Tests 25.10.2011, 09:28 Uhr

Erster Test: Ultrabooks von Asus

Schweizstart: Mit drei Modellen entert der Multimedia-Hersteller Asus ab sofort den Ultrabook-Markt. PCtipp konnte bereits ein entsprechendes Gerät testen. Dabei läuft noch nicht alles rund.
Asus Zenbook UX21E
Neben zwei 11,6 Zoll grossen Modellen mit Namen Zenbook UX21E bringt der taiwanesische Hersteller mit der Variante UX31E auch ein 13,3 Zoll grosses Modell heraus. Schnittiges Design: Die beiden 11,6 Zoll grossen Ultrabooks wiegen 1,1 Kilogramm und besitzen die Masse von 29,9 x 19,6 x 0,3 bis 1,7 (L x B x H in cm). Das 13,3-Zoll-Modell wiegt mit 1,3 kg nur 200 Gramm mehr, seine Masse betragen: 32,5 x 22,3 x 0,3 bis 1,8 (L x B x H in cm). Während die 11,6-Zoll-Reihe maximal 17 mm dick ist, kommt die 13,3-Zoll-Variante an ihrer dicksten Stelle auf 18 mm. Unterschiedlich ist die Auflösung: Die 11,6-Zoll-Modelle bieten 1366 x 768 Bildpunkte, das 13,3 Zoll grosse Gerät löst mit 1600 x 900 Pixeln auf. Trotz dieser extrem flachen Bauweise sind in allen drei Modellen aktive Lüfter eingebaut.
UX31E: 3 Millimeter dünn
Spartanische Ausstattung
Unter dem sehr kleinen Formfaktor leidet natürlich die Ausstattung: Das günstigste Modell heisst UX21E-KX004V (1249 Franken), kommt mit einem Core-i5-2467M (Zweikern-Prozessor, Takt: 1,6 GHz) und ist mit einer 128 GB grossen SSD-Festplatte ausgestattet. Die Akkulaufzeit soll nach Herstellerangaben bei mindestens 5 Stunden liegen. Als Schnittstellen hat der Hersteller je einen USB-2.0- und USB-3.0-Port ins Chassis integriert. Daneben gibt es noch je einen MicroHDMI- und miniVGA-Videoanschluss. Das gleich grosse Gerät UX21E-KX008X kostet mit einem Preis von 1399 Franken bereits 150 Franken mehr, besitzt als Unterscheidungsmerkmal einzig eine stärkere CPU (Zweikern-Prozessor, Core i7-2677M, Takt: 1,8 GHz), setzt aber ansonsten auf die identische Ausstattung.
Das Flaggschiff unter den Asus-Ultrabooks, die Variante UX31E-RY010X (1499 Franken), ist ein 13,3 Zoll grosses Notebook. Als CPU arbeitet ein Core-i7-2667M. Dem Gerät stehen ebenso 4 GB RAM als Hauptspeicher zur Verfügung. Verdoppelt wurde der Speicherplatz der SSD-Festplatte auf 256 GB. Zusätzlich stattet der Hersteller dieses Zenbook mit einem Kartenleser aus. Als Akkulaufzeit gibt Asus mindestens 7 Stunden an.
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erster Hands-on-Test

Langer Atem
Als besondere Features sind in die Geräte Bang&Olufsen-Lautsprecher eingelassen, die einen aussergewöhnlich guten Klang bieten sollen. Via Instand-on-Funktion soll es zudem möglich sein, dass die 11,6-Zoll-Ultrabooks eine Standby-Zeit von 1 Woche verfügen, während derer die beiden Modelle innert zwei Sekunden aus ihrem Tiefschlaf erwachen und einsatzbereit seien. Beim 13,3-Zoll-Modell erhöht sich die maximale Standby-Zeit sogar auf zwei Wochen, nach Angaben des Herstellers.
Erster Hands-on-Test
Auf der Presseveranstaltung in Zürich hatte der PCtipp die Möglichkeit, das 11,6-Zoll-Modell kurz zu testen. Das Chassis wirkt sehr stabil und ist aus gebürstetem Aluminium hergestellt. Das Modell ist aufgrund seines geringen Gewichts sehr leicht tragbar und wirkt sehr edel. Aufgrund des Aluminiumdesigns erinnert es ein wenig an HPs Elite-Notebooks. Auch die Tastatur ist top verarbeitet und verfügt über einen präzise austarierten Anschlagpunkt. Nicht ganz so gut gefallen konnte das Touchpad, das bei unserem Modell nicht ganz so präzise arbeitete. Mauszeigerbewegungen hinkten mit einer Verzögerung und recht verschwommen der aktuellen Anzeigeposition hinterer. Hier muss Asus noch nachbessern.
Besser: Für einen kompletten Boot-Vorgang benötigte das Gerät nur handgestoppte 14 Sekunden. Das ist ein sehr guter Wert. Wir haben auf dem Testgerät das Office-Starter-Paket installiert. Das Prozedere ging flott und ohne grossen Zeitverlust. Zudem konnten wir uns von der Reaktionsschnelligkeit des Ultrabooks überzeugen, indem wir vier 1 MB grosse Bilder luden. Auch mehrere Anzeigefenster von vorinstallierten Programmen liessen sich ohne Verzögerung öffnen. Das ist unterm Strich ein klarer Vorteil gegenüber den Netbooks, die beim Öffnen mehrerer Fenster schnell in die Knie gezwungen werden. Die Akkulaufzeit betrug bei einer Kapazität von 73 Prozent noch 3:41 Stunden, was auf eine maximale Zeit von knapp über 5 Stunden hinausläuft - bei Office-Betrieb. Schaut man sich allerdings einen Film auf dem Gerät an, dürfte diese Zeit rapide abnehmen.
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Fazit

Fazit
Mit den Ultrabooks will Asus den Notebook-Markt neu aufrollen. Die Preise dafür sind recht hoch und sollen sich klar von denen der Netbooks absetzen. Die Form und das Design erinnern ganz klar an Apples MacBook Air. Diese User will Asus aber gar nicht adressieren. Der Firma geht es um Anwender, die bisher Windows als Betriebssystem eingesetzt haben und sich nun nach einer sehr schicken, neuen und schnellen Plattform umschauen. Hier könnte die Rechnung für Asus aufgehen. Allerdings bedarf es hierzu auch erhältlicher Geräte.
Denn selbst auf der Presseveranstaltung konnten nicht genügend Geräte bereitgestellt werden. Hier haben andere Hersteller die Nase vorn. Acers Ultrabook Aspire S3 ist etwa beim Schweizer Händler Digitec bereits auf einen sehr nahen Liefertermin für Ende Oktober/Anfang November fixiert. Bei Asus sollen Ende November erste Geräte zu haben sein - und Verspätungen, das müsste Asus wissen, sind schlecht fürs Geschäft. Zumal Weihnachten vor der Tür steht.


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