iPad 2: Fakten, Tipps, Empfehlungen

die Kamera

Die Kamera
Unmittelbar nach der Vorstellung des ersten iPads wurde die Frage laut, wo die Kamera geblieben ist. Wir werden die Gründe für die Absenz wohl nie erfahren, doch das spielt irgendwie auch keine Rolle mehr. Das neue iPad kommt gleich mit zwei Linsen, mit denen die Welt erfasst wird. Allerdings möchten diese nicht der altgedienten Knipse den Rang ablaufen, sondern verfolgen eigene Ziele. Die Kamera auf der Rückseite schiesst Fotos mit einer Auflösung von gerade mal 720 x 960 Pixeln – das ist weit weniger als 1 Megapixel und definitiv nicht die Auflösung, die man sich für knackige Ferienfotos wünscht. Im Vergleich zum iPhone 4 wirkt auch kein LED-Blitz erhellend. Immerhin filmt das iPad mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln, und das mit 30 Bildern pro Sekunde.
Wir haben kein Warenlager, aber Oliven!
Die schwache Auflösung der hinteren Kamera mag zwar schamfreie Ferienfotografen enttäuschen, doch für andere Einsatzgebiete ist sie ein gewaltiger Sprung nach vorn. Diese Kamera erlaubt es dem iPad, in Bereiche vorzustossen, die der ersten Generation verschlossen blieben.So eignet sich die Kamera perfekt für die Dokumentation und ermöglicht damit vertikale Anwendungen für Spitäler, Versicherungen und andere Branchen. Der Schadensinspektor fotografiert den Unfallwagen, der Arzt dokumentiert die Wundheilung etc. Überall dort, wo in Ermangelung einer Kamera dem klassischen Notebook der Vorzug gegeben wurde, ist das iPad nun im Rennen.Auch der Einsatz für Lagersysteme rückt in den Fokus. Die Kamera eignet sich ideal, um Strichcodes einzulesen. Wir testeten das iPad mit der kostenlosen App «Codecheck», die eigentlich fürs iPhone konzipiert worden ist. Und siehe da: Das Einlesen von Strichcodes funktioniert rasend schnell und zuverlässig – zumindest bei eingetüteten Oliven und Frühstücksflocken. Aber warum sollte das nicht auch für Lastwagen-Ersatzteile gelten?
Die App «Kamera» …
… ist iPhone-4-Besitzern bereits bestens bekannt. Ihr fehlt lediglich die Funktion für HDR-Bilder, um gleichzuziehen. Durch einen virtuellen Schalter wird zwischen Fotos und Videos gewechselt, die Fokussierung kann durch einen Tipp auf das Display auf einen bestimmten Punkt gelenkt werden. Das wars auch schon.
PhotoBooth
PhotoBooth
Wesentlich mehr Spass macht die App PhotoBooth, die seit Längerem zum Lieferumfang aller Macs gehört. Dabei wird die vordere Kamera verwendet, um Selbstporträts nicht nur aufzunehmen, sondern auf Wunsch durch neun verschiedene Effekt zu verfremden. In der Voransicht lässt das Tablet die Muskeln spielen und zeigt sämtliche Effekte fliessend und ohne jegliche Verzögerungen in Echtzeit an. Leider lassen sich nur Fotos, aber keine Filme aufzeichnen. Trotzdem werden nicht nur die Kinder ihren Spass daran haben.
Doch wenn es nur einen Aspekt gibt, der bei der Kamera besondere Aufmerksamkeit verdient, dann ist es die Videochat-Lösung FaceTime.
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