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Facebook hat Livestream-Regeln verschärft

Nachdem das Video des Christchurch-Attentäters auf Facebook rasche Verbreitung fand, verschärft das soziale Netzerwerk die Regeln. Nun genügt ein Regelverstoss.

von Claudia Maag 16.05.2019

Ab sofort verschärft Facebook seine Richtlinien für seinen Livestream. Hintergrund für diesen Entscheid ist der Anschlag von Christchurch. 

Wenn Nutzer bisher gegen die Community-Standards (Live und allgemein) verstiessen, hat Facebook deren Beiträge (in der Regel) gelöscht. Gab es weiterhin Posts mit gewalttätigen Inhalten, wurden die Verfasser auf Facebook temporär blockiert; in wenigen Fällen wurden Nutzer komplett gesperrt.

Wenn nun jemand gegen die schärferen Richtlinien verstösst, kann die Nutzung der Livestreaming-Funktion sofort für einen gewissen Zeitraum blockiert werden. Ein einziger Verstoss genügt. Ein Beispiel: Wenn man einen Link zu einer Erklärung einer terroristischen Gruppe bei Facebook teilt, ohne dies mit einer Kontexterläuterung einzuordnen, wie Facebook-Vertreter Guy Rosen in einer offiziellen Mitteilung bekannt gibt. «Nach den schrecklichen Terroranschlägen in Neuseeland haben wir geprüft, was wir noch tun können, um unsere Dienste davon abzuhalten, Schaden anzurichten oder Hass zu verbreiten», schreibt Rosen. 

Das Unternehmen plant, diese Einschränkungen in den kommenden Wochen auf andere Bereiche auszudehnen. Als Erstes sollen dieselben Personen gehindert werden, Anzeigen auf Facebook zu schalten.

Ausserdem gab Facebook bekannt, dass man 7,5 Millionen US-Dollar in neue Forschungspartnerschaften mit führenden Wissenschaftlern dreier Universitäten investieren will, um die Technologie der Bild- und Videoanalyse zu verbessern. Eine der Herausforderungen nach dem Angriff in Christchuch sei die Verbreitung vieler verschiedener Varianten des Videos gewesen. Facebook hatte Mühe, diese Videovarianten alle zu finden und zu blockieren. Man habe erkannt, dass man im Bereich Video- und Audio-Matching investieren müsse, so Rosen weiter.

Tags: Facebook, Apps

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