News 30.05.2014, 09:24 Uhr

Extremer gehts nicht: Nvidia GTX Titan Z mit 12 GB Videospeicher

Die neue Nvidia Titan Z belegt 3 Slots und kostet bis zu 3600 Franken!
Nachdem AMD Anfang April eine 500 Watt fressende Monstergrafikkarte mit Wasserkühlung auf den Markt gebracht hat, doppelt Nvidia nun mit einer 3-Slot-Grafikkarte mit 12 GB Video-RAM nach. Die beiden Grafikchips kommen total auf 5760 Shader-Einheiten zur Programmierung der 3D-Effekte. Für Spieler ist die aus den Shader-Einheiten resultierende hohe Genauigkeit weniger essenziell. Interessant wäre sie eher für CAD-Anwender oder Wissenschaftler bei hoher paralleler Rechenleistung, beispielsweise in Supercomputern.

Unterschiedliche Taktungen

Genauso macht die Grösse des Videospeichers nur bei höherer Taktung und grösserer Schnittstelle zwischen GPU und Video-RAM den Unterschied. Tatsächlich ist diesmal bei der neuen Titan zwar eine zweifache 384-Bit-Schnittstelle an Bord. Die Radeon R9 295X2 mit 8 GB Video-RAM hat aber eine zweifache 512-Bit-Schnittstelle, dafür einen nur 2500 MHz hohen Speichertakt. Der Grundtakt der Titan-GPU liegt im Gegensatz zur AMD-Karte laut Heise.de weit unterhalb von 1000 Megahertz. Benchmarks dürften mit der Zeit mehr Aufschluss geben über die tatsächliche Performance beider Karten im Direktvergleich.

«Nur» 375 Watt Strom

Im Vergleich zur AMD Radeon R9 295X2 schluckt die Nvidia Titan Z «nur» 375 statt 500 Watt Strom vom Netzteil. Wie bei der R9 295X2 sind zwei ganze PCI-Express-8-Pin-Stromanschlüsse vom Netzteil für die Stromversorgung erforderlich. Nvidia setzt im Gegensatz zu AMD auf eine Lüfterkühlung. Damit die Lüfter auch wirklich Platz haben, benötigt die 27 cm lange Grafikkarte drei Slots im PC-Gehäuse. Vom Kostenpunkt her gibts noch einen kleinen Unterschied: Die GTX Titan Z ist je nach Hersteller und Ausführung mit bis zu 3600 Franken mehr als doppelt so teuer wie die Radeon R9 295X2.

Zielgruppe?

Ähnlich wie bei AMDs Radeon R295X2 ist uns völlig unklar, welche Zielgruppe Nvidia mit dieser Karte verfolgt. Den Specs zufolge ist die GTX Titan Z sowohl für Workstation-Anwender als auch 4K-Gamer ausgelegt. Es dürfte eher weniger Genussspieler geben, die nebenbei noch ein bisschen parallele Rechenleistung brauchen - oder CAD-Awender, die zwischendurch gerne während der Arbeit auf ein 4K-Spiel umschalten. Mit einer kombinierten Lösung aus zwei aktuellen High-End-Karten kriegen Sie jedenfalls immer noch viel mehr fürs Geld, wenn Sie es bereits auf 4K- oder einigermassen ruckelfreies Multi-Monitor-Gaming abgesehen haben.

Autor(in) Simon Gröflin


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