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Mac-Tipp: SelfControl

Wenn es mit der Selbstdisziplin nicht weit her ist, sollten Sie sich von jemandem helfen lassen, der es besser kann – und dabei kein Erbarmen kennt.

von Klaus Zellweger 25.01.2020

Das Hässliche an der Selbstdisziplin ist, dass wir es ganz allein vermasseln. Wir können niemandem die Schuld geben, wenn wir einen Job zu spät abliefern, die Prüfung verschlampen oder am Ende des Monats in der Arbeit untergehen, weil so manches nicht erledigt wurde. Es ist die eigene Schuld – und nichts anderes.

Also fast. Denn genau genommen ist natürlich das Internet für diese Ablenkungen verantwortlich. Nur noch kurz die News prüfen. Im zwei, drei Foren den wichtigen, geistreichen Senf dazugeben. Das YouTube-Video mit den doofen Katzen ansehen. Und so weiter.

Kurz, das Internet ist die Geissel der arbeitenden Kaste. Und vielleicht kommen Sie irgendwann zum Schluss, dass ein wenig Hilfe nicht schaden könnte, um seinen Versuchungen besser zu widerstehen.

SelfControl

Diese Hilfe gibt es, und sie hat einen Namen: SelfControl. Zuerst bestimmen Sie ganz allein, welchen Websites sie abschwören möchten. Danach definieren Sie das Zeitfenster, zum Beispiel drei Stunden. Gestartet um 8:45 Uhr, könnte die Abstinenz also um 11:45 Uhr enden – und damit gerade noch rechtzeitig, um vor der Mittagspause im Internet nach dem Rechten zu sehen.

Doch wenn SelfControl erst einmal gestartet ist, gibt es kein Zurück mehr, bis der Timer abgelaufen ist. Sie können das Programm beenden, löschen und den Mac neu starten: Das wird nicht das Geringste ändern.

SelfControl ist kostenlos. Laden Sie die kleine Anwendung unter der Adresse selfcontrolapp.com herunter und starten Sie sie. In einem ersten Schritt klicken Sie auf die Schaltfläche «Blacklist bearbeiten»:

Zuerst wird die schwarze Liste definiert Zuerst wird die schwarze Liste definiert Zoom© Screenshot / ze

Klicken Sie auf das Plus-Symbol und setzen Sie der Reihe nach alle Adressen auf die «Blacklist», die Sie viel zu häufig besuchen:

Einfach hinzufügen, was ablenkt Einfach hinzufügen, was ablenkt Zoom© Screenshot / ze

Wählen Sie über den Schieberegler die Dauer der Auszeit und klicken Sie auf die Schaltfläche «Start»:

Die Zeit sollte sinnvoll bemessen sein, damit sich der Frust in Grenzen hält Die Zeit sollte sinnvoll bemessen sein, damit sich der Frust in Grenzen hält Zoom© Screenshot / ze

Nach Eingabe des Benutzerkennworts heisst es «Bye-bye, Internet!» – oder zumindest für die Seiten, die Sie auf die Blacklist gesetzt haben:

Die Zeit läuft, weitere Seiten könnten hinzugefügt werden Die Zeit läuft, weitere Seiten könnten hinzugefügt werden Zoom© Screenshot / ze

Während der Timer läuft, könnten Sie die aktuelle Seite ebenfalls zur Blacklist hinzufügen oder die Dauer der Selbstkasteiung erweitern. So oder so: Geniessen Sie die wiedererlangte Produktivität.

Die Whitelist

Wie Sie vielleicht gesehen haben, können Sie anstelle der Blacklist auch eine Whitelist pflegen – aber das ist das wirklich harte Zeug! Mit der Verwendung der Whitelist wird das ganze Internet gesperrt, mit Ausnahme der Websites, die Sie auf die Whitelist gesetzt haben:

Die Whitelist ist hingegen eine ernste Sache! Die Whitelist ist hingegen eine ernste Sache! Zoom© Screenshot / ze

Das birgt Risiken. Denn ohne Erfahrung werden Sie kaum wissen, welche Websites für Ihre Arbeit im Büro unerlässlich sind. Vermutlich sind es einige mehr, als Sie denken. Wenn Sie also mit dieser Liste arbeiten wollen, sollten Sie zuerst nur kurze Sperrzeiten verwenden, um sich nicht selbst ins Abseits zu schiessen.

Tags: Mac

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