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Wingo streicht das Gratis-Roaming – was nun?

Swisscom-Tochter Wingo hat das im Abo enthaltene Datenguthaben fürs Ausland gestrichen. Blöd. Das Hauptproblem ist aber eher die Kommunikation.

von Florian Bodoky 14.01.2020

Wingo gilt bei vielen Telko-Experten als der Musterschüler der Billig-Anbieter: Transparente Gebühren, keine versteckten Schock-Erlebnisse bei der Rechnung, keine Drosselung des Surfspeeds. So weit, so gut.

Nun kommt aber der Hammer: Wingo entfernt einfach ein Feature seines Angebots. Und zwar nicht irgendeins, sondern eins, das beim einen oder anderen Nutzer den Ausschlag zum Wechselentscheid gegeben haben dürfte: Jeden Monat gibts ein kostenloses Gigabyte, das im europäischen Ausland «versurft» werden konnte. Ideal für gelegentliche Business-Trips oder Wochenendausflüge.

Das ist doch eine erhebliche Wertminderung des Angebots. Zudem wurde diese Mutation offenbar nur gut zwei Wochen nach der Promo «Black Friday Extended» vorgenommen. Da konnte man schon auf die Idee kommen, dass dieser Entscheid vielleicht nicht so plötzlich kam, wie es den Anschein hatte? Dies lässt sich allerdings nicht schlüssig beantworten. Dazu kommt, dass Wingo hat in der Promo zwar nicht explizit auf Easy Surf Europe als Option hingewiesen hat. Formal ist die Vorgehensweise von Wingo daher in Ordnung. Wer sich aber interessierte und sich schlau machte, stiess zwingend auf diese Option. Dumm vor allem für jene Neukunden, die erst noch den alten Vertrag auslaufen lassen muss und dieses Feature deshalb gar nicht mehr bekommen. Dass man dies seitens Wingo noch nicht mal offensiv kommuniziert, sondern es klammheimlich macht, ist nicht sehr vertrauenswürdig – ohne den Bericht von Dschungelkompass.ch hätte man die Änderung wohl erst beim Abowechsel oder der nächsten Rechnung gemerkt..

Wingo verspricht zwar einen adäquaten Ersatz für Europa-Enthusiasten. Ich bin gespannt. Bis der aber hier ist und beurteilt werden kann gilt: D*ck-Move, Wingo!

Tags: Wingo

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