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Hardware-Guide: Darauf müssen Sie beim Hardware-Kauf achten!

Was genau macht ein gutes Smartphone aus? Welche Funktionen sind bei Notebooks zentral? Und welche Komponenten gehören in einen schnellen Desktop-PC? Diese Kaufberatung zeigt, wie Sie garantiert Ihre Traum-Hardware finden.

von Daniel Bader 10.02.2020

Einsatzzweck und Anforderung sind zwei zentrale Kriterien beim Kauf von Hardware – sei es ein Desktop-PC, ein Notebook oder ein Smartphone. Nur wenn diese stimmen, hat man am gekauften Gerät auch tatsächlich Freude. Deshalb führt der PCtipp jedes Jahr unter seinen Lesern eine grosse Umfrage durch, bei der wir von Ihnen wissen möchten, welche Hardware auf der Wunschliste steht und welche Kriterien für einen Kauf entscheidend sind.

Am begehrtesten sind bei den PCtipp-­Lesern Smartphones, Convertibles/Notebooks, Tablets und Desktop-PCs. Sie stehen in den nächsten zwölf Monaten auf dem Einkaufszettel. Damit Sie beim Gerätekauf keine Enttäuschung erleben, zeigt unsere Kaufberatung, welche Funktionen bei den vier genannten Kategorien besonders von Bedeutung sind. Als zusätzlichen Service bietet der PCtipp für jede Geräteklasse einen Steckbrief als Einkaufsunterstützung. Er listet jeweils die wichtigsten Eigenschaften auf, die ein zukunftssicheres Gerät der entsprechenden Kategorie mitbringen sollte.

Hinweis: Tablets werden im folgenden Ratgeber nicht einzeln besprochen, da diese Gerätekategorie sehr viele Parallelen zu Smartphones aufweist.

Smartphones

Grafik 1 Grafik 1 Zoom Trotz der enormen Vielfalt an unterschiedlichen Funktionen, die fast schon mit jeder neuen Smartphone-Generation Einzug hält, bleibt das wichtigste Kaufkriterium das Telefonieren (93 Punkte), Grafik 1. Dahinter folgen das Messaging (90 Punkte), also die Chat-Kommunikation via WhatsApp, SMS & Co. Am drittwichtigsten sehen Nutzer das Mailen (85 Punkte) an. Schon mehrere Jahre «sitzen» dagegen die beiden Einsatzzwecke Shopping (43 Punkte) und E-Banking (42 Punkte) im unteren Drittel fest. Unterm Strich ist das ein Indiz dafür, dass Smartphone-Nutzer ihre Bankgeschäfte lieber nicht im mobilen Internet von unterwegs erledigen wollen.

Akkulaufzeit

Grafik 2 Grafik 2 Zoom Nicht das Tempo, sondern das Durchhalte­vermögen – sprich die Akkulaufzeit – liegt mit 89 Punkten ganz oben auf der Anforderungsliste, Grafik 2, der Umfrageteilnehmer. Dass die Leistung (85 Punkte) zwar wichtig, aber eben nicht mehr ganz so matchentscheidend wie früher ist, zeigt sich auch im Vergleich zur letzten durchgeführten Studie, in der die Leistung noch mit einem Punkt höher bewertet wurde. Damit das Smartphone lange und ohne externe Stromzufuhr läuft, ist eine möglichst hohe Kapazität des Stromspenders nötig. Diese wird immer in Milli-Amperestunden (Kürzel: mAh) angegeben. Die Faustregel: Je grösser die Zahl, desto länger hält der Akku  durch. Typische Werte für Smartphones sind 3000 bis mittlerweile 4000 mAh. Spitzen­modelle wie Huaweis P30 Pro sind mit einem Akku ausgestattet, der eine Kapazität von
4500 mAh besitzt. Xiaomi spendiert dem brandneuen Mi Note 10 sogar einen Stromspender mit 5500 mAh.


Achtung:
Leider immer noch verbreitet sind geschönte Herstellerangaben über die Handy-Laufzeit etwa im Stand-by- oder reinen Telefonbetrieb. Das hat aber nur wenig mit der Praxis gemein, da Anwender zusätzlich mit dem Smartphone surfen, chatten, hochauf­lösende Filme anschauen etc. All diese Funktionen nagen an der Akkuleistung. Im Schnitt hält der Smartphone-Akku ein bis
maximal drei Tage. Zudem, auch das muss erwähnt werden, lässt die anfängliche Kapazität des Stromspenders bereits nach rund einem halben bis einem Jahr spürbar nach. Meist reduziert sich die Akkulaufzeit in diesem Zeitraum um einen Drittel oder sogar bis zur Hälfte. Der Grund sind chemische Prozesse in den Lithium-Ionen-Akkus der Smartphones.

Bedienung, System und Updates
Platz zwei und drei bei den Anforderungen teilen sich die Bedienung sowie das Betriebssystem mit je 88 Punkten. Rang vier belegen regelmässige System-Updates. Die Entscheidung, auf welche System-Software die Nutzer setzen, fällt laut unserer Umfrage eindeutig aus. Mit 75 Punkten liegt Android auf der Poleposition. Auf Rang zwei folgt Apples iOS (45 Punkte).

Aufgrund der stetig wachsenden Funktionalität von Handys ist eine möglichst einfache und flüssige Bedienung Pflicht. «Einfach» bedeutet eine Menüführung, die möglichst wenig verschachtelte Untermenüs aufweist und den Nutzer schnell ans Ziel führt. Zwar bauen die Android-Versionen 8, 9 und aktuell 10 aufeinander auf und ermöglichen Anwendern einen schnellen Umstieg, sofern sie bereits mit einem früheren Android-Betriebssystem Erfahrungen gesammelt haben. iOS gilt hin­gegen immer noch als einsteigerfreundlicher, da die Nutzer in der Regel nicht so viele Anpassungsmöglichkeiten wie bei einem An­droid-Betriebssystem haben.

Um sich einen Überblick über die beiden aktuellen Betriebssysteme von Apple (iOS Version 13) und Google (Android 10) zu verschaffen, bieten sich die PCtipp-Artikel unter den Internetadressen go.pctipp.ch/2183 (iOS) und go.pctipp.ch/2184 (Android) an.

Leistung, Speicher und Kamera
Die Leistung (Platz fünf mit 85 Punkten) wird nach wie vor durch den Chipsatz und den Arbeitsspeicher bestimmt. Bei Letzterem haben sich bei der Top-Riege unter den Smartphones Arbeitsspeichergrössen von 6 GB oder sogar 8 GB etabliert, wie etwa das Galaxy S10 Note Plus von Samsung oder P30 Pro von
Huawei zeigen. Wie bei den Tablets setzen Hersteller auch bei Smartphones auf «System-on-a-Chip»-Hardware (kurz: SoC). Diese sind eine Art Mini-Kraftwerke, die sowohl Rechen-, Videoprozessor, Grafikeinheit als auch LTE-Modem-Funktionalitäten in nur einem einzigen Baustein vereinen. Meist beruht der verbaute SoC-Baustein auf ARM-Technologie. Hersteller wie Apple oder Samsung setzen solche Stromsparchips leicht modifiziert in ihre Smartphones ein. Die Taktraten ansprechender SoCs-Chips, die mit bis zu acht Rechenkernen ausgestattet sind, liegen derzeit zwischen 2,2 und 3,2 GHz. Zudem können diese Chips, ähnlich wie bei den Notebooks oder Desktop-PCs, ihre Kerne je nach Auslastung nicht verwenden oder den Takt der aktiven Kerne reduzieren.

Einen Sprung nach vorn gibts bei den Kameralösungen, die in den Spitzenmodellen hausen. Zum einen werden die verbauten Sensoren, wie im Fall von Xiaomis Mi Note 10, das einen riesigen 108-Megapixel-Sensor beherbergt, immer grösser. Andererseits sind die Top-Smartphones nun mit drei oder gar vier unterschiedlichen Linsensystemen bestückt, um beispielsweise den Tele-, Zoom- und (Ultra-)Weitwinkelbereich abzudecken. Beim optischen Zoom können Objekte zwei-, fünf- oder gar zehnfach vergrössert werden. Bei der zehnfachen Vergrösserung kommt allerdings (bisher) eine Kombination aus optischem und «intelligentem», digitalem Zoom zur Anwendung.     

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