Tests 11.10.2013, 07:00 Uhr

Im Test: Samsung Galaxy Tab 3 8.0

Die wohl erfolgreichste Android-Tablet-Reihe erhielt eine willkommene Auffrischung. Wir haben das neue 8-Zoll-Modell von Samsung getestet.
Die erfolgreichen Tablets aus Samsungs Galaxy-Tab-Familie gibts mittlerweile bereits in der dritten Generation. Interessenten haben die Wahl zwischen den Bildschirmgrössen 7, 8 und 10.1 Zoll. In unserem Test befassen wir uns mit der goldenen Mitte, dem 8-Zoll-Modell. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich nicht nur nach Bildschirmgrösse und – Auflösung, sondern auch bei den weiteren Spezifikationen.
Handliche Grösse, angenehmer Bildschirm
Der 8-Zoll-Bildschirm unseres Testmodells hat unserer Meinung nach eine sehr angenehme Grösse (iPad Mini lässt grüssen). Das nur 7,4 mm dünne Tablet ist immer noch sehr handlich, auch dank des geringen Gewichts von nur etwas über 300 Gramm, und lässt sich somit problemlos einhändig halten. Wie bei 7-Zoll-Tablets wird das Galaxy Tab 3 8.0 vorwiegend im Hochformat gehalten. Dann befinden sich auch die drei Tasten inklusive des wie bei Samsung üblich physischen Home-Buttons unterhalb des Bildschirms. Die Auflösung von 1200 x 800 Bildpunkten geht in Ordnung, auch wenn es natürlich schärfere Mitbewerber gibt. Dennoch hat uns der Bildschirm ganz gut gefallen, zumal er auch sehr hell ist.
Das Galaxy Tab 3 8.0 gibts nebst Weiss auch noch in Braun
Verarbeitung nicht einwandfrei
Etwas weniger gut gefallen hat uns die Materialanmutung. Wie man es von Samsung kennt, wurde mit Plastik nicht gespart. Die glatte Rückseite fühlt sich allerdings nicht sehr gut an und wird schnell rutschig. Auch bei der Verarbeitung gibt es etwas zu beanstanden. Bei unserem Testgerät tat sich ein sichtbarer Spalt zwischen der rückseitigen Abdeckung und dem Rahmen auf, mehr noch, wir konnten die Abdeckung mit dem Fingernagel sogar etwas anheben. Das sollte nun wirklich nicht sein, denn die Abdeckung lässt sich eigentlich beim Galaxy Tab 3 gar nicht entfernen. Fairerweise muss aber gesagt sein, dass sich unser Testgerät schon in anderen Händen befand, der Schaden dürfte somit wahrscheinlich von vorangegangenen Testern stammen.
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Leistung, Software und Fazit

Solide Leistung
Im 8-Zoll-Modell ist ein 1,5 GHz schneller Dual-Core-Prozessor verbaut, dazu gibts 1,5 GB RAM. Solide, aber wenig spektakuläre Werte also. Entsprechend sind auch keine Geschwindigkeitsrekorde zu erwarten, gegenüber dem Vorgänger Galaxy Tab 2 sollte aber leistungsmässig eine klare Steigerung erkennbar sein. Bei den alltäglichen Aufgaben wie dem Surfen im Internet kommt kaum einmal das Bedürfnis nach mehr Leistung auf.
Gut: Das Galaxy Tab 3 8.0 verfügt über einen microSD-Slot, der Speicher (ab Werk sind es 16 GB) lässt sich also erweitern. Mehr schlecht als recht schnitt in unserem Test die rückseitige 5-Megapixel-Kamera ab. Die Aufnahmen waren sehr unscharf und verpixelt. Dafür gefielen uns die Lautsprecher des Samsung-Tablets gut, die Lautstärke ist sehr ordentlich.
Ein Samsung durch und durch
Praktisch: Dank Multi-Window lassen sich zwei Apps untereinander anzeigen
Zur Benutzeroberfläche und Software gibt es nicht viel zu sagen – wer Samsungs Smartphones kennt, wird sich auch auf den neuen Galaxy Tabs sofort heimisch fühlen. Einige Ansichten wie z.B. die Einstellungen wurden zwar für den grösseren Tablet-Bildschirm optimiert, insgesamt bleibt Samsung aber seinem Touchwiz-Design treu. Ein Wiedersehen gibts auch mit diversen bekannten Samsung-Funktionen wie Smart Stay, S Voice, S Translator oder Group Play. Das gilt ebenso für die Multi-Window-Funktion, dank der wir bequem zwei Apps neben- oder untereinander anzeigen können.
Das Galaxy Tab 3 8.0 ist optional auch mit 32 GB Speicher sowie mit einem SIM-Karten-Slot (4G) zu haben, wofür man allerdings einen ziemlich saftigen Aufpreis bezahlt.
Fazit: Mit seiner handlichen Grösse und dem sehr passablen Bildschirm ist das Galaxy Tab 3 8.0 eine gute Wahl für jene, denen 7-Zoll-Tablets wie das Nexus 7 von Google zu klein sind. Bei Verarbeitung und Leistung kann das Samsung-Tablet allerdings nicht ganz mit Googles Klassenprimus mithalten.



Kommentare
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Hannes Weber
14.10.2013
Hallo bueso20 Nein daran liegt es nicht, die Hauptkamera hat einen Autofokus und der Fokus lässt sich auch manuell festlegen.