der sich ein richtiges Display versteckt. Allerdings sind die weissen Markierungen bereits die Tasten an sich. Darunter befinden sich lediglich LEDs, die Informationen passend erleuchten.
Wie von Touch-Steuerungen gewohnt ist die Bedienung äusserst einfach. Menüs gibt es keine. Alles was markiert ist, kann gedrückt werden und meldet mit weissem Licht, ob es nun ein- oder ausgeschaltet ist. Eingestellt kann fast alles werden. Lautstärke, sowohl insgesamt als auch für einzelne Lautsprecher, Anschlüsse, Bluetooth oder Lautsprechersettings können alle direkt per Fingerdruck eingestellt werden. Nicht die optisch schönste Variante aber auf jeden Fall effizient.
Auch die Satellitenboxen sind simpel gehalten. Ganz in schwarz mit hartem Metallgitter über den Boxen fallen die Boxen genau genug auf, um bemerkt zu werden, aber nicht abzulenken. Die Lautsprecher an sich schimmern mit ihrem silbernen Rand leicht durch das Metallgitter durch. Alle vier Satelliten sind baugleich und können an jeder Position angebracht werden. Einzig der Centerspeaker ist auf seine Position fixiert.
Den massiven Subwoofer kann man auch als Couchtisch verwenden
Die Installation verläuft ziemlich üblich. Der Subwoofer wird mit dem Stromnetz und den Audiogeräten verbunden. Die e 450 bietet diverse analoge und digitale Inputs, unter anderem auch USB. Beim Anschliessen der Satelliten muss/darf man noch selbst verkabeln. Teufel liefert 30 Meter Audiokabel mit, das man selbst zuschneidet. Die Kabel werden dann in Spannklemmen an den Boxen und dem Subwoofer festgemacht. Die Puck-Fernbedienung verbindet sich per Bluetooth mit der Anlage und steuert die Lautstärke der gesamten Anlage. Leider ist der Puck, wenn auch praktisch, etwas wacklig verarbeitet und pass farblich nicht zum Rest.
In der Königsdisziplin Klang gibt es nicht viel an der e 450 auszusetzen. Center und Satelliten liefern klaren Klang, den man von günstigeren Modellen einfach nicht kennt. Besonders Dialoge und Gesangsstimmen profitieren von den Speakern. Auch der gigantische Subwoofer tut seinen Dienst, womöglich sogar etwas zu gut. Es braucht nicht viel, um mit der e450 die Bude zum Wackeln zu bringen. Einzig die Frequenzen der unteren Mitte, also etwas höhere Basstöne, respektive tiefere Mitten sind etwas untervertreten. Ansonsten deckt sie das gesamte Klangspektrum ausgezeichnet ab.

Fazit

Wer klaren Klang für Filme, Musik und Games sucht, wird diesen hier finden. Die Teufel Concept E 450 Digital ist nicht nur eine schöne Audioanlage, sondern überzeugt auch akustisch. Einige Schwächen gibt es dennoch, vor allem bei der Steuerung. Das Touch-Interface an der Hauptstation ist zwar einfach zu bedienen, wirkt aber etwas veraltet. Die Puck-Fernbedienung verdient zudem den Namen Fernbedienung fast nicht, da sie lediglich die Lautstärke regelt und optisch nicht zum Rest des Systems passt. In dieser Preisklasse kann man mehr erwarten. Der letzte Knackpunkt ist die Grösse des Subwoofers, den man schon fast als Single-Esstisch zweitverwenden könnte. Aber was tut man doch nicht alles für grossartige Soundqualität.

Testergebnis

Klang, Qualität, Verarbeitung
Steuerung, Puck-Fernbedienung wirkt billig

Details:  5.1 Soundsystem mit Bluetooth-Fernsteuerung, 32-20'000 Hz, 19mm Tweeter, 80mm Midrange, 300mm Subwoofer

Preis:  Fr. 660.-

Infos: 
teufel.ch

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