Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

KI-Navi arbeitet auch ohne GPS hochpräzise

Eine auf Deep Learning basierende Software für Smartphones von Forschern des Aerospace Information Research Institute der Chinesischen Akademie der Wissenschaften erkennt die Position eines Fahrzeugs in Umgebungen, in denen kein GPS-Empfang möglich ist.
© (Quelle: Shutterstock/Kaspars Grinvalds)

Trägheitssensoren und Speed

Die Experten nutzen Trägheitssensoren, die in nahezu jedem Smartphone stecken - unter anderem zum Wechsel von Hoch- auf Querformat - um auch ohne GPS zu navigieren. In die Berechnung fliesst zudem die Geschwindigkeit ein. Daraus ermittelt das System namens "DMDVDR" den jeweiligen Standort, obwohl die Ausgangsdaten nicht allzu zuverlässig sind. In der Vor-GPS-Zeit versuchten mehrere Unternehmen Navigationsgeräte zu entwickeln, die genau diese Daten nutzten. Sie erreichten jedoch nie die notwendige Genauigkeit.

In realistischen Fahrszenarien getestet, erzielte das System eine horizontale Positionsabweichung von weniger als 0,5 Prozent der zurückgelegten Strecke. Anders ausgedrückt weiss das System nach 1.000 Metern, dass es sich plus/minus fünf Meter vom angezeigten Ort befindet. Genauer schafft es auch GPS nicht. Selbst in komplexeren Szenarien wie beim Rückwärtsparken oder bei wiederholten Kurvenfahrten blieb das System stabil und genau.

Über lokale Tests hinaus validierten die Forscher ihr System anhand realer Tunneldaten aus der "Google Smartphone Decimeter Challenge". Dabei geht es darum, wie gut Smartphones in der Lage sind, ihre Position in Innenräumen oder in städtischen Umgebungen zu bestimmen.

Rein KI-gesteuerte Mobilität

"Unser Ziel war es, gewöhnliche Smartphones in die Lage zu versetzen, aussergewöhnliche Navigationsleistungen zu erbringen - selbst dort, wo GPS nicht mehr funktioniert. Durch die Kombination von Deep Learning mit bewährten Filtertechniken haben wir ein System geschaffen, das nicht nur in der Theorie funktioniert, sondern auch unter realen Bedingungen wie in Tunneln und Tiefgaragen zuverlässig arbeitet. Das ist ein grosser Fortschritt für die KI-gesteuerte Mobilität", so Forschungsleiter Ruizhi Chen. (pressetext.com)

Kommentare

Navigation Forschung
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Marktforscher sehen das Ende von 4G am Horizont
Analysten rechnen damit, dass schon in wenigen Jahren in den ersten Ländern die heute noch so wichtige 4G-Technik abgeschaltet werden kann. Für IoT-Geräte könnte es bis dahin 5G-basierte Übergangstechnologien geben.
3 Minuten
27. Apr 2026
Jeder Dritte nutzt mindestens einmal pro Woche KI
Eine Bitkom-Umfrage zur Wahrnehmung der Künstlichen Intelligenz durch die Deutschen zeigt zwar eine steigende Nutzung der Techologie, aber auch Skepsis und Ablehnung in Teilen der Bevölkerung.
6 Minuten
28. Apr 2026
Statistik zur Fernmeldeüberwachung
Rückgang der Wachstumsdynamik bei Überwachungsmassnahmen
Die Schweizer Strafverfolgungsbehörden und der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) haben im Jahr 2025 beim Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr (Dienst ÜPF) insgesamt etwa 40 Prozent mehr Überwachungsmassnahmen angeordnet als im Vorjahr. 
3 Minuten
28. Apr 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Publireportage
Die beste Adobe-Alternative: UPDF 2.5 macht deinen PDF-Editor intelligenter
Für die meisten Menschen ist ein PDF-Editor ein ziemlich einfaches Werkzeug: Text bearbeiten, eine Datei konvertieren, vielleicht noch OCR ausführen. Mehr wird oft nicht erwartet. Doch mit der Veröffentlichung von UPDF 2.5 wird deutlich, dass sich das Tool weit darüber hinaus entwickeln will.
4 Minuten
Vergabe der UKW-Konzessionen für Radios 2027 bis 2034
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat das Verfahren für die Vergabe der UKW-Funkkonzessionen zur Verbreitung von Radioprogrammen ab 2027 festgelegt. Die SRG und Privatradios mit Leistungsauftrag können auf Gesuch hin ihre bisherigen Frequenzen weiter nutzen. SRG vor UKW-Rückkehr?
3 Minuten
21. Apr 2026
Lederarmbänder werden zu Stromspeichern
Forscher der Jilin-Universität machen aus ledernen Jacken, Trachtenhosen und Uhrarmbändern Batterien. Dabei bleibt ihre ursprüngliche Funktion erhalten.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare