News 20.05.2016, 07:22 Uhr

Angriff auf Skype und WhatsApp? Googles neue Messenger im Detail

Google hat an seiner Entwicklerkonferenz unter anderem zwei neue Messenger-Dienste vorgestellt, die WhatsApp, Skype und Co. das Leben schwer machen sollen.
Google Allo und Duo: Gleich zwei neue Messenger-Dienste hat Google an seiner Entwicklerkonferenz I/O 2016 vorgestellt. Bei Allo handelt es sich um eine smarte Messaging-App, die auf dem neuen Assistenzsystem des Herstellers – dem Google Assistant – aufbaut. Duo wiederum ist ein Video-Chat auf WebRTC-Basis, die auch bei niedrigen Bandbreiten eine ordentliche Performance liefern soll. Beide Apps will Google noch in diesem Sommer für Android und iOS starten. Damit bläst Mountain View zum Angriff auf WhatsApp, Skype und den Facebook-Messenger.

Google Allo

Die Messaging-App unterscheidet sich grundsätzlich nicht stark von herkömmlichen Messengern: Nutzer können in Einzel- oder Gruppen-Chats Nachrichten, Fotos und Sticker versenden, die Anmeldung erfolgt wie bei WhatsApp über die Telefonnummer.
Google Allo: Der smarte Messenger ist mit Googles neuem Assistenzsystem verzahnt
Zu den Besonderheiten der App zählen die sogenannten Smart Replys. Dies sind kontextbezogene Antwortvorschläge, die bei Fragen im Chat automatisch eingeblendet werden – ein ähnliches Feature hat Google bereits für seinen Mail-Client Inbox ausgerollt.
Speziell für vertrauliche Konversationen eignet sich hingegen der Inkognitomodus in Allo. Chats, die hier geführt werden, sind vollständig Ende zu Ende verschlüsselt und werden nach Beenden des Chats gelöscht. Die dabei verwendete Verschlüsselungstechnologie stammt von Open Whisper Systems und kommt auch im Krypto-Messenger Signal sowie in WhatsApp zum Einsatz.
An netten Spielereien mangelt es in Allo ebenfalls nicht: So können Nutzer dank der Whisper-Shout-Funktion die Schriftgrösse des Chats variabel anpassen, um ihren Nachrichten Nachdruck zu verleihen.

Google Assistant

Das Highlight der App stellt jedoch die Verzahnung mit dem Google Assistant dar. Bei diesem handelt es sich um einen umfangreichen Chatbot, der alle Tricks der Google-Suche beherrscht und damit beispielsweise im Nu Informationen zu anstehenden Veranstaltungen, Terminen und dergleichen liefert.
Die KI des Bots kommt auch mit kontextbezogenen Anfragen zurecht. So genügt es etwa, bei einem geteilten Bild des Eiffelturms, nach dessen Höhe zu fragen und schon liefert der integrierte Bot das passende Ergebnis. Eine explizite Nennung des Eiffelturms ist bei der Anfrage nicht erforderlich, da Allo selbstständig ermittelt, auf was sich die Frage bezieht.


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