Test 20.04.2020, 11:03 Uhr

Getestet Sennheiser Momentum True Wireless 2

Sennheiser bringt den Nachfolger des Momentum True Wireless. Die grösste Hypothek, die Akku-Lebensdauer, scheint behoben. Wie sich das Gerät sonst schlägt, erfahren Sie hier. 
Sennheiser Momentum True Wireless 2
(Quelle: Sennheiser)
Selbst Laien, die sich mit Audio-Equipment nicht so auskennen, nicken anerkennend beim Erwähnen des Begriffs Sennheiser.  Die Deutschen stehen im Ruf, qualitativ hochwertige Audio-Geräte zu produzieren – sowohl in ihrer Funktionalität als auch in der Verarbeitung. Gut, aber nicht über jeden Zweifel erhaben waren allerdings Sennheisers erste Gehversuche im True Wireless Bereich. Nun haben es die Deutschen nochmal versucht und bessern da nach, wo beim ersten Mal vernachlässigt wurde. Aber der Reihe nach: Äusserlich hat sich bei den Momentum TW 2 recht wenig verändert. Das Kunststoffcase kommt mit Stoffapplikation daher, das Sennheiser-Logo an prominenter Stelle auf dem Deckel der Schale. Diese fasst sich gut an, ist sauber verarbeitet und qualitativ hochwertig. Zudem setzt sie sich optisch deutlich von der Konkurrenz ab. Einziger Unterschied ist der etwas dunklere Grauton als bei den TWs der letzten Generation. Auch die Hörer selbst sehen genau gleich aus: Gleichmässig rund, mit abstehenden Hörstöpseln. Dank dieser Form können sie sehr einfach ins Ohr gedreht werden und sitzen dort auch bombenfest. Im Unterschied zu etwa den kleinen Stöpseln von Nokia ist der relativ breite Body der Hörer deutlich zu spüren. Natürlich liefert Sennheiser auch Aufsätze in verschiedenen Grössen mit, damit der Individualität der Hörmuscheln Genüge getan werden kann. 
Die Verbindung ist im Nu hergestellt. Einmal manuell verbunden, werden die Hörer fortan automatisch vom Smartphone erkannt, schon wenn die Ladeschale geöffnet wird. Vorausgesetzt, die Bluetooth-Funktion beim Smartphone ist eingeschaltet. Dies wird auch durch die Kopfhörer bekannt gegeben (auf Englisch). In der Ladeschale zurück, schnappt sogleich der Magnet zu, der die Kopfhörer dann festhält. Soweit, so bekannt. 
Das bequeme Handling setzt sich auch nach der Inbetriebnahme fort, denn einmal im Ohr leistet Sennheiser in verschiedener Hinsicht einen Topjob: Die Bedienung erfolgt, wie bei solchen Geräten üblich, direkt am Kopfhörer. Hier setzt man auf Tipp-Gesten, da für Wischgesten à la Oppo Enco Free die Fläche oder die Länge fehlt. Die Momentum TW 2 reagiert denn auch sehr präzise auf die Tipper. Bei jedem Versuch, ohne mühsame Verzögerung und – danke dir, Kopfhörergott – auch ohne Bestätigungston. Zudem erkennt der TW 2 einen einfachen, einen doppelten und einen dreifachen Tipp. Entsprechend kann man über die App verschiedene Funktionen programmieren. Play/Pause, Trackskipping, Rufannahme, der Google Assistent und so weiter. Und mehr noch: Bleibt man mit dem Finger auf dem Kopfhörer, wird rechts die Lautstärke höher, links leiser. Sehr praktisch. Auch die Auto-Detection – also die Musikunterbrechung und -wiederaufnahme beim An- und Ablegen des Hörers, funktioniert tadellos.



Kommentare
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budcher
20.04.2020
Hallo Florian Danke für den ausführlichen Test. Hast du auch mal getestet, was passiert, wenn du das Gerät voll lädst und dann eine Woche später wieder Musik hören möchtest? Kannst du das nachholen und deine Erkenntnis im Artikel ergänzen? Denn .. das ca 300Fr - Ding entlädt sich selber. Nach spätestens einer Woche ist er leer - man kann nichts dagegen unternehmen. Man kann diese Ohrhörer also spontan verwenden, wie es bei z.B. den halb so teuren Galaxy Buds der Fall ist. Was den Ton anbelangt bin ich bei dir. Die haben den wohl besten Ton, welchen man aktuell für diese Grösse kriegt.