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Lesedauer 4 Min.

BenQ-Monitor RD320U im PCtipp-Test

Mit dem RD320U positioniert BenQ erstmals einen 31.5-Zoll-Monitor, der explizit für Softwareentwickler, Programmierer und Coder konzipiert wurde.
© (Quelle: BenQ)

Der Hersteller bewirbt das Gerät dazu als den «besten Monitor fürs Programmieren». PCtipp hat das Display auf diesen Anspruch hin getestet.

Um es klar zu sagen: Der BenQ RD320U ist nicht als Highend-Schirm fürs Gaming oder professionelle Videobearbeitung ausgelegt, sondern fokussiert auf Ergonomie und textbasierte Arbeitsabläufe.

Design, Ergonomie und Konnektivität

Das Äussere des RD320U ist in einem dezenten, mattgrauen Farbton gehalten. Die Verarbeitungsqualität ist robust und hochwertig. Der Standfuss des Monitors bietet umfassende Verstellmöglichkeiten: Neben der Höhenverstellung um 11 cm sind auch eine Neigungsfunktion (–5 ° bis 20 ° Grad), eine Schwenkfunktion (jeweils 15 ° Grad) und eine Pivot-Funktion zur Drehung ins Hochformat integriert. Letztere ist für Entwickler, die lange Codezeilen oder Log-Dateien überblicken müssen, von besonderem Vorteil. Egal ob geneigt, geschwenkt oder das komplette Display gedreht wird: Das Ganze geht immer mit einer Hand flüssig und ohne grossen Druck auszuüben und übermässig nachzuwippen. Kurzum: Hier hinterlässt der RD320U einen sehr soliden Eindruck.

In puncto Konnektivität bietet der RD320U eine äusserst flexible Ausstattung. Er verfügt über zwei HDMI-2.0-Ports, sowie je einen DisplayPort-1.4- und USB-C-Anschluss, der mit einer 90 Watt starken Power-Delivery-Funktion (inklusive Daisy-Chain) ausgestattet ist. Clever: Dies ermöglicht es, kompatible Laptops über ein einziges Kabel mit dem Monitor zu betreiben und gleichzeitig mit Strom zu versorgen. Der integrierte KVM-Switch (Keyboard-Video-Mouse) ist ein weiteres Highlight, das den nahtlosen Wechsel zwischen zwei verschiedenen Rechnern am selben Arbeitsplatz ermöglicht, ohne Kabel umstecken zu müssen. Und: Ein weiterer USB-Hub mit einem USB-3- (Typ-A) und zwei Typ-C-Anschlüssen rundet die herausragende Konnektivität ab.

© Quelle: BenQ

Bildqualität und Leistung

Das 31,5 Zoll grosse IPS-Panel löst in 4K UHD (3840 × 2160 Pixel, 16:9) auf, bei einer Pixeldichte von 140 ppi. In der Praxis resultieren daraus eine adäquate Schärfe und Pixeldichte, was wiederum präzise Anzeigen für die Darstellung von Code und Text ermöglicht. Ein weiterer Pluspunkt ist das native Kontrastverhältnis von gemessenen 1958:1 (Herstellerangabe: 2000:1), was deutlich über dem von klassischen IPS-Büromonitoren von rund 1000:1 liegt. Hieraus resultieren tiefere Schwarzwerte, was sich besonders in dunklen Umgebungen oder beim Arbeiten mit dem im Bildschirm integrierten «Dark Theme» in Entwicklungsumgebungen auszahlt.

Die Helligkeit von 400 Nits reicht für die meisten Arbeitsumgebungen aus und wird durch das «Nano Matte Panel» ergänzt. Diese Anti-Reflexions-Oberfläche reduzierte im Test nervige Spiegelungen signifikant, was unterm Strich Konzentration fördert und die Augen entlastet – ein klarer Pluspunkt für lange Arbeitszeiten. In Bezug auf die Farbdarstellung deckt der Monitor 98 % des DCI-P3-Farbraums ab, was für Programmieraufgaben überdurchschnittlich, aber auch für grafikintensive Tätigkeiten wie professionelle Fotobearbeitung oder Videoschnitt sogar noch durchaus ausreichend ist. Und auch die Blickwinkelunabhängigkeit liegt mit gemessenen 170 °/175 ° Grad (horizontal/vertikal) sehr nahe am Maximum. Die Bildwiederholfrequenz von 60 Hz respektive Reaktionszeit, die auf 5 Millisekunden (Grau-zu-Grau-Wert) spezifiziert ist, sind zwar als Werte für das Programmieren, völlig ausreichend, schränken den Monitor, nur damit es einmal gesagt ist, für anspruchsvolle Gaming-Anwendungen deutlich ein.

© Quelle: BenQ

Spezialfunktionen für Entwickler

Nochmals zur «DNA» von BenQs RD320U. Der Hersteller hat den Bildschirm mit einer Reihe von Funktionen ausgestattet, die speziell auf die Bedürfnisse von Entwicklern und Programmierern zugeschnitten sind. Ein herausragendes Merkmal ist die «MoonHalo»-Hintergrundbeleuchtung (insgesamt 10 Helligkeitsstufen und 7 Farbtemperaturstufen), eine LED-Leiste an der Rückseite des Monitors. Sie wirft ein sanftes Licht auf die Wand hinter dem Bildschirm, um den Helligkeitsunterschied zwischen Display und Umgebung zu reduzieren und somit die Augen bei der Arbeit in dunklen Räumen zu schonen. Ausserdem optimieren spezielle «Coding Modes» die Anzeige für helle und dunkle Codethemen, indem sie Kontrast und Schärfe anpassen, um die Lesbarkeit von Text zu verbessern. Die integrierte «Coding-Hotkey»-Leiste erlaubt es wiederum, schnell zwischen diesen Modi zu wechseln. Benqs «Eye-Care»-Technologien, damit adressiert der Hersteller Funktionen, die bei längerem Arbeiten die Augen schonen, schliessen die Flicker-Free-Technologie, Blaufilter («Low Blue Light Plus») sowie einen Umgebungslichtsensor ein. Und noch ein Schmankerl bietet der RD320U mit dem integrierten «Night Hours Protection». Dieser Modus bietet eine äusserst geringe Helligkeitseinstellung, die bei schlechten Umgebungslichtverhältnissen zum Einsatz kommen kann, um die Augen weiter zu entlasten. Auch das konnten wir im PCtipp-Test bestätigen.

Fazit

Der BenQ RD320U ist ein durchdachter Monitor für Programmierer und Coder mit starken Ergonomiewerten. Die 4K-Auflösung, das kontraststarke IPS-Panel und reflexionsarme sind eine optimale Grundlage für stundenlanges, augenschonendes Arbeiten. Die spezialisierten Funktionen wie der KVM-Switch, erstklassige und vielseitige Anschlussmöglichkeiten wie auch die MoonHalo-Beleuchtung runden den erstklassigen Eindruck, den der RD320U im Testcenter hinterliess, ab.

Testergebnis

Pros + Cons

  • Design
  • reflexionsfrei
  • Verarbeitung
  • Features optimal aufs Klientel zugeschnitten
  • Ausstattung
  • Ergonomie
  • Nichts für Gamer

Details:  31.5 Zoll Monitor, 4K (3840 x 2160), IPS, 2 x HDMI 2.0, HDR 10, 2000:1, 5 ms (G2G), 178°/178° Grad, 60 Hz, 98% DCI-P3, 2 x 3 Watt (Sound), 24 Watt Stromverbrauch, 2 x USB C, USB C (PD: 90 Watt, Daisy Chain), USB 3

Preis:  662.–

Infos: 
Kauftipp
Gesehen bei: www.brack.ch

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