Tests 12.02.2014, 15:24 Uhr

Test: Toshiba Excite Write AT10PE-A-104

Toshiba bringt mit dem Modell AT10PE der Serie «Excite Write» ein 10-Zoll-Tablet mit einer hohen Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln auf den Markt. Wir haben das Modell A-104 einem ausführlichen Test unterzogen.
Die Android-Tablet-Serie «Excite Write» von Toshiba wurde Anfang Juni letzten Jahres im Rahmen der Computex-Messe offiziell in Taipeh vorgestellt. Unser Testgerät, das Modell AT10PE-A-104, ist mit Nvidias neustem «Tegra 4 Soc» ausgerüstet. Der als ganzer Chipsatz fungierenden Kombilösung aus vier ARM-Prozessorkernen samt Grafikeinheiten stehen 2 GB DDR3-RAM und 32 GB SSD-Speicher zur Seite.
Mitgeliefert als Betriebssystem wird leider nicht das neuste Android-Betriebssystem. Vorinstalliert ist Android 4.21 (Jelly Bean). Update-Checks via Systemeinstellungen bringen jedenfalls noch kein Update zum Vorschein.

Ausstattung

In die Augen sticht die Auflösung des 10,1-Zoll-IPS-Displays bei 2560 x 1600 Pixeln. Linksseitig verborgen unter einer kleinen Schutzkappe sind ein Micro-HDMI- und Micro-USB-Port und SDHC-Slot. Als Funkmodul ist WLAN N mit Bluetooth 4.0 an Bord. Ebenfalls integriert sind eine frontseitige 1,2-Mpx-Kamera und eine rückseitige 8-Mpx-Kamera.

Eingabestift

Dank des mitgelieferten Eingabestifts ist selbst Handgeschriebenes möglich. Als nützlich erweist sich da die Toshiba TruCapture-App. Die App fungiert als Notizblock. Der Kunststoff-Stift fühlt sich griffig und leicht an. Dabei geht das Schreiben sehr natürlich von den Fingern. Selbst die Handauflage führt während des Schreibens zu keinen Verrutschern beziehungsweise zu ungewolltem Seitenwechsel. Die Notiz-App von Toshiba erlaubt unter anderem das schnelle Markieren und Exportieren von handgeschriebenen Wörtern. So kann zum Beispiel schnell eine Mail von Hand geschrieben werden. Die Schrifterkennung funktioniert erstaunlich präzise, selbst bei unschöner Schrift. 

Gewicht und Gehäuse

Mit 630 Gramm Gewicht kommt der Silberling zwar nicht ganz an das Leichtgewicht eines iPad Air (mit ca. 460 Gramm) heran, doch liegt dieses für ein Tablet immer noch im akzeptablen Bereich, wenn nicht für eine längere Zeit einhändig gelesen wird. Das griffige, aber sauber verarbeitete Kunststoffgehäuse mag sich für die einen wertig, für andere eher schlicht anfühlen. Dafür ist es nicht so kratzanfällig wie Aluminiumverschalungen.
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Leistung und Fazit

Leistungsstark

Vielseitig: Für Notizen ist ein Stift dabei, eine optionale Bluetooth-Tastatur wandelt das Tablet im Nu zu einem leichten Ultrabook
Punkto 3D- und System-Leistung skalierte das aufschreiende «Excite» im Vergleich zu Grössen wie dem «Nexus 7 v2» oder «Xperia Tablet Z» mit fast 30 Prozent Leistungssteigerung in den obersten Rängen. Die Leistung saugt aber ordentlich am Akku, die im Leerlauf mit etwa 5,6 Stunden Laufzeit (bei aktivem WLAN) nicht ganz zu überzeugen vermochte. Toshiba beschönigt in den Herstellerinformationen diese Angabe ein bisschen mit Verweis auf bis zu neun Stunden Laufzeit bei Videowiedergabe. Möglich ist eine neunstündige Laufzeit aber nur bei ausgeschalteten Funkverbindungen.

Leistung mit Abwärme

In den Apps und bei der Kamera-Anwendung liessen sich kaum Ruckler ausmachen. Die Tegra-4-Plattform kann wirklich nicht nur alte, sondern selbst anspruchsvolle 3D-Spiele flüssig darstellen. Surfen geht blitzschnell. Auch hier eine kleine Schattenseite: Man lasse einige Minuten YouTube-Videos laufen und schon fühlt sich das Tablet rückseitig recht warm an. Die Touch-Sensibilität hingegen ist sehr akkurat, selbst bei schneller Schreibe mit der Onscreen-Tastatur. Die Helligkeit des Displays ist okay.

Fazit

Das Tegra-4-Update befördert das Excite AT10PE-A in die obere Liga der leistungsstärksten Tablets. Touch-Sensibilität und Display-Schärfe gefallen. Die Leistung hat aber auch ihren Preis, der mit einer eher durchschnittlichen Akkulaufzeit zu Buche schlägt.

Autor(in) Simon Gröflin


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