Tests 07.12.2009, 11:52 Uhr

Microsoft gegen Google

PCtipp hat die bürotauglichen Webdienste und Programme von Microsoft und Google gegeneinander antreten lassen – sie alle sind gratis & gut, aber was ist besser?
Zum Verwalten von Terminen, zum Mailen oder fürs Übersetzen von Texten benötigen Sie keine Software. Alles lässt sich bequem und gratis per Webbrowser erledigen. Ein weiterer Vorteil: Sie haben auf jedem PC mit Internetzugriff Zugang zu Ihren Mails und Terminen.
Google Kalender erinnert per Mail oder Pop-up-Fenster an Termine
Google-Kalender vs. Windows Live Kalender
Die Benutzeroberfläche der beiden Webkalender sieht sehr ähnlich aus. Bei Google ist sie aber übersichtlicher. Nach dem Login bei Google respektive Microsoft erscheint auf der linken Seite der aktuelle Monat in der Gesamtübersicht. Tage mit Terminen hebt Google fett hervor; Microsoft tut dies leider nicht. Einen neuen Termin tragen Sie bei beiden Anbietern per Doppelklick auf den entsprechenden Tag ein. Es ist auch möglich, eine Zeitspanne mit der Maus auszuwählen und den Termin so anzulegen.
In den Termindetails lassen sich bei beiden Anbietern Erinnerungen erstellen. Beim Google-Kalender erhalten Sie wahlweise per E-Mail oder Pop-up-Fenster einen Hinweis. Microsoft unterstützt nur Erinnerungen per E-Mail. Dafür bietet der Kalender zusätzlich eine Aufgabenliste. Dieses praktische Feature sucht man bei Google vergeblich.
Fazit: Beide Webkalender sind einfach zu bedienen und klar strukturiert. Die Unterschiede bei den Funktionen sind nur gering.
Google mail vs. Windows Live mail
Sie erreichen hier die Mailplattform von Google und die von Microsoft. Bei beiden sehen Sie nach dem Login so-fort den Posteingang und die neu eingetroffenen E-Mails. Die Oberfläche von Windows Live Mail wirkt angenehmer und zurückhaltender als die von Google Mail (kurz Gmail). Zudem sind in der Leiste auf der linken Seite sämtliche Nachrichtenordner eingeblendet. Google versteckt hingegen den Spam-Ordner und den Papierkorb standardmässig in einem Untermenü.
Für Mails stellt Google derzeit einen Speicherplatz von 7,3 GB bereit. Dieser Wert wächst stetig. Ähnlich ist es bei Microsoft: Jeder Nutzer erhält standardmässig 5 GB Kapazität, Tendenz steigend. Im Unterschied zu Google ist bei Microsoft allerdings nirgends ersichtlich, wie viel Speicherplatz effektiv vorhanden ist.
Fazit: Trotz höherer Speicherkapazität zieht Google den Kürzeren. Die Benutzeroberfläche von Windows Live Mail ist angenehmer zu bedienen als die von Google Mail.
Google Übersetzer vs. Bing Translator
Die Oberfläche des Google Übersetzers kommt sehr schlicht daher. Im Gegensatz zum Dienst von Microsoft umfasst er aber mehr als dreimal so viele Sprachen. Ausserdem gibt es die Möglichkeit, Dokumente hochzuladen und zu übersetzen.
Microsofts Bing Translator will die Ausgangssprache automatisch erkennen. Im Test funktionierte dies allerdings nicht. Selbst die einfachen Wörter «Baum», «Haus» oder «Buch» ordnete der Dienst dem Englischen zu. Das Übersetzen klappte erst, als manuell die korrekte Sprache gewählt wurde – und auch dann sehr dürftig. Den einzigen Pluspunkt erhält Microsofts Bing Translator bei der Ergebnisanzeige. Das Original und die übersetzte Variante werden nebeneinander dargestellt. Das bringt aber nichts, wenn der Dienst wie in unserem Test oft versagt.
Google konnte die englische Webseite unserer Schwesterzeitschrift Computerworld auf Anhieb ins Deutsche übersetzen. Auch hier ist aber die Grammatik sehr dürftig.
Fazit: K.-o.-Sieg für Google. Microsofts Bing Translator versagte beim Übersetzen von Webseiten völlig und bietet weniger Sprachen.
Google Toolbar vs. Windows Live Toolbar
Toolbars erweitern Webbrowser um eine Menüleiste mit Zusatzfunktionen. Da die Toolbars von Microsoft und Google aber schwerfällig und überladen sind, empfehlen wir Ihnen keine der beiden. Ihre einzige hilfreiche Funktion ist der Direktzugriff auf die Websuche. Dieser ist mittlerweile sowohl in Firefox als auch im Internet Explorer standardmässig integriert. Die Toolbars werden gerne bei der Installation von kostenlosen Microsoft- oder Google-Programmen angeboten. Lehnen Sie das jeweils ab.
Fazit: Beide Toolbars bringen mehr Nachteile als Vorteile. PCtipp rät von einer Installation ab.

Autor(in) Reto Vogt


Kommentare

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dzs
07.12.2009
Schwierig Die haben schon Einsatz gezeigt. Die automatische Übersetzung ist eine ***** S E H R ***** schwierige Aufgabe. Für eine gute Übersetzung muss der Text VERSTANDEN werden. Dazu ist viel Wissen über die Welt, in der wir leben nötig. Zuerst braucht man leistungsfähige Parser etc etc. Die Leute tun viel, aber die Aufgabe ist sehr schwierig.

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R.A.M
07.12.2009
इ'म कूल! Was heisst das wohl?

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Anaky
07.12.2009
इ'म कूल! Was heisst das wohl? Bei mir kahm das Bisher sind wir noch nicht in der Lage, von Nepalesisch nach Deutsch zu übersetzen. :) Anaky