FHNW

13.03.2026, 09:19 Uhr

Neue Studienrichtung der FHNW verbindet Sport, Daten und KI

Tracking, Wearables und künstliche Intelligenz verändern den Sport grundlegend. Mit der neuen Studienrichtung «Data Science & AI for Sports» positioniert sich die Hochschule für Informatik FHNW in einem wachsenden Zukunftsfeld.
(Quelle: FHNW)
Sport ist längst ein Hightech-Feld: Sensoren, Videoanalyse und Performance-Metriken liefern grosse Datenmengen. Mehr Wirkung entsteht jedoch erst, wenn diese Daten richtig interpretiert und in Entscheidungen übersetzt werden – etwa in der Spielanalyse, der Trainingssteuerung oder der Rehabilitation. Genau hier setzt die neue Studienrichtung an.
«Der Fussball generiert heute enorme Datenmengen. Der wirkliche Mehrwert entsteht aber erst im Dialog zwischen Data-Science-Expertinnen und -Experten und Fachpersonen aus dem Sport. Dieser Dialog ist zentral und wird durch diese Studienrichtung ermöglicht – Abgänger sollen Sportorganisationen fit für den Einsatz von AI machen», so Thomas Bernhard, Athletik Coach U21 Nationalmannschaft beim Schweizer Fussballverband.
Praxisnahes Kompetenzprofil für Sport Analytics und AI-Anwendungen
In der Studienrichtung Data Science & AI for Sports erwerben Studierende fundierte Kompetenzen in Programmierung, Statistik, Datenanalyse und Machine Learning und spezialisieren sich auf sportbezogene Anwendungen, unter anderem:
  • Leistungsdiagnostik, Athletenentwicklung und –selektion für Vereine und Verbände. 
  • Automatisierte Analyse von qualitativen Informationen mittels KI für Sportpsychologen. 
  • Einsatz von Wearables für personalisierte Präventivmedizin. 
  • Datenbasierte Analytics und Business-Insights für Sportmanager
«Wir verbinden modernste Data-Science- und AI-Kompetenzen mit einem Anwendungsfeld, das viele Menschen begeistert. Gleichzeitig ist unser Studienmodell so aufgebaut, dass unterschiedliche Lebensrealitäten Platz haben. Das macht es besonders attraktiv für Studierende im Leistungssport, im Beruf oder mit anderen Verpflichtungen», sagt Martin Rumo, Studienrichtungsverantwortlicher an der Hochschule für Informatik FHNW.
Der Mehrwert von Sportdaten zeigt sich in konkreten Spielsituationen. Im Tennis etwa lässt sich mithilfe von Video- und Positionsdaten analysieren, unter welchen Bedingungen Punkte gewonnen werden – etwa wie sich Netzangriffe oder Laufwege je nach Gegner auf die Erfolgswahrscheinlichkeit auswirken. Algorithmen erkennen Muster über tausende Ballwechsel hinweg und liefern datenbasierte Empfehlungen. Solche Fragestellungen stehen exemplarisch für das Zusammenspiel von Sport, Daten und künstlicher Intelligenz.

Flexibel studieren – auch neben Training, Wettkampf oder Job

Der Studiengang Data Science & Artificial Intelligence ist flexibel und individualisiert und kann in Vollzeit oder Teilzeit absolviert werden. Er setzt auf wenige fixe Pflichttermine, vielfältige Lernwege und ein Coaching-Programm, das Studierende in Lernorganisation und Weiterentwicklung unterstützt.
Absolvierende qualifizieren sich unter anderem für Tätigkeiten als Sports Data Analyst, Sport Data Engineer, Rehabilitation Data Analyst oder Business Strategy Analyst im Sportumfeld. Da die erworbenen Data-Science- und AI-Kompetenzen branchenübergreifend einsetzbar sind, eröffnen sich zudem Perspektiven auch ausserhalb des Sports, etwa in Gesundheit, Industrie, Energie, Mobilität oder Finanzwesen.
Die Nachfrage nach Data-Science- und AI-Kompetenzen wächst branchenübergreifend stark. Mit «Data Science & AI for Sports» stärkt die Hochschule für Informatik FHNW ihre Profilierung in einem zukunftsrelevanten Wachstumsfeld.
Die Studienrichtung startet im Herbstsemester 2026 an der Hochschule für Informatik FHNW in Brugg-Windisch.



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