Winamp-Erfinder trennt sich von AOL

Justin Frankel, Entwickler des Media-Players Winamp, wird nicht mehr lange bei AOL arbeiten. Ursache ist wahrscheinlich ein Streit um eine neue File-Sharing-Software von Frankel, die AOL nicht veröffentlichen will.

von Sascha Zäch 03.06.2003

Letzten Donnerstag stellte Justin Frankel die Software Waste auf der Nullsoft-Website [1] zum freien Download bereit. Waste ermöglicht es, Dateien und Nachrichten über ein verschlüsseltes Netzwerk auszutauschen. Kurz nach der Veröffentlichung zog Nullsoft-Besitzerin AOL die Software wieder zurück. Die Begründung: Waste sei unautorisiert ins Netz gestellt worden. Die Software gehöre Nullsoft. Jeder, der die Software heruntergeladen oder anderweitig in seinen Besitz gebracht habe, soll seine Programmversion von Waste zerstören. AOLs Vorstoss scheint Justin Frankel stark verletzt zu haben. "Das Unternehmen kontrolliert, was ich mit meinem Code tue. Das Unternehmen kontrolliert das stärkste Ausdrucksmittel, das ich besitze. Dies ist für mich als Individuum inakzeptabel. Deswegen muss ich gehen. Ich weiss nicht wann es sein wird, aber ich werde nicht mehr viel länger bleiben", schreibt Frankel auf seiner Website [2].


    Kommentare

    Keine Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.