Test: Apple MacBook Air (2020)

Kaufberatung und Fazit

Das MacBook Air ist zurzeit der bestmögliche Einstieg in die Mac-Welt, wenn die Leistung nicht das erste Kriterium ist. Doch wohlverstanden: Das MacBook Air reicht für die meisten Anwendungen problemlos aus; nur ist eben das MacBook Pro noch einmal schneller – sowohl beim Prozessor und erst recht beim SSD.
Das schlagende Argument ist der Preis: Ab 1129 Franken erhalten Sie ein edles Notebook mit zwei Thunderbolt-Anschlüssen, die sich über Adapter mit Gott und der Welt verbinden. Das Display überzeugt in jeder Hinsicht und das Trackpad ist so angenehm und ergonomisch, wie das scheinbar nur Apple hinbekommt. Und das schnelle SSD mit einem Durchsatz von etwa 1,2 GB pro Sekunde lässt keine Wartezeiten aufkommen.
Die kleinste Konfiguration kostet 1129 Franken und bietet einen Core-i3-Prozessor, 8 GB RAM und ein 256 GB grosses SSD. In einer Zeit, in der immer mehr über die Cloud abläuft, kommt man damit als Schüler, Bürohengst oder Schreiberling bestens über die Runden. Allerdings sollten Sie den RAM für 220 Franken auf 16 GB aufstocken, falls Sie planen, über eine Software wie Parallels Desktop auch Windows zu virtualisieren.

Das Dilemma schlechthin

Und das war’s dann mit der sinnvollen Aufrüsterei – obwohl Apple jede Menge weiterer Optionen anbietet, bis hin zum Core i7-Prozessor, 16 GB RAM und 2 TB SSD für 2479 Franken. Doch sobald die Updates hinzugefügt werden, verirrt sich das MacBook Air sehr schnell in eine Region, die vom MacBook Pro bewirtschaftet wird. Wird zum Beispiel die i3-CPU durch die i5 ersetzt, wie sie auch im günstigsten MacBook Pro verbaut ist, schrumpft der preisliche Abstand auf gerade einmal 270 Franken – und das in einem Gehäuse, das bei der Grösse und dem Gewicht auf Augenhöhe liegt.
Das MacBook Air ist nicht für jeden gemacht – und doch für manche das pefekte Notebook
Quelle: Apple, Inc.
Und dann beginnt das grosse Grübeln, denn das MacBook Pro hat die bessere Grafikkarte, das schnellere SSD und erst noch einen etwas höher getakteten Prozessor.
Dessen ungeachtet gibt es Zielgruppen, denen ich ohne jeden Vorbehalt ein MacBook Air empfehle. Wenn das Budget kneift, aber in Schule selten mehr als Word oder Excel verwendet werden, ist MacBook Air eine hervorragende Wahl. Auch Bildretusche und 4K-Videoschnitt sind kein Problem, solange sie nicht in einer Werbeagentur zur täglichen Arbeit gehört.
Vor allem aber würde ich dem MacBook Air deshalb den Vorzug geben, weil es keine Touch Bar, sondern richtige Funktionstasten bietet. Ich bin mit der Touch Bar nie wirklich warm geworden und bevorzuge die physischen Funktionstasten in jedem Fall. Das kann bei Ihnen natürlich anders aussehen – aber es soll erwähnt sein, dass ihr Fehlen nicht immer eine Einschränkung, sondern sogar ein Vorteil sein kann.

Fazit

Das MacBook Air ist der ideale Rechner für Schüler, im Büro oder als Zweitrechner – und natürlich für Windows-Anwender, die endlich einmal Apple-Luft schnuppern möchte. Gemessen an dem, was geboten wird, ist der Preis ausserdem sehr moderat. Einzig die preisliche Nähe zum MacBook Pro verlangt ein wenig mehr Nachdenken vor dem Kauf.

Testergebnis

Note
5
Retina-Display, Tastatur, Verarbeitung, Software, Trackpad, T2-Chip, SSD
Schwache Webcam

Preis:  ab 1129 Franken

Infos: 
Anmerkung zur Note: 1 = unbrauchbar; 1,5 = sehr schlecht; 2 = schlecht; 2,5 ungenügend; 3 = genügend; 3,5 ordentlich; 4 = gut; 4,5 = sehr gut; 5 = ausgezeichnet


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