Abo-Zwang 19.04.2022, 09:52 Uhr

Diese macOS-Apps zwingen Usern ein Abo auf

In Apples App Store finden sich einige sogenannte Pay-to-Quit-Apps. Diese zwingen User zu zahlen.
Apples App-Store-Logo
(Quelle: Apple)
Apple ist eigentlich bekannt dafür, dass sie die Apps, die in ihrem Store angeboten werden, streng kontrolliert. Dennoch schaffen es immer wieder einige schwarze Schafe, an den Kontrollen vorbeizukommen. 
Wie das Portal The Verge berichtet, hat Red-Hat-Mitarbeiter Edoardo Vacci eine davon entdeckt – mit einer neuen Betrugsmasche. «My Metronome» heisst die App (auf die Verlinkung verzichten wir an dieser Stelle und warnen ausdrücklich davor). Diese lässt sich nach dem Starten einfach nicht mehr beenden. Weder über die Menüleiste noch über CMD+Q. Erst nach dem Abschluss eines Abonnements für 9.99 Dollar pro Monat lässt sie den User in Ruhe. 
Wie Experte Koste Eleftheriou gegenüber The Verge erklärte, handle es sich bei dieser App – respektive deren Masche, um eine Technik, die verhindert, dass Leute die Software ohne Bezahlung nach der Testphase weiternutzen.
Nachdem die App My Metronome nun gemeldet und entfernt wurde, hat der Entwickler sich mit Groove Vibes zusammengeschlossen, einer Firma, die in der Vergangenheit bereits ähnliche Scam-Apps entwickelt hat. Die Firmen sind unter der gleichen Adresse registriert. 
The Verge hat dann auch verschiedene weitere Apps von Music Paradise und Groove Vibes getestet. Überall erschienen diese Pop-Up-Fenster mit der Aufforderung zum Abo-Abschluss. Einige Apps liessen sich mittels CMD+Q beenden, andere grauten die Beenden-Option aus, reagierten nicht auf CMD+Q und die der rote Minimize-Button am Fenster reagierte ebenfalls nicht. 
Immerhin verschlüsseln die Apps nicht andere Dateien, wie das etwa bei Ransomware der Fall ist. Jedoch empfiehlt es sich, nach solchen Erfahrungen Apple über die fraglichen Apps mittels Melde-Button zu informieren.



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