Kommentar 23.02.2007, 12:45 Uhr

Das Freitagsbit: Hilfeleistung

Die WWKolumne
Wer Hilfe sucht, hilft manchmal auch dem Retter. Ich stelle mir gerade vor, wie ich röchelnd im Krankenwagen liege, der Sanitäter meinen Puls misst und gleichzeitig fragt, wie oft ich schon mit dem Krankenauto gefahren bin, wie die Federung und wie gut der Service gewesen ist. Und er auf dem Vorplatz des Spitals die Trage auf die Räder hievt, mich den Ärzten übergibt und hinterher ruft: "Wer freuen uns, wenn Sie das nächste Mal wieder mit SaniFly fahren."
Das jüngste Skandälchen um die Hilfe-Datei in Office 2007 [1], die ungefragt Informationen an eine amerikanische Marktforschungsfirma schickt, ist wohl keines. Sehr wahrscheinlich wird damit wirklich nur die Online-Hilfe verbessert. Trotzdem wirkt es tollpatschig, solche Funktionen nicht offenzulegen und darauf zu hoffen, dass sie niemand entdeckt.
Wer sich aber darüber aufregt und gleichzeitig Web-2.0-Anwendungen nutzt, sollte den Stein in der Hand behalten. Angesichts der Verschmelzung von Internet, Betriebssystem und Software müssen wir uns endgültig von der Privatsphäre verabschieden. Das haben längst nicht nur die Marktforscher gemerkt.
Aus dem PC ist eben ein Personal Parasit (PP) geworden.


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