KI-Notebooks 04.03.2026, 11:15 Uhr

Smart und wandelbar

Der PCtipp hat fünf rassige Convertible-Notebooks mit KI-Funktionen und Touchscreen fürs Homeoffice, Business und sogar mit Gaming-Potenzial getestet. Die günstigsten Geräte gibt es bereits ab 1049 Franken.
(Quelle: Shutterstock/k illustrator Photo)
Disclaimer: Der Artikel stammt aus der Print-Ausgabe des PCtipp. Die Preise können sich mittlerweile geändert haben.
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Convertibles sind die flexibelste Laptopklasse, und obendrein wahre Verwandlungskünstler. Mit nur wenigen Handgriffen und in Sekunden wechseln sie vom klassischen Notebook mit Tastatur in ein raffiniertes Präsentationswerkzeug im Zeltmodus respektive in ein Tablet, mit komplett nach hinten geklappter Tastatur. Dank ihres Touchscreens lassen sich mit Fingergesten oder einem Stift, vor allem aber unabhängig von Touchpad, Maus oder auch Tastatur steuern. 
Wer es lieber kombiniert mag, kann selbstverständlich diese intuitive Bildschirmsteuerung mit der klassischen Bedienung über Tastatur und Touchpad oder Maus verknüpfen. Die zweite wichtige «Neuerung» dieser flexiblen Notebookklasse betrifft die Prozessoren. Hier halten «Recheneinheiten» mit KI-Funktionen (künstliche Intelligenz) breiten Einzug und bringen weitere praktische Vorteile, auf die wir im Folgenden ebenfalls eingehen.
Die getesteten Convertibles
  • Acer TravelMate P4 Spin
  • Asus Vivobook 16 Flip
  • Microsoft Surface Pro 11 for Business
  • HP Omnibook X Flip
  • Lenovo ThinkPad T14s 2-in-1 Gen 1

Das Testfeld

Der Einsatzzweck der Convertibles ist riesig: Er reicht vom gehobenen Homeoffice über das Business bis zum Mobilgerät für Grafiker oder gar Gamer – wie unser Testfeld zeigt. Konkret besteht dieses aus fünf Notebooks mit Touchscreen und Convertible-Funktionen. Während sich bei den «echten» 2-in-1-Modellen, von Acer, Asus, HP und Lenovo der Touchscreen komplett um 360 Grad umklappen lässt, ist das Microsofts Surface Pro eigentlich ein Tablet. Eine Tastatur gibt es optional. Ohne Tastatur fehlt der klassische Notebook- und Zeltmodus. Ein gravierender Nachteil? Je nach Einsatzzweck nicht unbedingt. Alle fünf Convertible-Modelle wurden ausgiebig bezüglich Leistung und Ergonomie getestet. Auf den Geräten von Asus und HP ist Windows 11 Home im Einsatz. Acer, Lenovo und Microsoft setzen auf die Pro-Version. Sämtliche relevanten Messwerte und Leistungstests finden Sie in den folgenden Einzeltests sowie in der Übersichtstabelle. Unseren Testsieger besprechen wir in der Box unten separat.

Acer TravelMate P4 Spin

Dieses 14 Zoll grosse Business-Notebook von Acer überzeugt von Anfang an durch seine hohe Mobilität: Mit seinem Gewicht von 1,5 Kilogramm ist es auch über einen ganzen Tag lang noch gut zu tragen. Besonders beeindruckend ist seine Ausdauer, die in Messungen eine Akkulaufzeit von 12 Stunden und 44 Minuten erreicht hat. Auch unsere Benchmarks zeigen die gute Gesamtleistung mit 6580 PCMark-10-Punkten und guten 585 Cinebench-2024-Punkten.  Das 2-in-1-Notebook ist ideal für den modernen, hybriden Arbeitsalltag konzipiert und bietet dank integriertem TPM-Chip und Fingerscanner die notwendige Sicherheit – gerade für professionelle Anwender.
Das WUXGA-Touch-Display löst mit rund 1920 × 1200 Pixeln im 16:10-Format auf. Der Bildschirm lässt sich fliessend nach hinten klappen und verwandelt das Notebook in ein Tablet – die Bedienung wird durch den mitgelieferten «Active Stylus Pen» clever ergänzt. Ferner kann das Gerät im Zeltmodus aufgestellt werden, womit es sich für Präsentationen eignet. Das entspiegelte IPS-Panel stellt Inhalte kontrastreich dar und minimiert zugleich Reflexionen, was die Lesbarkeit auch in hellen Umgebungen verbessert.
SEHR GUT: Acer TravelMate P4 Spin
Quelle: Acer
Im klassischen Laptop-Modus überzeugt die Haptik: Die hintergrundbeleuchtete Tastatur arbeitet präzise und ist in das robuste Aluminiumchassis eingefasst. Das Scharnier hält das Display gut zusammen. Schön: Der Touchscreen bleibt beim Öffnen stabil und schwingt kaum nach.
Innen drin ist die Technik auf dem neuesten Stand: Angetrieben wird das Convertible von Intels Core Ultra 7 255U. Dieser 12-Kern-KI-Prozessor der zweiten Generation erreicht Taktfrequenzen von bis zu 5,2 GHz. Ihm zur Seite stehen ein 1 Terabyte grosser SSD-­Datenspeicher sowie 32 GB DDR5-Arbeitsspeicher. Das ist üppig. Diese potente Kombination liefert die notwendige Rechenleistung für anspruchsvolle Business-Anwendungen. Zusätzliche Funktionen wie die KI-gestützte Rauschunterdrückung und Wi-Fi 7 optimieren das Nutzungserlebnis in digitalen Meetings und bei der Datenübertragung.
Fazit: Acer liefert mit dem Travelmate P4 Spin 14 ein zukunftsfähiges Business-Convertible. Es punktet mit einer gelungenen Balance aus Ergonomie, Verarbeitung und leistungsstarker Ausstattung.

Microsoft Surface Pro 11 for Business

Microsofts Surface Pro 11 for Business ist gezielt auf Geschäftsleute, aber auch auf Power-User zugeschnitten, die ein hochmobiles und leistungsfähiges Gerät suchen. Punkto Design präsentiert sich das Surface Pro recht hochwertig: Das Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt und nur 0,9 Zentimeter dünn. Auch die übrige Verarbeitungsqualität ist auf einem exzellenten Niveau. Das Chassis ist nahezu rahmenlos, Zwischenräume, in denen sich Schmutz oder Staubpartikel fangen könnten, sind kaum vorhanden. Und auch das Gewicht lässt aufhorchen: Mit nur 900 Gramm ist das 13-Zoll-Modell ultramobil. 
Kleiner Wermutstropfen: Die Tastatur gibt es, zumindest bei unserem Modell im Test, nur optional. Anwender müssen hier nochmals rund 100 Franken dazu rechnen. 
Die Konnektivität ist ausgezeichnet: Das Surface bietet zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse sowie den magnetischen Surface-Connect-Dockinganschluss. Ebenso gelungen ist der PixelSense-OLED-Touchscreen, der mit rund 2880 × 1920 Pixeln auflöst und eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hz bietet. Er ist nicht wirklich entspiegelt, was die Nutzung in mittelprächtigen Lichtumgebungen erschwert. 
GUT: Microsoft Surface Pro 11 for Business
Quelle: Microsoft
Etwas mager fällt der 512 grosse SSD-Speicher aus. Hier hätten wir uns die doppelte Kapazität gewünscht. Die Kameraausstattung umfasst eine hochauflösende 12-Mpx-Frontkamera (für Videoanrufe) und eine 10-Mpx-Rückkamera (4K-fähig). Die maximale Akkulaufzeit wird vom Hersteller mit bis zu 14 Stunden angegeben. In der Praxis bleiben davon immerhin noch 10:13 Stunden übrig. 
Im Inneren sorgt der Intel Core Ultra 5 236V der zweiten Generation für die nötige Leistung. Der Prozessor verfügt über eine maximale Turbotaktfrequenz von 4,7 GHz und wird von 16 GB Arbeitsspeicher unterstützt. Für 3D-Grafik setzt der Hersteller auf die im Chip verbaute Einstiegslösung Intel Arc 130V. Unterm Strich erreicht das Microsoft-Modell 5710 Punkte im PCMark-10-Benchmark. Bei der Cinebench-2024-Messung kommt das Surface auf 518 Punkte. 
Fazit: Das Surface Pro 11 for Business bietet eine gute Kombination aus Verarbeitung, hoher Portabilität und Tempo. Die Spezifikationen sind klar auf Business-Anforderungen zugeschnitten.
Testsieger: Asus Vivobook 16 Flip
SEHR GUT: Asus Vivobook 16 Flip
Asus
Das Asus Vivobook 16 Flip richtet sich an Nutzer, die eine ideale Kombination aus Flexibilität und hoher Rechenleistung suchen. Es ist optimal für Grafiker, Designer und anspruchsvolle Power-User, die ein grosses, farbgenaues Display und dedizierte Grafikpower in einem wandelbaren Format benötigen. Das Highlight ist die Kombination aus einem 16-Zoll-OLED-Touchscreen mit seiner Auflösung von 2880 × 1800 Pixeln und einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz. Für die nötige Performance sorgt die dedizierte Gaming-Grafikkarte Nvidia GeForce RTX 5050 (Videospeicher: 8 GB). Diese Konstellation ermöglicht sowohl präzise grafische Arbeit im Tablet-Modus als auch leistungshungrige 3D-Anwendungen oder Gaming.
Das Design und die Verarbeitung lassen beim 1,8 Kilogramm leichten 2-in-1-Modell aufhorchen. Das Gehäuse besteht aus einem stabilen Aluminiumchassis. Das Gerät lässt sich dank seine robusten 360-Grad-Scharniers in sämtliche Convertible-relevanten Modi (Laptop, Zelt, Tablet) verwandeln. Im Endeffekt bietet es damit eine mehr als ordentliche Portabilität für den täglichen Einsatz und ist auch, zumindest gelegentlich, für den Transport geeignet. 
Nebst dem RTX-Grafikchip ist Intels Achtkernprozessor Core Ultra 7 256V für das hohe KI-Tempo verantwortlich. Konkret resultieren daraus als Messwerte für die Gesamtleistung ein PCMark-10-Ergebnis von 7390 Punkten respektive ein Cinebench-2024-Wert von 819 Punkten. Zur Seite stehen dem Gerät 16 GB Arbeitsspeicher (onboard) und ein 1 TB grosser SSD-Datenspeicher. Zu den weiteren KI-Features beim CoPilot+PC-zertifizierten mobilen Unterbau zählen Windows-Studioeffekte für Videoanrufe, Live-Untertitel und diverse kreative Tools. 
Die Akkulaufzeit haben wir im Praxisbetrieb mit 8:53 Stunden ermittelt. Das ist bei dieser Leistungsfähigkeit, Ausstattung und Bildschirmdiagonale ein Spitzenwert.
Fazit: Das Asus Vivobook 16 Flip ist ein flexibles High-End-Convertible, das OLED-Brillanz, hohe Grafikpower und viel Prozessorleistung vereint. Es eignet sich ideal für anspruchsvolle Kreative. Der Preis liegt bei günstigen 1499 Franken.

HP Omnibook X Flip

Mit dem OmniBook X Flip adressiert HP das anspruchsvolle Business-Klientel. Der 14 Zoll grosse Unterbau, der sich durch sein Design und seine Verarbeitung auszeichnet, punktet bei der Verarbeitung, der Ausstattung und der Akkulaufzeit. 
Das schlanke 2-in-1-Notebook ist kompakt gebaut und bringt mit 1,3 Kilogramm ein portables Gewicht auf die Waage. Es liegt sehr gut in der Hand. Das Display lässt sich nach Gusto verstellen, und zwar von der klassischen Laptop-Position bis zum vollständig umgeklappten Tablet-Modus.
Das Touch-Display löst mit 1920 × 1200 Pixeln (im Format 16:10) auf und bietet dabei eine hohe Detailgenauigkeit. Zwar neigt der IPS-Bildschirm zu leichten Reflexionen, dies lässt sich jedoch durch die Erhöhung der Helligkeit effektiv kompensieren. Die Blickwinkelunabhängigkeit liegt bei sehr starken 170/170 Grad (horizontal/vertikal) und ist damit auf Spitzenniveau. 
SEHR GUT: HP Omnibook X Flip
Quelle: HP
Das Gehäuse ist aus recyceltem Aluminium gefertigt. Die beiden Scharniere, die den Notebookbody und den Bildschirm verbinden, sind stabil ausgeführt. Beim Aufklappen wippt das Display nur kurz nach, stabilisiert sich aber zügig in der gewählten Position. 
Im Inneren des Business-Geräts gibt es viel KI: Angetrieben wird das System vom Intel Core Ultra 7 258V (maximal 4,8 GHz). Dieser leistungsstarke KI-Prozessor bildet die Grundlage für schnelle Performance. Er wird von einem 1 TB grossen SSD-Datenspeicher sowie 32-GB-Arbeitsspeicher flankiert. Das OmniBook bietet zudem eine hohe Konnektivität, darunter einen USB‑C‑ und einen Thunderbolt-4-Port. Die gemessene Akkulaufzeit liegt bei starken 12 Stunden und 48 Minuten im Praxisbetrieb, womit sich ein Arbeitstag problemlos bewältigen lässt. 
In unseren Leistungstests erreicht das Gerät durchwegs sehr gute Bewertungen. Beim PCMark 10 stehen zum Schluss 6616 Punkte, bei der Cinebench-2024-Messung 546 Punkte zu Buche. Die integrierte Grafiklösung Intel Arc 140V unterstützt den Nutzer bei gängigen Multimediaaufgaben. Damit sind Streaming, Videoanzeige und Office-typische Tätigkeiten problemlos möglich.
Fazit: HPs OmniBook X Flip ist ein preiswertes, zugleich aber leistungsstarkes Arbeitsgerät für unterwegs. Design, Fertigung und die KI-Ausstattung sind die zentralen Stärken des 1049 Franken günstigen Geräts.

Lenovo ThinkPad T14s 2-in-1 Gen 1

Beginnen wir mit dem Äusseren: Das 14 Zoll grosse ThinkPad von Lenovo ist sehr gut verarbeitet. Es besteht aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung. Die hochwertige Verarbeitung zeigt sich auch in Details wie den präzisen, abgerundeten Ecken oder der sauber in den Body eingelassenen Tastatur. Das Scharnier, das das Gehäuse und das IPS-Display verbindet, ist robust und erlaubt eine 360-Grad-Drehung. Damit wandelt sich das Gerät innert Sekunden vom Laptop zum Tablet. Positiv fällt zudem auf, dass  Schmutz­partikel aufgrund der exakten Verarbeitung kaum eine Chance haben, sich festzusetzen. Die Tastatur bietet einen prima austarierten Anschlagpunkt, was Fehler beim Eintippen minimiert. Das grosse Touchpad reagiert ebenfalls zuverlässig und schnell. 
GUT: Lenovo ThinkPad T14s 2-in-1 Gen 1
Quelle: Lenovo
Zur Ausstattung: Das Herzstück bildet Intels Core Ultra 7 255U mit integriertem Intel-Graphics-Chip, der für die grafische Darstellung zuständig ist. Der CPU mit KI-Prozessor stehen 32 GB an Arbeitsspeicher sowie ein 1 TB grosser SSD-Datenträger zur Seite. Das verbaute IPS-Display löst gestochen scharf mit 1920 × 1200 Pixeln auf und bietet eine Bildwiederholrate von leider nur 60 Hz. Ein Minuspunkt.
Das 1,4 Kilogramm leichte Gerät bootet innert 7 Sekunden. Beim PCMark-10-Test schafft das Convertible gute 6603 Punkte respektive 541 Cinebench-2024-Punkte und bleibt damit jeweils nur knapp hinter dem Ominbook von HP zurück. Auffallend ist bedauerlicherweise, dass das Kühlsystem bei hoher Rechenlast hörbar wird. 
Anschlusstechnisch gibt es moderne Standards: Neben einem Thunderbolt 4-, USB-C- und einem HDMI-Port stehen den Nutzern Wi-Fi 7 und 5G-Konnektivität (via Nano-SIM-Slot) als Breitbandverbindungen zur Verfügung. Der Akku versorgt das Notebook im Praxiseinsatz für 11:19 Stunden. 
Lenovo legt grossen Wert auf KI-Funktionen: Lenovo AI Now agiert als lokaler Offline-Assistent. Er gewährleistet Datenschutz durch lokale Speicherung, automatisiert Aufgaben und ermöglicht schnelle Suchergebnisse. Ausserdem sind selbstverständlich die typischen Microsoft-KI-Anwendungen wie Live-Untertitel für das Copilot+-Modell nutzbar.
Fazit: Das Lenovo ThinkPad T14s 2-in-1 Gen 1 überzeugt durch die hochwertige Bauweise, seine Business-Funktionen und die gekonnte KI-Integration.
Testübersicht: KI-Convertibles mit Touchscreen ab 1049 Franken
Quelle: PCtipp.ch



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