Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Logitech G435 im Test

Ein simples Headset, das auch auf kleinere Köpfe passt.

Das G435 ist in diesen drei Farbkombos verfügbar

© (Quelle: Logitech)

Gaming-Hardware ist in den letzten Jahren kompliziert geworden. Mäuse mit verstellbarer DPI, Tastaturen mit Switches aus dem Labor und Mousepads mit Induktionsladefunktion. Alles spannende Technologien, aber halt auch kompliziert und teuer. Nötig ist das nicht immer, und Logitech beweist das bestens mit dem G435-Headset. «Spartanisch» ist hier keineswegs abwertend gemeint, sondern schlicht eine sinnvolle Design-Entscheidung.

Raumschiff-Design, doppelte Kopfbögen oder clevere Mikrofonarme sucht man beim G435 vergeblich. Das Headset ist so einfach gebaut, wie es heutzutage überhaupt geht. Zwei simple Audiotreiber in je einer Plastikbox, darüber eine einfache Hülle und ein Kopfband, das seine sparsame Konstruktion kaum versteckt. Hochwertig fühlt sich das G435 mit seinen dünnen Kunststoffschichten jedenfalls nicht an. Aber: Das G435 macht auch nicht den Anschein, als würde es schnell auseinanderfallen. Die Materialien wirken zwar günstig, aber auch flexibel genug, um Stürze abfedern zu können. Der zusätzliche Vorteil der Konstruktion: Das Headset bringt gerade einmal 165 Gramm auf die Waage – und damit auf den Kopf. Kein anderes Gaming-Headset auf dem Markt ist auch nur annähernd so leicht. Kombiniert mit den bequemen Memory-Foam-Kissen spürt man das G435 auch bei längeren Gaming-Sessions kaum auf dem Kopf.

Passend zum leichten Gewicht ist das G435 auch grössenmässig eher klein geschnitten. Für meinen etwa mittelgrossen Kopf passt es noch gut, lässt sich aber auch noch deutlich kleiner einstellen. Gerade für Personen mit eher kleineren Köpfen ist es damit eine seltene Wohltat.

Die schwarze Farbvariante ist ein bisschen unauffälliger

© Quelle: Logitech

Ganz auf Bling verzichten muss man übrigens nicht. Das G435 ist in drei Farbkombinationen erhältlich: Blau-Himbeer, Hellgrau-Flieder und Schwarz-Neongelb. Besonders die Blau-Pinke Himbeervariante ist auffällig genug für jede LAN-Party.

Verbunden wird das G435 per Lightspeed-Anschluss, also dem gleichen Funkanschluss, den Logitech für seine weitere Peripherie verwendet. Dafür wird ein USB-A-Dongle verwendet. Wer keine Steckplätze frei hat und mit ein wenig Latenz leben kann, darf auch die eingebaute Bluetooth-Verbindung nutzen. Diese ist auch praktisch, da das G435 somit auch am Smartphone oder an einem TV verwendet werden kann. Zum Aufladen des Akkus ist ein USB-C-Kabel im Lieferumfang inbegriffen. Laut Logitech soll der Akku für rund 18 Stunden durchhalten, was wir im Test etwa bestätigen können. Die genaue Laufzeit variiert natürlich je nach Nutzung.

In Sachen Klang darf man bei diesem Headset nicht allzu viel erwarten. Das G435 klingt in Ordnung, aber nicht gerade bestechend. Wer grossen Wert auf hohe Soundqualität für seine Single-Player-Epen setzt, muss da schon tiefer in die Tasche greifen. Auch im kompetitiven Bereich muss man kleinere Abstriche in Kauf nehmen: In einem hektischen Feuergefecht hört man beim G435 nicht ganz alle Details, die man in einem teureren Headset besser abgrenzen könnte. Für den Preis ist die Soundqualität jedoch mehr als ordentlich.

Den grössten Schwachpunkt findet man beim G435 im Mikrofon. Um Platz, Material und Gewicht zu sparen, verbaut Logitech keinen physischen Mikrofonarm. Vielmehr sind zwei Mikrofone direkt an der Hörermuschel verbaut. Diese horchen in einem unsichtbaren Strahl nach vorne, wo sie Töne direkt vor dem Mund des Nutzers auffangen. Da zwei Mikrofone aus verschiedenen Winkeln verwendet werden, kann das G435 die Richtung und Distanz dieser Geräusche abschätzen und richtig im Raum einschätzen. So viel zu «keine komplizierten Technologien». Das Mikrofonsystem ist zwar smart, klingt aber nicht besonders gut. Für längere Gespräche über schwierige Themen will man seinen Freunden kaum so einen Sound antun. Um kurz die Mütter der Onlinespiel-Gegner zu beleidigen, reicht es aber locker aus.

Fazit

Das Logitech G435 ist ein simples, günstiges Gaming-Headset für den einfachen Gebrauch. Praktisch alle Stärken des G435 machen es zu einem idealen Headset für Kinder und Jugendliche: Kompakt, günstig, funktional, ausdauernd und flexibel. Wer «einfach ein Headset» will, ohne dabei grössere Ansprüche zu haben, liegt hier genau richtig. Günstiger geht es nur noch mit Kabel. Einfach vor dem Kauf anprobieren.

Inhalt

Testergebnis

Pros + Cons

  • Gewicht
  • Preis
  • Komfort
  • Mikrofon-Qualität

Details:  Funk-/BT-Headset, Dolby Atmos, 18 Std. Akkulaufzeit, USB-C-Ladeanschluss, USB-A-Receiver, 40-mm-Audiotreiber, 165 g

Preis:  Fr. 69.-

Infos: 

Kommentare

Logitech Spiele Kopfhörer
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Apples Worldwide Developers Conference findet in der Woche vom 8. Juni statt
Apple hat bekannt gegeben, dass es seine jährliche Worldwide Developers Conference (WWDC) vom 8. bis 12. Juni online veranstalten wird.
2 Minuten
24. Mär 2026
Bundesrat Albert Rösti eröffnet Weltgipfel AI for Good
Anfang Juli 2026 werden in Genf drei internationale Konferenzen zur künstlichen Intelligenz und zur Informationsgesellschaft stattfinden. Im Mittelpunkt wird der Weltgipfel AI for Good stehen, den Bundesrat Albert Rösti eröffnen wird.
3 Minuten
24. Mär 2026
Gamern drohen nach Spielende Depressionen
Stundenlanges Computerspielen kann Gamer in eine Depression führen. Das haben Forscher der SWPS-Universität und der Stefan-Batory-Akademie für Angewandte Wissenschaften ermittelt. 
3 Minuten
24. Mär 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Aufruf in eigener Sache
Aufruf Lesertest HP Smart Tank 7305
Würden Sie gerne einmal ein Produkt testen und bewerten? Dann haben wir genau das Richtige für Sie: In Kooperation mit HP sucht der PCtipp fünf pfiffige Anwenderinnen bzw. Anwender, die den cleveren HP Smart Tank 7305 mit nachfüllbaren Tintenpatronen testen.
2 Minuten
30. Jan 2026
Gaming-Headset
Im Test – Logitech Lightspeed G325
Wer ein günstiges, gut klingendes und einfaches Gaming-Headset sucht, macht mit Logitechs Lightspeed G325 nichts falsch. Die Devise heisst: Verbinden und spielen. Wir haben den Ohrenschmeichler getestet.
4 Minuten
16. Mär 2026
Günstig verriegelt
Türsicherung Yale «Linus Smart Lock L2 Lite» im PCtipp-Test
Smart, und richtig günstig: Mit dem «Linus Smart Lock L2 Lite» lanciert Hersteller Yale eine preiswerte Einstiegslösung für eine schlüssellose Türsicherung. Der PCtipp-Test zeigt, was der Türschloss-Schnapper drauf hat.
5 Minuten
6. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare