Tests 23.11.2012, 14:46 Uhr

Halo 4 im Test

Mit Halo 4 erschien kürzlich eines der meisterwarteten Spiele des Jahres für die Xbox 360. Wir haben uns durch die Kampagne geballert.
Ums vorwegzunehmen: Der Autor ist kein Kenner des Halo-Universums, hat frühere Teile nur sporadisch gezockt. Entsprechend unvoreingenommen ging er an den Test des im Vorfeld stark gehypten Halo 4. Trotz spärlicher Serienkenntnisse lässt sich aber sagen: Auch der neuste Teil der Serie ist ein Halo durch und durch. Am Spielprinzip hat sich so gut wie nichts geändert: Halo 4 ist ein geradliniger Shooter, der packende Gefechte mit Heerscharen von Aliens in teils weitläufigen Arealen inszeniert. Angereichert werden die Schusswechsel durch immer wieder auftauchende Fahrzeuge und andere Vehikel. In einem Level steuern wir beispielsweise einen Kampfroboter, in einem anderen müssen wir in einer Art Raumschiff bei halsbrecherischer Geschwindigkeit Hindernissen ausweichen. Diese Abschnitte sind cool gemacht und sorgen für Abwechslung.
Cool: Die neuen Waffen der Prometheaner sind teils ziemlich abgefahren
Die Gefechte zu Fuss werden durch akute Munitionsknappheit taktisch angehaucht. Oft müssen wir auf die Waffen von gefallenen Gegnern ausweichen, die zum Teil eine ganz andere Vorgehensweise erfordern. Allgemein gefallen vor allem die im Vergleich zu den Vorgängern neuen Waffen der Prometheaner durch ihr cooles Design. Apropos Prometheaner: Diese neue Alien-Rasse gehört zu den häufigsten Gegnern in Halo 4.
Aufwachen, Chief!
Zur Story: Der Master Chief (die Spielfigur, eine Art Supersoldat) wird von seiner KI-Begleiterin Cortana aus einem vierjährigen Schlaf geweckt. Den Grossteil des Spiels verbringen wir auf dem Planeten Requiem, wo es darum geht, einem Bösewicht namens «Didaktiker» das Handwerk zu legen. Die Geschichte wird vor allem in Zwischensequenzen vorangetrieben, in denen die virtuelle Begleiterin Cortana mit ihren üppigen Kurven meist eine Hauptrolle spielt. Zwischen ihr und dem Master Chief entwickelt sich fast so etwas wie eine Liebesgeschichte. Auch wenn die Story teils etwas konfus ist und eher beiläufig erzählt wird, weiss das Spiel doch zu fesseln. Zur packenden Atmosphäre tragen auch die meist sehr schön gestalteten Levels und die hübsche Grafik bei.
Cortana: Auch virtuelle Schönheiten haben Gefühle
Gemeinsam sind wir stark
Die Kampagne von Halo 4 nimmt zwischen fünf und zehn Stunden in Anspruch und wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Das Ende kommt allerdings etwas abrupt. Besonders viel Spass macht das Spiel traditionell im Koop-Modus, im Zusammenspiel mit bis zu drei via Splitscreen verbundenen Freunden. Allgemein ist das Herzstück von Halo 4 serientypisch der Mehrspielermodus. Nebst der Kampagne gibt es eine Reihe weiterer, speziell für den Koop-Modus entworfener Missionen, die sogenannten Spartan Ops. Daneben gibt es auch diverse unterschiedliche Spielmodi, in denen sich Spieler online gegenseitig auf die Rübe geben können. Hier gilt es, fleissig Punkte zu sammeln, um neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände freizuspielen. Für Langzeitmotivation ist also auch gesorgt.
Fazit: Halo 4 ist ein geradliniger und toll inszenierter Egoshooter mit einer packenden Kampagne und schier endlosen Mehrspieleroptionen.

Testergebnis

Tolle Inszenierung, packende Gefechte, umfangreiche Multiplayer-Optionen
Story teils etwas konfus

Details:  Actionspiel für Xbox 360, bis zu 16 Spieler (Online-Multiplayer)

Preis:  Fr. 75.-

Infos: 
www.microsoft.com

Leserwertung

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Kommentare

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Marcel Hauri
26.11.2012
Angespielt vs. Test Hallo was war denn beschämend? Dass ich mich mit einem Legacy-Shooter abgeben musste? Dass ich nach 2 Stunden Spielzeit noch nicht richtig warm wurde ... ? Und das in einem Text, den ich «Angespielt» nannte, kundgetan habe? Wie du siehst, gibt es keine absolute Meinung. Und das ist gut so. Und für alle - die wissen wollen, um was sich diese Diskussion dreht: http://www.pctipp.ch/news/software/65092/angespielt_halo_4.html Cheers, Marcel