Foto-Praxis: RAW-Dateien neuer Kameras importieren

Wie man Rohdateien brandneuer Kameramodelle einlesen und bearbeiten kann – und zwar auch mit älteren Programmen.

von David Lee 08.04.2011 (Letztes Update: 24.09.2014)

Wer gerade eine neue Kamera gekauft hat, kann oftmals die Raw-Files in seinem bevorzugten Bildbearbeitungsprogramm gar nicht bearbeiten. Denn die Software-Hersteller brauchen jeweils einige Zeit, um Updates für die neuen Formate zu liefern. Für Besitzer von Adobe Photoshop, Photoshop Elements und Photoshop Lightroom hilft jedoch oft ein Besuch der Adobe Labs: Dort sind die neusten Updates schon vorher als Vorabversionen (Release Candidates) verfügbar. Obwohl es noch nicht die endgültige Fassung ist, treten damit in der Regel keine Probleme auf.

Photoshop: Laden Sie auf der Downloadseite von Adobe Labs das Camera Raw für Photoshop herunter. Wenn dieses nicht zu finden ist, gibt es im moment keine Betafassung des Camera Raw. Laden Sie in diesem Fall das finale Camera Raw herunter, wenn Sie noch nicht die neuste Version haben; andernfalls ist Geduld angesagt.

Photoshop Lightroom: Laden Sie die neuste Version von Lightroom in den Adobe Labs herunter (sofern vorhanden). Wer Adobe Lightroom 5 gekauft hat, kann alle Updates mit Versionsnummer 5.x kostenlos verwenden. Bei früheren Versionen klappt das nicht. Beachten Sie ausserdem, dass Sie unter Umständen Zwischenupdates durchführen müssen, also zum Beispiel Version 5.1 installieren, bevor 5.2 funktioniert.

Der DNG-Konverter Der DNG-Konverter Zoom Photoshop Elements und ältere Photoshop-Versionen:
Das in den Adobe Labs zum Download angebotene Camera Raw funktioniert nicht für Photoshop Elements und auch nicht für ältere Photoshop-Versionen. Darum muss man den Umweg über den DNG-Konverter nehmen. Diese kostenlose, eigenständige Software gibts wie das Camera Raw nicht nur als finale Version, sondern zeitweise auch in den Adobe Labs als Betaversion (dies ist nicht immer der Fall, daher finden Sie hier keinen direkten Link).

Der DNG-Konverter tut nichts anderes, als Raw-Dateien stapelweise ins DNG-Format umzuwandeln. Dieses wiederum lässt sich mit jedem (auch einem älteren) Camera Raw von Photoshop und Photoshop Elements öffnen. Sie können nämlich bei der Konvertierung wählen, mit welcher Version des Camera Raw die DNG-Dateien kompatibel sein sollen.

Bei der Umwandlung ins DNG-Format gehen, anders als bei JPEG, keine Bildinformationen verloren. Das DNG-Format ist gleichwertig mit RAW. Ausserdem ist es ein offengelegtes Dateiformat. Theretisch kann daher das DNG-Format auch von Software eingelesen werden, die nicht von Adobe stammt; praktisch jedoch ist dies höchst selten der Fall.

Übrigens: Mit den neusten Beta-Versionen erhalten Sie nicht nur die Unterstützung für neue Kameras, sondern auch neue Objektive für die automatische Verzerrungskorrektur.


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