Partnerzone Bitdefender 19.07.2021, 07:30 Uhr

Das Internet der Zukunft?

Fast 30 Jahre nach der Erfindung des Internets hat sein geistiger Vater genug und meldet, dass er an einer neuen, «faireren» Variante arbeitet. Was ist dran an «SOLID?»
(Quelle: Bitdefender)
Tim Berners-Lee ist unter den Informatikern und Digitalfreaks eine Legende. Der 66-jährige Londoner gilt als der Erfinder des WWW, also des Internets, wie wir es heute kennen. Als unabhängiger Vertragsarbeiter für das Genfer CERN präsentierte er ungefähr 1980 seine Idee des «Hypertext»: Textinformation, welche Links enthält und den Benutzer so zu anderen Texten führen kann. Erst am 20. Dezember 1990 allerdings ging die erste Webseite – info.cern.ch – ins Netz. Noch heute kann über die allererste existierende Online-Adresse eine einfache Seite mit Informationen über das Internet abgerufen werden. Was seither mit dem Internet geschah, ist Geschichte: Es wurde zum bedeutendsten Kommunikationswerkzeug der Menschheit und veränderte uns, die Art wie wir arbeiten und unsere Gesellschaft auf profunde Art und Weise. Dennoch ist Berners-Lee nicht (mehr) mit dem einverstanden, was das Internet der heutigen Zeit darstellt. Was ihm vor allem Mühe bereitet, ist, wer das WWW kontrolliert.
So sagte der den offiziellen englischen Rittertitel «Sir» tragende Berners-Lee dieses Jahr, dass ihm das Themengefüge rund um Privatsphäre im Internet Sorgen bereite und er skeptisch betrachte, wie gerade grosse Anbieter wie Google oder Facebook mit den persönlichen Daten der Benutzer umgingen. «Sie wissen jetzt genau, wer Sie sind», wird der weltberühmte Informatiker zitiert, «und sie wissen genau, welche politischen oder werbetechnischen Lügen man Ihnen auftischen muss, um sich selbst immer tiefer gehende Rechte zu sichern». Dabei stört ihn, dass die Menschen sich kaum um ihre Datensicherheit scheren, obwohl sie täglich im Internet aktiv seien. Nur wenn wieder einmal eine Schlagzeile zu einem Datenleck bei einem grösseren Unternehmen aufkomme, forderten alle mehr Datensicherheit, so Berners-Lee. Doch der Interneterfinder und Präsident des W3-Konsortiums, welches die Entwicklung des WWW überwacht, hat eine Idee.
Dieses Jahr stellte Tim Berners-Lee «SOLID» vor. «SOLID» soll grundsätzlich eine dezentralisierte Version des Internets sein. So sollen beispielsweise Nutzerdaten nicht mehr zentral auf den Servern der Anbieter existieren und dort tendenziell zu unlauteren Zwecken verwendet werden können. Vielmehr erlaubt die Plattform «SOLID» die Erstellung von sogenannten «Personal Online Data Stores» (PODS), zu Deutsch etwa «Persönliche Online Datenspeicher». Jede/r Benutzer*in hat so einen und kontrolliert zu einhundert Prozent, was mit den gespeicherten Daten passiert. Unternehmen und Services müssen um Zugriff und Verwendungserlaubnis über einzelne oder mehrere darin gespeicherte Daten bitten. Selbst speichern sie allerdings nichts mehr ab.
Damit das neue System auf die Beine kommen kann, wurde das Startup Inrupt gegründet, um die Entwicklung und Implementierung von «SOLID» zu steuern und zu kontrollieren. Ob Inrupt und «SOLID» die hehren Ideale des Sir Berners-Lee erfüllen können oder es zu schwierig sein wird, Unternehmen von ihrer liebgewonnenen Datenkontrolle zu trennen, wird sich noch zeigen. Bis dahin sollten Sie allerdings die meisten Ihrer Internetverbindungen über VPN-Server laufen lassen, damit immerhin niemand zuhören und Sie identifizieren kann. In Bitdefender Total Security ist bereits ein starker VPN-Dienst integriert, der dafür sorgt, dass Sie im Internet anonym bleiben und niemand mit Ihren Daten spielen kann. Denn wo Tim Berners-Lee recht hat, hat er recht: Ihre Daten sollen Ihnen gehören – sonst niemandem.
Quelle: Bitdefender
Buchstäblich sicher: Bitdefender Total Security.

Autor(in) Bitdefender Schweiz


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