Highend-Klasse 23.02.2021, 09:27 Uhr

Huawei stellt neues Falt-Smartphone Mate X2 vor

Mit dem Mate X2 kommt die nächste Generation des Foldables - allerdings vorerst nur in China. Huawei gab bei der Vorstellung Einblicke in die Strategie auf dem Smartphone-Markt.
(Quelle: Huawei )
Den Gerüchten über den Ausstieg aus dem Geschäft mit Highend-Smartphones tritt Huawei mit seinem neuen Faltgerät Mate X2 entgegen, das allerdings vorerst nur im Heimatmarkt China kommen soll. Die Preise, die bei umgerechnet knapp 2400 Franken beginnen, sind eine selbstbewusste Ansage.
Der Chef der Consumer-Sparte von Huawei, Richard Yu, räumte bei der Vorstellung des Mate X2 ein, dass die US-Sanktionen aktuell vor allem die Versorgung mit Komponenten für die Smartphones hart treffen, man habe aber genug Vorräte, um eine ausreichende Versorgung der Endkunden mit dem neuen Modell zu gewährleisten. Auch habe man weitere Faltgeräte in verschiedenen Formfaktoren in der Entwicklung.
Dass das Mate X2 erst einmal nicht nach Europa kommen dürfte, wird mancher schade finden, denn technisch scheint es Massstäbe zu setzen: So hat es ein im ausgeklappten Zustand 8 Zoll grosses OLED-Display und nun zusätzlich einen 6,5-Zoll-Aussenbildschirm im 21:9-Format. Im Gegensatz zum ersten Mate X klappt der Hauptscreen nach innen und nicht nach aussen. Der Mechanismus des Scharniers wurde so optimiert, dass die Hälften ohne Lücke aufeinander liegen.
Als Chipsatz kommt der hauseigene Kirin 9000 zum Einsatz, ausserdem gibt es auf der Rückseite vier Kameras, die mit Leica-Unterstützung entwickelt wurden und einen dreifachen optischen Zoom ermöglichen. Das Betriebssystem mit der EMUI-11-Oberfläche basiert noch auf einer lizenzfreien Version von Android 10. Yu erklärte, dass in China inzwischen praktisch alle populären Apps die Funktionen des Falt-Bildschirms unterstützen.
Was das Betriebssystem betrifft, scheint es zumindest eine Lösung am Horizont zu geben, denn Yu kündigte an, das eigene HarmonyOS im April zunächst für die teureren Smartphones – auch das Mate X2 – erstmals bereitzustellen.
PCtipp meint: Die Ankündigung erstaunt mich. Auch wenn Richard Yu versichert, dass es genügend Komponenten im eigenen Lager gebe, ging man im Allgemeinen davon aus, dass diese primär zunächst für ein P50 und ein Mate 50 eingesetzt würden. Ob das nun bedeutet, dass die Komponenten wirklich so zahlreich auf Lager sind, oder ob der Release der Flaggschiffe dann doch plötzlich noch verschoben wird, bleibt abzuwarten. Das man sich seitens Huawei vorerst auf einen China-Release beschränkt, scheint das Resultat einer klaren Kosten-/Nutzenabwägung zu sein.

Boris Boden
Autor(in) Boris Boden



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