Darum werden die Smartphones 2018 grossartig

5G macht lokale Rechenpower überflüssig

5G macht lokale Rechenpower überflüssig

Wird das WLAN bald überflüssig? Sicher ist: Der mobile Datenverkehr explodiert jetzt schon. Und Experten des schwedischen Mobilfunkanbieters Ericsson rechnen mit einem weltweiten Anstieg des Datenvolumens auf über 100 Exobyte. Ein Exobyte entspricht einer Million Terabyte. Alleine in den letzten 12 Monaten nahm der Datenverkehr in den Mobilfunknetzen um 65 Prozent zu. Die Chips der nächsten Smartphone-Generation werden mit Sicherheit schon auf schnellere mobile Netze getrimmt sein. Obwohl 5G noch nicht direkt vor der Tür steht, wird die Technik aufgrund der enormen Bandbreite auch neue Streaming-Techniken ermöglichen. Komplexere Webinhalte in VR oder AR könnten theoretisch extern auf Servern vorberechnet werden, ohne dass es zusätzliche Rechenleistung auf den Smartphones braucht. Spätestens 2023 wird 5G wohl unumgänglich.
Mit 5G werden wir beim Smartphone erst recht den «Töff anlassen»
Quelle: pixabay.com/creative commons

Machine Learning

Beim sogenannten maschinellen Lernen handelt es sich um den Oberbegriff für mathematische Techniken. Computerprogramme analysieren dabei ständig Daten und treffen Prognosen. Je mehr Informationen, desto bessere Resultate. Auch Smartphones nutzen das sogenannte «Deep Learning». So ist auch beim Mate 10 Pro ein System on a Chip verbaut, damit es schneller mit Algorithmen lernt und Fehler vermeidet. Mit der selbstlernenden Technik «weiss» die Neural Processing Unit (ein Chip, der zwischen GPU und CPU sitzt), ob ein Tier oder ein Hotdog fotografiert wird und kann seine Kontraste und Farben danach ausrichten. Das alles tönt zwar unspektakulär, wird aber spätestens dann zur Magie, wenn immer mehr Objekte aus der Umgebung genau erkannt werden oder die eigentliche Hardware-Power entlastet wird. Schlussendlich trägt KI im Smartphone auch zu besserer Akkuleistung und noch präziserer Kameratechnik bei.
Künstliche Intelligenz macht das Smartphone immer schlauer
Quelle: pixabay/creative commons

Das Smartphone wird zum Schweizer Sackmesser

Das ist nun eher Zukunftsmusik, aber auch ohne 5G wird das Smartphone in den nächsten Jahren dank vieler Innovationen interessanter. Wenn sich Displays biegen lassen, wird bald auch mehr Platz übrig bleiben für weitere Komponenten wie winzige Beamer oder noch mehr Sensoren. So kann ein Anrufer vielleicht eines Tages über einen Miniprojektor gleich als Hologramm auf den Tisch gebeamt werden. Und wir werden immer mehr Sensoren in den Telefonen herumtragen. Bereits heute kann der mobile Begleiter über Bluetooth als Türschlüssel herhalten. Dank mehr Sensordaten werden wir irgendwann auch gleich erkennen, wenn das Poulet-Schnitzel im Kühlschrank abgelaufen ist oder mit dem Blutdruck etwas nicht stimmt.

Autor(in) Simon Gröflin



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